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Leben in Hannover In Jens Krause steckt der ewige Kobold
Menschen Leben in Hannover In Jens Krause steckt der ewige Kobold
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22:25 14.08.2012
SCHÖN SCHRILL: Jens Krause braucht eineinhalb Stunden vor der Vorstellung, um in die Rolle des Puck zu schlüpfen. Quelle: Natalie Becker
Hannover

„Schabernack der Nacht, das ist euer Puck“ - mit diesen Liedzeilen stürmt Puck die Bühne des Gartentheaters in Herrenhausen. Gespielt wird er von Jens Krause (50). Er ist der Ur-Puck des Musicals „Ein Sommernachtstraum“. Schon 2003 bei der Erstaufführung des Stücks gab Krause den übermütigen Shakespeare-Elfen. Zwischendurch übernahm Felix Martin zwei Jahre lang die Rolle.

Der Puck, den Krause spielt, ist hektisch und süß, wirr und sehr bunt. „Quirlig und manchmal auch ein bisschen feminisiert“, beschreibt er ihn selbst. Das Glitzeroutfit sieht zunächst nach einem Kinderstück aus - die erotischen und teilweise auch homoerotischen Anspielungen sind es nicht. Auf die Frage, ob es schwierig sei, nach der Aufführung aus der Rolle hinauszukommen, antwortet Krause: „Raus ist kein Problem, das geht schnell, aber um hineinzukommen, da brauche ich schon eher Zeit.“

Während der Pause des Stücks isst Krause einen Salat mit Hirse. Einen Schluck Bier gönnt er sich auch. Die Atmosphäre hinter der Bühne sei super, alle Beteiligten verständen sich wirklich gut. Oft würden sie vor den Vorstellungen gemeinsam grillen. „Für mich gibt es dann Nackensteak oder Käsewürstchen“, erzählt Krause vollständig kostümiert. „Heute hat unsere Maskenbildnerin einen Quark mit Früchten mitgebracht - ist sie nicht reizend!“, setzt er nach.

Wenn Krause in seinem Kostüm steckt, geht auch mal der Puck mit ihm durch. „Diese leicht ironische Art steckt in Puck und in mir“, erklärt er, „das versuche ich mir ein bisschen abzugewöhnen.“ Er sei gerade 50 geworden, und da wäre es Zeit, etwas ruhiger zu sein. „Ich komme jetzt auch nicht mehr zu spät, früher war mehr zack, zack. Da hätte ich mich auch mal in 45 Minuten für die Rolle fertig gemacht - heute nehme ich mir schon eineinhalb Stunden Zeit und mache alles gemütlich.“

Seit fünf Jahren gehört der gebürtige Berliner zum Ensemble des Theaters für Niedersachsen in Hildesheim. „Dort spiele ich Rollen, die ganz konträr zum Puck sind. Mit dem Alter kommen auch die ernsteren Rollen“, sagt Krause, „ich freue mich, dass ich eine ganze Bandbreite gleichzeitig abdecken kann. Hier der Puck, dort Don Quichotte.“

In Hildesheim wohnt Krause in einer Dachgeschosswohnung nahe dem Theater. Das soll auch so bleiben: „Ob ich nun in Hannover oder in Hildesheim wohne ... Hannover ist ja nun auch keine Weltstadt. Die Menschen sind in beiden Städten gleichermaßen zurückhaltend.“ Nur nicht mit dem Applaus für ihren Lieblingspuck!

Er ist selbst Skater. Und Regisseur: Marten Persiel. Ab morgen läuft der erste Film des Hannoveraners im Apollo-Kino.

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