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Mensch-Hannover Mixed Martial Arts – diese Frauen kämpfen in Hannover
Menschen Mensch-Hannover Mixed Martial Arts – diese Frauen kämpfen in Hannover
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16:08 31.01.2019
Kübra Kaplan (links) wird gegen Anna Hübsch antreten. Quelle: privat
Hannover

Kübra Kaplan wurde am 1. Dezember 1997 in Gaziantep in der Türkei geboren. Sie lebt in Kiel und macht eine Ausbildung zur Tänzerin. Die MMA-Spezialitäten der 21-jährigen Single-Frau: Boxen und Kickboxen.

Frau Kaplan, welchen Satz hören Sie am häufigsten, wenn Sie von Ihrem Hobby erzählen?

„Boooaaaahh – echt, das machst du?“ Ich bin eigentlich eine ganz Nette und Liebe, meistens glauben mir die Leute nicht, dass ich kämpfe. Ich muss ihnen dann Fotos oder Videos zeigen, um das zu beweisen (lacht).

Kämpfen Frauen anders als Männer?

Frauen sind oft ein bisschen verrückter auf der Bühne. Und viel wilder, als man glaubt.

Gewinnt man einen Kampf mit dem Körper oder mit dem Köpfchen?

Beides ist gleich wichtig. Wir kämpfen zwar mit dem Körper, aber ich muss ja wissen, was ich tue. Und ich muss wissen, was die Gegnerin vorhat – und schnell reagieren.

Haben Sie einen Kampfnamen?

Einige. „Tiger“ zum Beispiel. Ich heiße ja Kaplan mit Nachnamen, das bedeutet auf Türkisch Tiger. Andere nennen mich auch „Killer“ und beim Boxen sagen manche „Panzerfaust“ zu mir.

Haben Sie ein Vorbild?

Ja, eine türkische Kickboxerin, Meryem Uslu. 2016 habe ich sie in Hamburg kämpfen sehen und sofort gedacht: Das will ich auch! Ich habe sie auch kennengelernt, sie ist eine tolle Frau. Von dem, was sie kann, kann ich mir eine Scheibe abschneiden.

Warum besiegen Sie am Sonnabend Ihre Gegnerin Anna Hübsch?

Ich werde dafür sorgen, dass sie keine Chance hat. Ich weiß, dass ich gewinnen werde. Ich habe hart trainiert und bin super vorbereitet.

Wem könnten Sie nie ein Haar krümmen?

Meiner Familie.

Und wen würden Sie gerne mal so richtig vermöbeln?

Ich war mal in einem Fitnessstudio, da lief ein Kurs, und ein paar Mädels haben eine Frau dumm angemacht, nur weil die etwas pummelig war. Das war so respektlos und hat mich sauer gemacht! Ich habe das aber mit Reden gelöst.

„Frauen sind emotionaler“

Anna-Isabella Hübsch wurde am 9. Mai 1995 in Friedberg geboren. Sie wohnt in Frankfurt am Main, arbeitet als Bürokraft, verdient aber auch mit ihren Kämpfen Geld. Die MMA-Spezialitäten der liierten 23-Jährigen: „Ich bin am stärksten mit den Armen und am Boden.“

Frau Hübsch, welchen Satz hören Sie am häufigsten, wenn Sie von Ihrem Hobby erzählen?

„Krass!“ ist das häufigste Wort (lacht). Oder: „Dein Ernst?“ Es macht mir Spaß, diese Reaktionen zu sehen. MMA ist meine Herzensangelegenheit – da ist es mir aber auch egal, wenn die Reaktionen mal negativ sind.

Kämpfen Frauen anders als Männer?

Auf jeden Fall. Wir sind emotionaler und geben in einem Fight mehr preis. Der Kampf hat viel mit Charakter zu tun, das ist ja keine rein technische Schlägerei.

Gewinnt man einen Kampf mit dem Körper oder mit dem Köpfchen?

Wenn der Kopf voran geht, folgt der Körper. Das Mentale macht den größten Teil beim Kämpfen aus. Man muss sein Ziel ganz klar vor Augen haben – aber natürlich braucht man auch die richtigen Waffen.

Haben Sie einen Kampfnamen?

Meine Trainerin nennt mich „The Unpredictable“ – die Unvorhersehbare.

Haben Sie ein Vorbild?

Ich lasse mich total gerne von vielen Menschen inspirieren. Aber vor allem arbeite ich darauf hin, mein eigenes Vorbild zu sein.

Warum besiegen Sie am Sonnabend in Hannover Ihre Gegnerin Kübra Kaplan?

Weil ich niemandem das Recht gebe, mich zu besiegen.

Wem könnten Sie nie ein Haar krümmen?

Meiner Familie. Und Menschen, die mir leid tun, zum Beispiel, weil sie ein schweres Schicksal tragen.

Und wen würde Sie gerne mal so richtig vermöbeln?

Menschen, die anderen grundlos wehtun. So richtig kranke und gestörte Menschen, die die Schwächen anderer ausnutzen: Männer, die ihre Frauen schlagen oder Kinder entführen. Die würde ich gerne verhauen.

Das ist We love MMA

Bei den Mixed Martial Arts (MMA, bedeutet etwa gemischte Kampfkünste) ist fast alles erlaubt. Die Kämpfer dürfen schlagen, treten, boxen, sie bedienen sich an Techniken aus Teak- wondo, Karate, Judo, Ringen, Kickboxen und anderen Kampfformen. Die „We love MMA“-Reihe gehört laut Veranstalter zu den größten Serien Europas. Morgen macht die Show in der Swiss-Life-Hall (Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 8) Station. Los geht es um 19 Uhr, der Einlass startet um 17.30 Uhr, Schluss ist gegen 22.30 Uhr. Zwölf Kämpfe stehen auf dem Programm, einen wird auch Lokalmatador Daniel Makin von Kenpokan Hannover bestreiten. Karten für den kämpferischen Abend kosten im Vorverkauf 26,85 bis 78,60 Euro, es gibt sie auch im NP-Ticketshop (zum Beispiel Lange Laube 10).

www.neuepresse.de/Abo/Leser services/AboPlus/NP-Ticketshops

Von Julia Braun

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