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Leben in Hannover Mit den Sông-Trang-Artisten in Hannover unterwegs
Menschen Leben in Hannover Mit den Sông-Trang-Artisten in Hannover unterwegs
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18:29 19.12.2018
FÜRS HEIMISCHE FOTOALBUM: Le Hong Yen (links) und Nguyen Ngoc Anh machen mit dem Smartphone ein Selfie. Quelle: Fotos: Behrens
Hannover

Sie sind als Gruppe nach Hannover gekommen, sie leben wie eine Großfamilie: „Da wird es manchmal auch ganz schön laut“, sagt Nguyen Ngoc Anh (38) und lacht. Die Artistin weiß, wovon sie spricht, schließlich gehört sie zu der 13-köpfigen Künstlercrew aus Vietnam, die fast täglich mit dem Programm „Sông Trang“ auf der Bühne des GOP-Wintervarietés steht. Und das seit Ende November. Ist die Truppe denn ansonsten in Hannover an­gekommen? „Oh ja“, versichert die Vietnamesin, die beim Weihnachtsmarktbummel in der Altstadt mit der NP englisch spricht. Dann sagt sie gekonnt in deutscher Sprache auf: „vielleicht“, „alles klar“, „sprechen Sie Deutsch?“ und „ein bisschen langsamer bitte“ – Vokabeln aus dem Alltag, die sie bisher gelernt hat.

An den beiden spielfreien Tagen (montags und dienstags) überlegen sich die Asiaten, was sie neben dem Kochen zu Hause in Wülfel und den täglichen Trainingseinheiten mit ihrer Freizeit anfangen könnten: „Wir waren schon in Bad Oeynhausen und in Bremen unterwegs, haben uns die Flic-Flac-Show auf dem Schützenplatz angeguckt“, erzählt Nguyen Ngoc Anh. Nun also der Weihnachtsmarkt – und von dem war die Truppe echt begeistert: Sie probierte Schmalzkuchen, schaute sich den Mittelaltermarkt an und versuchte sich im Bogenschießen. „In Vietnam haben wir auch Weihnachtsmärkte, nur werden sie nicht in diesem Ausmaß zelebriert“, be­richtet die 38-Jährige aus ihrer Heimat.

Bis auf einen waren die Künstler noch nie in Deutschland gewesen, die Hälfte der Gruppe aus ei­ner Zirkusschule in Hanoi kennt Europa lediglich von einem Frankreichaufenthalt. Ähnlich, nur andersherum, ist es Sandra Wa­wer (38) ergangen: Die Leiterin des GOP-Showkonzepts verbrachte im Früh­jahr vier Wochen in Hanoi und kreierte mit Regisseur Knut Gminder (52) und den Artisten das Programm. „Es war unfassbar schön“, fasst Wawer ihren Aufenthalt zusammen, „die Menschen sind füreinander da, sind sehr umsorgend.“ Seit zwölf Jahren ist sie für das GOP tätig, „aber ein Team, das so eng zusammengeschweißt ist, habe ich noch nie erlebt.“ Die 38-Jährige ist mit der Gruppe nahezu jeden Tag zusammen, nach dem Ausflug auf den Weihnachtsmarkt mit anschließendem Zoo-Besuch hat sie die Mannschaft zum Abendessen ins heimische Wohnzimmer eingeladen: „Es gibt fränkischen Schweinebraten mit Klößen und Blaukraut.“ Für die Vietnamesen wird das wieder eine neue kulinarische Erfahrung gewesen sein. „Currywurst haben wir schon probiert“, berichtet Nguyen Ngoc Anh, und eigentlich alle – bis auf die beiden Kinder – sind auch vom deutschen Bier angetan.

Ihr Sohn Doan Gia Bach (5) ist bei der aufregenden Reise seiner Mutter dabei, ein weiteres Kind ist mit ihrem Ehemann zu Hause geblieben. „Wir sprechen, so oft es geht, miteinander“, sagt sie, „und ich vermisse die Heimat durchaus. Aber in der GOP-Familie fühlen wir uns wirklich wohl.“ 16 Monate touren die Artisten durch die Varietéhäuser in Deutschland, nach der Hälfte der Zeit geht es für zehn Tage nach Hause. Sandra Wawer wird traurig sein, wenn der Abschnitt in Hannover am 13. Januar endet: „Dann sehe ich die Künstler nicht mehr so oft.“ Ein Grund mehr, ihnen bis dahin noch ganz viel zu zeigen und Zeit zusammen zu verbringen.

„Sông Trang“ läuft bis zum 13. Januar in der Orangerie in Herrenhausen. Karten (36 bis 45 Euro) gibt es in den NP-Ticket-Shops.

Von Mirjana Cvjetkovic

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