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Leben in Hannover Zum 75. von Gerhard Schröder: Hier gratulieren seine Freunde
Menschen Leben in Hannover Zum 75. von Gerhard Schröder: Hier gratulieren seine Freunde
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14:01 06.04.2019
Gerhard Schröder mit seiner Ehefrau Kim. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Er entdeckt immer noch neue Hobbys für sich, ist in der Weltgeschichte unterwegs, tanzt mit seiner fünften Ehefrau auf den schönsten Bällen: Gerhard Schröder feiert an diesem Sonntag nicht nur seinen 75. Geburtstag sondern offensichtlich das Leben generell. Seinen Ehrentag verbringt er mit Soyeon Schröder-Kim (49) nicht zu Hause in Hannover: „Wir sind zur Eröffnung des Bauhaus-Museums in Weimar eingeladen“, verriet die Koreanerin der NP. „Wir werden auch den 75. Geburtstag meines Mannes in Weimar feiern – allein, bei einem Abendessen.“ So lässt es sich doch entspannt in ein neues Lebensjahr starten.

Glückwünsche über Smartphone

Ob er seine Ruhe haben wird, ist aber fraglich: Angehörige, Freunde und Weggefährten werden Sonntag bestimmt dafür sorgen, dass sein Smartphone (nachdem dem er Schröder-Kim kennengelernt hatte, hat er sich eins zugelegt) nicht stillsteht, ihn mit Glückwünschen überhäufen. Bei einigen Leuten aus seinem näheren Umfeld hat die NP nachgefragt, was sie dem Politiker wünschen.

„Glück, Gesundheit und weiterhin so viel Energie, Freude und Erfolg bei den vielfältigen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen“, sagte Martin Kind (74). Der 96-Boss bedankt sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Hannover 96 – und lässt nicht unerwähnt: „Es ist noch viel zu tun.“ Schröder ist ja Vorsitzender im Aufsichtsrat des Vereins, fiebert so gut wie bei jedem Heimspiel in seiner Loge mit den Roten mit. Und auch, dass Schröder ein neues Hobby hat, weiß Kind: „Für den Golfsport, wünsche ich ihm viel Freude.“

Seit vielen Jahren gehört auch Günter Papenburg (79) zu Schröders Freunden: „Es gibt da viele schöne gemeinsame Erlebnisse“, so der Bauunternehmer. Es hat viele Reisen gegeben, unter anderem zum einstigen kubanischen Staatschef Fidel Castro (†90). „Für seinen neuen Lebensabschnitt wünsche ich Gerhard Schröder weiterhin alles Gute und dass wir weiterhin einen so guten Kontakt bewahren.“

Kennenlernen beim NP-Rendezvous

Lange bevor der SPD-Mann Ministerpräsident in Niedersachsen wurde (war er von 1990 bis 1998), lernte ihn Klaus Meine (70) kennen. „Das war bei einem NP-Rendezvous in den Zoo-Gaststätten“, erinnert sich der Frontmann der Scorpions. „Daraus wurde eine Freundschaft, die bis heute gehalten hat.“ Deswegen ist klar, dass Meine auch von Schröders neuester Leidenschaft (gleich nach dem Kochen, dank seiner Frau!) weiß – dem Golfen: „Die 18 Loch schaffst Du locker“, so der Rockstar, der Schröder „alle guten Wünsche und beste Gesundheit“ mit auf den Weg gibt.

Der SPD-Politiker und Honorarkonsul der Russischen Föderation, Heino Wiese (66), schätzt Schröder ungemein: „Du bist immer noch derjenige, der politische Notwendigkeiten und Ziele am klarsten formulieren kann. Dein Weg ist immer gerade und Du lässt Dich nicht verbiegen“, so der 66-Jährige. „Deshalb bist Du für mich nach wie vor der Größte.“

Schröders Vertrauter und Logenfreund bei 96, Madjid Samii (81, Klaus Meine und Heino Wiese gehören auch zu der Fußballclique), findet, dass „ein runder Geburtstag mit 75 Jahren in unserem Zeitalter ein Anlass ist, gute Vorsätze mindestens für die nächsten 25 Jahre zu planen.“ Auch der Neurochirurg wünscht dem Jubilar „an erster Stelle Gesundheit.“ Der 81-Jährige neckt zur Feier des Tages: „Ich wünsche ihm aber auch eine Verbesserung seines Golf-Handicaps, damit er es irgendwann schafft, mich zu schlagen.“

Für Schröders Wirken als Politiker ist Stephan Weil (60) voll des Lobes: „Der frühere Bundeskanzler zählt ohne Zweifel zu den wichtigsten Politikern in der Geschichte der Bundesrepublik“, so der Ministerpräsident. Er attestiert Schröder, für das Land Niedersachsen große Beiträge geleistet und es in vielen Bereichen grundlegend modernisiert zu haben. Und dann erinnert sich Weil an eine lustige Begebenheit, als er noch gar nicht lange Ministerpräsident war und Schröder in die Staatskanzlei eingeladen hatte – der kehrte nach anderthalb Jahrzehnten an seine einstige Wirkungsstätte zurück. Weil servierte vor Journalisten Grünen Tee: „Ein Getränk, das Schröder nun wirklich nicht mag“, weiß Weil. Dennoch trank Schröder einen Schluck „und verkündete im typischen Schröder-Bass: ‚Beachtlich!‘ – so als hätte er gerade einen edlen Rotwein degustie rt. Ein Meister der darstellenden Kunst!“

Und da ist noch eine hannoversche Persönlichkeit, die herzliche Worte für Gerhard Schröder hat – Drogeriemark-Pionier Dirk Roßmann (72): „Gerhard Schröder ist das, was man einen Pfundskerl nennt – gerade heraus, mutig, doch auch gleichzeitig sensibel und empfindsam. Ein Mensch mit Herz und Verstand!“ Toll, wenn man solche Freunde hat. Auch die NP gratuliert herzlich!

Von Mirjana Cvjetkovic

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