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Leben in Hannover Holger Seyb: „Ich liebe Spareribs, stehe aber auch auf feine Küche“
Menschen Leben in Hannover Holger Seyb: „Ich liebe Spareribs, stehe aber auch auf feine Küche“
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13:59 05.06.2019
Holger Seyb Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Hier beantwortet Holger Seyb den kultigen NP-Fragebogen:

Warum sind Sie Wirt geworden?

Ich fand Gastro immer scheiße (lacht). Und habe gedacht, wie dämlich muss man sein, sich das anzutun. Aber dann hat ein guter Freund von mir gefragt, ob ich ihm in der Gastronomie helfen kann, das war in Göttingen. Da musste ich feststellen: Wow, das macht Spaß. Ich habe einen Businessplan geschrieben und mich selbstständig gemacht. Denn es ist genau das, was ich machen will: Eine bodenständige Arbeit, außerdem habe ich ein bezauberndes Klientel hier. Ich bin eigentlich studierter Physiker, habe vorher im Vertrieb und im Management gearbeitet.

Wo gehen Sie gerne in Hannover essen?

Ins „Piccoli’s Roadhouse“, um Spareribs zu essen und eine Runde Billard zu spielen. Ich bin ein großer Spareribs-Fan, stehe aber auch auf die feine Küche. Da gehe ich schon regelmäßig in die „Ole Deele“ in Burgwedel. Und es gibt diesen sehr guten Italiener in der Goethestraße, im „Roma“ ist das Essen ist einfach pur. Ich bin auch ein sehr großer Fan von richtig guter Hausmannskost.

Ihr Lieblingsgericht aus Mamas Küche?

Meine Mutter kann gar nicht kochen. Aber meine Großmutter – von ihr habe ich es auch gelernt. Forelle blau, ganz klassisch mit Salzkartoffeln und einer Zitronen-Senf-Soße, das ist mein Lieblingsgericht von ihr.

Gibt es etwas, das Sie niemals essen würden?

Ich habe, glaube ich, schon so ziemlich alles gegessen, was man essen kann. Alleine, weil ich eine Zeit lang in Asien gelebt habe. Kuddeln und Innereien finde ich allerdings ekelig.

Welche drei Eigenschaften braucht ein guter Wirt?

Er braucht ein gutes Zeitmanagement. Ein Gefühl für den Zeitgeist, um sich auch weiterzuentwickeln. Und ein Ohr für die Mitarbeiter und die Kunden. Man muss wissen, was sie wollen, aber auch, was ihre Sorgen sind. Viele Gäste bleiben hier wirklich lange sitzen, da gehört es dazu, dass man mal zuhört und sich auch merkt, was sie erzählen.

Gastronomie stresst – wie schaffen Sie Ausgleich zum Job?

Ich lese wie ein Weltmeister, pro Woche mindestens ein Buch – und das schon seit ich elf Jahre alt bin. Außerdem spiele ich Gitarre, Musik hat mich immer begleitet. Und ein bisschen Sport muss auch sein, sonst hält man das einfach nicht aus.

Wie beschreiben Sie den perfekten Gast?

Das ist relativ einfach: Der perfekte Gast vergisst bei mir im Lokal die Zeit.

Was ist die Todsünde in der Gastronomie?

Kunden belügen. Nichts ist schlimmer, als seine Kunden für dumm zu verkaufen.

Welche fünf Lebensmittel würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?

Brot, Butter, Käse, Kaffee. Das war es schon, davon lebe ich tatsächlich auch. Ich bin ein totaler Kaffeejunkie.

Von Eva-Maria Weiss

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