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Leben in Hannover Maurizio Manoli: „Mache diesen Job mit Leidenschaft“
Menschen Leben in Hannover Maurizio Manoli: „Mache diesen Job mit Leidenschaft“
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09:00 04.12.2019
Amici Miei: Chef Maurizio Manoli Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Maurizio Manoli ist seit über 30 Jahren in der Gastronomie. Im „Amici Miei“ serviert er manchmal sogar eigene Kräuter.

Warum sind sie Wirt?

Ehrlich gesagt war es ein Experiment. Ich habe nach meiner Ausbildung ein Bistro eröffnet und mache seitdem diesen Job mit Leidenschaft. Frei nach dem Motto: Wer nichts wird, wird Wirt (lacht).

Wo haben Sie zuletzt richtig gut gegessen?

Ich esse sehr gern deutsches Essen und da ist meine Schwiegermutter Ilona immer meine erste Adresse. Mein Lieblingsgericht sind gefüllte Rinderrouladen mit selbst gemachten Knödeln und Rotkohl. Sie kocht einfach fantastisch und ich kann mich danach meistens nicht mehr bewegen.

Und wo essen Sie am liebsten in und um Hannover?

In der Region im „El Torero“ in Harenberg. Da kann man in familiärer Atmosphäre sehr gut Tapas essen. Außerdem bin ich gern im „Meteora“ an der Hamburger Allee.

Was ist ihr Lieblingsgericht aus Mamas Küche?

Auberginen à la Siciliana. Das ist eine Auberginenlasagne, die aus mehreren Schichten besteht. Jede Lage wird mit einer leicht pikanten Tomatensoße mit Parmesankäse, sowie reichlich Basilikumblättern bedeckt. Dazu wird geröstetes Weißbrot gereicht. Ein weiteres Gericht, das zu dieser Jahreszeit passt, sind gefüllte Artischocken mit Semmelbrösel, Minze und gewürfelter Salami.

Was würden Sie nie essen?

Ich esse grundsätzlich keine Gerichte mit Insekten oder Maden. Vor einigen Jahren wurden mir sogenannte „1000-jährige Eier“ angeboten, das ist eine Delikatesse aus China. Das sind konservierte Enteneier, die drei Jahre gereift sind. Die würde ich auch nicht essen.

Welche drei Eigenschaften braucht ein guter Wirt?

Er muss seinen Beruf mit Leidenschaft ausüben und kommunikationsstark sein. Er muss die Flexibilität haben, sich an unterschiedliche Leute anzupassen, ihnen schon beim Empfang den Wunsch aus den Augen lesen. Außerdem muss er in der Lage sein, konkrete Anweisungen geben zu können.

Gastronomie stresst, wie schaffen Sie den Ausgleich?

Im Sommer bin ich tagsüber zu Hause bei mir im Garten und pflege meine Kräuterbeete. Im Winter bin ich oft in der Sauna. Außerdem genieße ich jede freie Minute mit meiner Familie.

Wie beschreiben Sie den perfekten Gast?

In der Gastronomie trifft man auf sehr unterschiedliche Menschen, darum geht es mir in erster Linie darum, dass man sich mit Respekt begegnet. Der perfekte Gast und der perfekte Gastronom ist eine Symbiose, die sich entwickeln muss.

Was ist die Gastro-Todsünde?

Respektlosigkeit zwischen Gast und Gastronom. Und nicht flexibel zu sein.

Welche fünf Lebensmittel würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Spaghetti, Tomaten, Parmesankäse, Olivenöl und Knoblauch. Salz und Pfeffer hat man ohnehin immer in der Hosentasche (lacht).

Von Stella-Sophie Wojtzak

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