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Mensch-Hannover Düzen Tekkal startet ihren deutschen Traum
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15:08 06.06.2019
INITIATORIN MIT IHREN UNTERSTÜTZERN: Düzen Tekkal schart (von links) Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg, CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär, bei der Vorstellung von „German Dream“um sich. Quelle: dpa
Hannover

Sie ist rastlos und strotzt vor Energie: Düzen Tekkal (40) hat gestern die nächste Stufe in Sachen gesellschaftliches Engagement erklommen. Die Hannoveranerin hat in ihrer Wahlheimat Berlin den Startschuss für ihren neuesten Streich gegeben, die Bildungsinitiative „German Dream“. Dafür hatte die Menschenrechtsaktivistin und Journalistin bei der Pressekonferenz am Pariser Platz, direkt am Brandenburger Tor, sogar die Crème de la Crème der deutschen Politik an ihrer Seite. „Düzen ruft, und alle kommen. So wie es sich gehört“, sagte Cem Özdemir (53), früherer Parteichef der Grünen.

Die Gastgeberin hatte seit gut vier Jahren die Idee, dem Stichwort „German Dream“ Leben einzuhauchen: „In dem Projekt geht es darum, sich für ein neues und selbstbewusstes, gesellschaftliches Bekenntnis zu den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland stark zu machen“, erläuterte Tekkal. „Ich will den Diskurs darüber, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen, aktiv mitgestalten“, betonte sie, „und zwar vor dem Hintergrund vielfältiger gesellschaftlicher Herausforderungen.“

Es gibt viele Probleme

Zu denen gehören etwa Integration, Populismus und Digitalisierung. Mit dieser Idee und nicht-prominenten und prominenten „Wertebotschaftern“ – etwa Schauspielerin Katja Riemann (55, war gestern wegen Dreharbeiten verhindert), Model und Unternehmerin Sara Nuru (29), Siemens-Personalvorstand Janina Kugel (49) – will sie bundesweit an Kinder und Jugendliche in Schulen herantreten, um sich mit ihnen auf Augenhöhe auszutauschen, zuzuhören, von eigenen Erfahrungen zu berichten. Mehrfach betonte Tekkal, dass sich das Projekt keineswegs nur an Schüler mit Zuwanderungshintergrund richtet. „Wir haben nämlich nicht nur das Migrationsproblem. Wir haben viele Probleme.“

Davon haben SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (41) und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (56) in diesen Tagen auch so einige zu bewältigen. Klingbeil muss sich nach dem Rücktritt von SPD-Chefin Andrea Nahles (48) mit seiner Partei und dem Thema Nachfolge beschäftigen („Die letzten Tage sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Jetzt müssen wir den Blick in die Zukunft richten“), AKK hat noch mit den Nachwehen ihrer Äußerungen zur Meinungsmache von Youtubern zu kämpfen. „Wie bekloppt müsste man sein, in einem solchen Jahr (30 Jahre Mauerfall, die Redaktion) zu sagen, die Meinungsfreiheit einzuschränken“, antwortete die 56-Jährige auf die bohrenden Fragen von Pinar Atalay (41).

Lob von AKK

Die „Tagesthemen“-Frau hatte die Veranstaltung moderiert („Wir haben hier das Who is Who der Krisen“) und anfangs den Protagonisten viele Fragen zu tagesaktuellen Themen der Parteien gestellt. Die Politiker sind darauf durchaus eingegangen, bis AKK irgendwann – zurecht – auf die Bremse trat: Es sei bis dahin zu kurz gekommen, worum es in der Stunde eigentlich gehen sollte, – die Initiative von Tekkal. „Das tut mir ein bisschen leid. Wir sollten bei allem Interesse, den Fokus darauf richten.“ Sie lobte Tekkals Vorstoß: „Ich bin sehr froh über die Initiative. Nicht nur aus persönlicher Verbundenheit, sondern aus Überzeugung.“

Und Tekkal hat einmal mehr bewiesen, das sie eine Macherin ist, die keinen Halt vor Bedenkenträgern und Kritikern macht. „Es geht mir nicht um meinen ,German Dream’. Den habe ich mir schon erfüllt. Es geht um den ,German Dream’ von allen.“ Und darüber wurde im Anschluss bei Clubsandwich und Spargelsuppe intensiv diskutiert. www.germandream.de

Von Mirjana Cvjetkovic

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