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Leben in Hannover Kickbox-Weltmeister Güney Artak eröffnet Restaurant in Hannover
Menschen Leben in Hannover Kickbox-Weltmeister Güney Artak eröffnet Restaurant in Hannover
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09:03 25.09.2019
Neues Standbein: Güney Artak in seinem Lokal „Qibar“. Quelle: Behrens
Hannover

Er ist Profiboxer, Fußball-Schiedsrichter, ehemaliger Türsteher und nun auch Restaurantinhaber – Güney Artak (30) hat die „Qibar“ eröffnet. Das Ladenlokal an der Schillerstraße beherbergte bis vor kurzem noch die Bar „El Solin“. Nun will Artak dort gutes Essen mit Shisha-Rauchen verbinden.

Frühstück, Mittagstisch, Abendessen, Cocktails und Shisha: Die Auswahl auf der Speisekarte ist groß. Ein „Rundum-Sorglos-Paket“, wie er es nennt, bietet Artak in seinem neuesten Projekt an. Natürlich steht auf der Karte auch ein Fitness-Frühstück. Schließlich ist Sport nicht nur das Hauptstandbein des Boxers, sondern auch seine Leidenschaft. „Damit würde ich nicht aufhören, weil mir der Sport einfach so viel Gutes gibt.“

Er bewachte die Tür von „Palo Palo“ und „Kiez-Club“

Beruflich begann der Hannoveraner mit einer Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit und arbeitete als Türsteher in vielen bekannten hannoverschen Nachtklubs wie dem „Palo Palo“ und dem „Kiez-Club“. Sportlich wurde er 2017 Schwergewichtsweltmeister im Kickboxen und ging dann in den Profisport über. 2018 konnte der Boxer fünf von fünf Profi-Wettkämpfen für sich entscheiden. Im Oktober 2018 war er außerdemals Teilnehmer in der RTL-Fitness-Show „Showdown – die Wüstenchallenge“ zu sehen.

Kämpferisch: Artak bei der RTL-Show „Showdown – die Wüstenchallenge“ 2018 in Spanien. Quelle: RTL

Neben all diesen Aktivitäten sorgt das Schwergewicht in seiner Freizeit außerdem auf Fußballplätzen für Ruhe und Ordnung. Als Schiedsrichter pfeift er ehrenamtlich Fußballspiele in der Region Hannover. „Besonders gerne pfeife ich die Spiele, wo das Eskalationsrisiko groß ist und sorge da mal für Ruhe“, sagt er und lächelt.

Seine Leidenschaft für den Fußball entstand in seiner Kindheit, die der gebürtige Langenhagener in Barsinghausen verbrachte. Dort begann seine Sport-Karriere als Hobby-Fußballer, worüber er schließlich in die Kampfsport-Sparte des TSV Kirchdorf rutschte. „Da habe ich dann von Judo, über Kung-Fu bis hin zu Kickboxen alles ausprobiert und jetzt lebe ich für den Kampfsport“, sagt Artak.

Auf dem Platz: Güney Artak sorgt besonders bei Risikospielen gern für Ordnung. Quelle: Picasa

Doch wie passt diese Sportleidenschaft mit einer Restaurant-Eröffnung zusammen? „Ich habe mich ja selbst mittlerweile zu einer Marke gemacht“, sagt Artak. „Mit dem neuen Laden will ich den Leuten auch etwas zurückgeben.“

In der Gastro setzt er voll auf sein Bauchgefühl

Bei der Konzeption der „Qibar“ setzte er voll und ganz auf sein Bauchgefühl. Auf dem Gebiet der Gastronomie hat der Profiboxer nämlich keinerlei Erfahrung. „Dieser Laden ist einfach mit gesundem Menschenverstand gestaltet worden“, erzählt er. „Ich habe mich einfach gefragt, was ich mir als Kunde für ein gutes Restaurant wünschen würde und das genauso umgesetzt.“

Daraus entstand die Idee, den Restaurant-Betrieb mit einer Shisha-Lounge zu verbinden. „Es gibt viele Shisha-Bars, die aber keine Gastronomie haben und viele Restaurants, aber da kann man nicht rauchen.“

Das Fitnessstudio liegt um die Ecke

Er wolle aber nicht, dass die „Qibar“, deren Name an das arabische Wort für „freundlich“ angelehnt ist, als eine weitere Shisha-Bar gelte. „Wir sind ein Restaurant mit hochwertigem Essen, das außerdem Shishas anbietet“, sagt er. „Bei uns bekommen die Kunden ein Komplettpaket und müssen nach dem Restaurant-Besuch nicht die Location wechseln, um beim Shisharauchen mit Freunden zu chillen."

Neben der neuen Aufgabe als Restaurantbesitzer bleibt Artak aber seiner Profession als Profiboxer treu. „Das lässt sich super vereinen, weil mein Fitnessstudio hier um die Ecke ist“, erzählt er. „Ich kann morgens mal reinschauen, dann trainieren gehen und danach wieder in den Laden kommen.“ Auch der Weg zur Arbeit ist für den Restaurantbesitzer nicht lang. Mit seiner Familie lebt er seit Jahren in Döhren.

Siegerehrung: Güney Artak ist Schwergewichts-Weltmeister im Kickboxen. Den Profisport will er beibehalten. Quelle: Archiv

Acht Wochen lagen zwischen der Eröffnung der „Qibar“ und der Schließung des „El Solin“, das dort jahrelang von Bedran Özgör und seinen Brüdern betrieben wurde, die unter anderem auch Inhaber des „6 Sinne“ und das „Hugo’s“ sind. Die Planung eines Restaurants hätte sich der Profisportler trotzdem nicht so komplex vorgestellt. „Es ist schon eine Menge zu tun vom Bauvorgang bis zur Besteckauswahl“, sagt Artak. „Aber es ist sehr gut gelaufen und es war sehr spannend zu sehen, wie die eigenen Visionen umgesetzt werden.“

Von Johanna Steele

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