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Leben in Hannover Toni Colantuono hütet den Schatz seiner „Nonna“
Menschen Leben in Hannover Toni Colantuono hütet den Schatz seiner „Nonna“
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16:52 12.12.2018
SALUTE: Antonio Colantuono macht Langenhagen im Paladino seit 30 Jahren glücklich. Quelle: Dröse
Langenhagen

Als er am 11. November 1978 in Hannover ankommt, steht er hüfthoch im Schnee. „Ich hatte schon Sorgen, ich sei zu spät aus dem Zug gestiegen und in Norwegen gelandet“, erinnert sich Antonio „Toni“ Colantuono (60) an den Winter, in dem die Stadt im Schnee versunken war.

Doch hier war er genau richtig – und wahrscheinlich hätte er damals auch nicht gedacht, dass er bis heute hier bleiben würde. Vor allem hätte er sich damals nicht erträumen lassen, dass er es vom Tellerwäscher (Holiday Inn) zum erfolgreichen Restaurantbesitzer schafft, der in diesem Jahr auch noch 30-jähriges Jubiläum feiert.

Er wächst in der italienischen Region Basilikata auf

Dabei war der Ehrgeiz da! „Ich hatte schon immer den Drang, weiterzukommen“, erzählt er im NP-Gespräch in seinem Paladino an der Walsroder Straße in Langenhagen. „Ich hatte ja keine große Wahl.“ Damit meint er das 5000-Seelen-Städtchen in der süditalienischen Region Basilikata, wo seine Eltern in der Landwirtschaft arbeiteten und fünf Kinder großzogen.

Aus der Heimat stammt auch übrigens das Heft, das der Gastronom bis heute hütet wie einen Schatz. Darin verbergen sich Rezepte seiner Großmutter, handschriftlich notiert. Credo seiner „Nonna“: „Bring das auf den Tisch, was Mutter Natur dir gibt.“ Und daran hält sich der 60-Jährige bis heute, tischt seinen Gästen neben Klassikern wie Spaghetti Bolognese, Saltimbocca und Tortellini in Schinken-Sahne-Sauce vor allem saisonale Gerichte auf.

Auch Promis speisen im Langenhagener Paladino

Der vierfache Vater ist stolz auf das, was er geschaffen hat, ist sich aber auch des Preises bewusst, den er dafür zahlen musste: „Zwei Ehen sind zerbrochen, ich habe nie Urlaub gemacht.“ Sein Restaurant, in dem bereits Altkanzler Gerhard Schröder (74), 96-Präsident Martin Kind (74) sowie Sänger Thomas Anders (55) und Musiker der Band Fools Garden („Lemon Tree“) geschmaust haben, will Colantuono aber nicht missen. „Es gab so viele schöne Jahre.“ Und welche, die es dem Wirt nicht leicht gemacht haben: zum Beispiel die Euro-Umstellung 2002 oder die Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes 2007. „Ich habe aber nie aufgegeben“, betont er.

Auch dann nicht, als er an Krebs erkrankte. „Meine Stärke ist das positive Denken“, sagt er und unterstreicht seiner Aussage mit dieser typischen Hand-Geste. Das ist aus seiner Heimat geblieben, längst hat er deutsche Tugenden wie Pünktlichkeit zu den seinen gemacht. Seit der Erkrankung hat er übrigens seine Ernährung umgestellt und orientiert sich einmal mehr am Motto seiner Großmutter: „Lebe nach den Jahreszeiten.“

Die erste Reise in die Heimat – nach 17 Jahren!

Im Sommer ist er mit zwei seiner Kinder in die italienische Heimat gefahren – „nach 17 Jahren das erste Mal!“ Seine wachen Augen werden für einen Augenblick feucht: „Auch meine Geschwister hatte ich so lange nicht gesehen.“ Wie groß das Hallo, eigentlich das Ciao, gewesen sein muss, lässt sich nur erahnen.

Von Mirjana Cvjetkovic

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