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Mensch-Hannover So wurde die Hannoveranerin Stephanie Höll der Clown Utz
Menschen Mensch-Hannover So wurde die Hannoveranerin Stephanie Höll der Clown Utz
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11:52 17.04.2019
Lebensfrohe Frau: Stephanie Höll. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Was sie sofort über sich sagen kann, ist: „Ich bin Perfektionistin.“ Stephanie Höll (41) meint das auch bierernst – was sich die Frau mit den hellen Augen in den Kopf setzt, sollte dann auch genau so funktionieren, sonst wird’s ungemütlich. Gut, dass es ihr Alter Ego, den Clown Utz, gibt: „Dem ist es total egal, wenn etwas schiefgeht. Der probiert einfach aus. Er ist nur daran interessiert, was passiert.“

In diesem Monat ist es genau zehn Jahre her, dass sich Höll für eine Karriere als Clown entschieden hat. „Ich habe schon als Kind viel Quatsch mit meinem Papa gemacht“, erzählt die 41-Jährige. Und sie hat auch schon früh gemerkt, dass Leute lachen, wenn sie etwas Lustiges gemacht hat. Dennoch schlägt sie zunächst einen anderen Weg ein und absolviert nach dem Abi an der Goetheschule ein Tourismusstudium. Für den Reiseriesen Tui arbeitet sie im Ausland – auf Teneriffa, Menorca und den Malediven. Auf einer der wunderschönen Inseln in dem tropischen Land im Indischen Ozean verbringt sie sieben Monate: „Da habe ich relativ schnell gelernt, mit wenig auszukommen.“

Schon als kleines Mädchen lustig

Als sie nach drei Jahren zurück nach Hannover kommt, keimt erneut der Wunsch in ihr auf, sich mehr ihrem kreativen Ich zu widmen, welches seit jeher in ihr schlummerte. Ein Coaching bestärkt die damals 28-Jährige, sie beginnt eine Schauspielausbildung, Schwerpunkt Clown und Komik. „Da lernst du im ersten Jahr, auf der Bühne zu stehen, ohne irgendwas. Keine Hilfsmittel, nichts.“ Für Höll kein Problem, sich kurzfristig auf Situationen einstellen, das kannte sie noch aus ihrem alten Tourismus-Leben: „Wenn da ein Urlauber plötzlich vor einem stand, wusste ich auch nicht, will der jetzt einen Tagesausflug buchen oder schreit der mich gleich an, weil er mit etwas unzufrieden ist.“

In der Ausbildung erfindet Stephanie Höll ihre eigene Clownfigur, Utz. „Ziel war es, seinen eigenen Humor zu finden und herauszuarbeiten.“ Mittlerweile hat die 41-Jährige all ihre Fähigkeiten gebündelt, arbeitet ganz vielseitig: Sie ist Zirkuspädagogin, Jugendcoach, der Berufsfindungstrainings an Schulen gibt, arbeitet als Kinderbetreuerin beim Film (zum Beispiel beim Dreh von „Die wilden Kerle 6“ und diversen Fernsehserien) sowie als Walk-Act. Als Brasilien beim Feuerwerkswettbewerb in Herrenhausen zu Gast war, wandelte sie etwa als mobiles Fußballtor umher. Höll ist ein Arbeitstier. „Mir fällt es überhaupt nicht schwer, zehn Tage am Stück durchzupowern“, betont sie. „Dann brauche ich aber zwei Tage Bettruhe. Meine Familie und Freunde kennen das schon.“

Clown Utz als Alter Ego

Ihr Ausgleich ist und bleibt aber ihr Beruf, besser gesagt: ihre Berufung. Und den Sport hat sie kürzlich für sich entdeckt – das Klettern. Dabei kann sie besonders gut abschalten: „Wenn du deinen Hintern auf vier Meter hochbekommen musst, denkst du nicht über deinen Einkaufszettel oder sonst was nach.“ Da ist sie eben durch und durch Perfektionistin. http://www.stephaniehoell.com/

Von Mirjana Cvjetkovic

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