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Mensch-Hannover Exxor Arevalo: „Todsünde des Gastes ist, kein Trinkgeld zu geben“
Menschen Mensch-Hannover Exxor Arevalo: „Todsünde des Gastes ist, kein Trinkgeld zu geben“
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16:51 11.06.2019
Barchef Exxor Arévalo Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Warum sind Sie Wirt geworden?

Ich bin früh in meiner Heimat Venezuela mit dem Thema Alkohol in Kontakt gekommen – mein Onkel hat Rum gemacht. In Köln, wo ich später gelebt habe, gab es eine große Cocktailszene mit guten Bars. Eigentlich bin ich gelernter Tontechniker, habe aber immer auch in der Gastronomie gearbeitet – angefangen beim Kölsch-Zapfen im Stadion des FC. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass Gastro mein Ding ist. Inzwischen ist mein gelernter Beruf zum Hobby geworden. Und das „Schenker“ ist jetzt schon mein Baby, in dem ich mich austoben kann, auch dank der Jungs (Anm. d. Red. Inhaber sind Monty Emrich und Fridtjof Marquardt).

Wann und warum sind Sie dann nach Hannover gekommen?

Das war 2011 – wegen meiner Freundin. Am Anfang war es schon ein bisschen schwierig, Fuß zu fassen. Ich habe dann erst in der Oper gearbeitet, nebenbei im „Schöne Aussichten“, und bin schnell in die Gastroszene reingerutscht und auch gut aufgefangen worden.

Wo gehen Sie in Hannover gerne essen oder was trinken?

Im „Bukowskis“ – die haben einfach einen hohen Maßstab. Die Leute im „Oscar’s“ sind auch sehr nett, deshalb gehe ich dort gerne hin. In der „Sternwarte“ in der Theaterstraße ist immer gute Stimmung. Und wenn es ums Essen geht, dann bin ich gerne und oft im „11A“ am Küchengarten.

Was ist Ihr Lieblingsgericht aus Mamas Küche?

Arepas – das sind Maisbrötchen, die gebacken oder frittiert, dann aufgerissen und unterschiedlich gefüllt werden.

Welche Eigenschaften braucht ein guter Wirt?

Gute Laune ist sehr wichtig, auch Freundlichkeit. Man muss mit Menschen können, sonst verdient man kein Geld. Man sollte auch wissen, was gerade gefragt ist, neue Dinge ausprobieren, grundsätzlich neugierig und nicht verschlossen sein.

Gastronomie stresst – wie schaffen Sie Ausgleich?

Wenig (lacht). Ich bin auch privat viel und gerne unterwegs. Aber mein Sohn schafft einen Ausgleich, er ist 15 Monate alt. Der fordert schon viel Aufmerksamkeit und lenkt mich ab.

Wie beschreiben Sie den perfekten Gast?

Er ist offen für Neues. Hat keine Scheu auch mal etwas auszuprobieren. Und er trinkt keine Piña Coladas.

Was ist die Todsünde in der Gastronomie?

Auf Seite des Gastes ist es, kein Trinkgeld zu geben. Bei einem Wirt, wenn er die Gäste nicht ernst nimmt, respektlos wird.

Welche fünf Lebensmittel würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?

Kochbananen, ein ganzes Rind, Fisch sollte dann ja da sein, Chipotle Chilis, Koriander, Limetten und Reis.

Von Eva-Maria Weiß

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