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Leben in Hannover Hannover: 95.000 Euro für Angelköder „iCapio“
Menschen Leben in Hannover Hannover: 95.000 Euro für Angelköder „iCapio“
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22:15 17.09.2019
Dr. Christopher Rupp aus Gehrden präsentiert mit „iCapio" duftende Angelköder in der „Höhle der Löwen“. Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer
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Hannover

Fische können besser riechen als sehen: Das war das Ergebnis von Christopher Rupps (40) Recherche vor zehn Jahren nach einem erfolglosen Angel-Urlaub.Der promovierte Pharmazeut aus Gehrden hat daraufhin „iCapio“ entwickelt – kleine Kapseln, in denen Duftstoffe und echter Fisch so verarbeitet sind, dass sie Raubfische zum Biss überreden können. Zugebissen haben auch drei der „Höhle der Löwen“-Investoren in der Vox-Show.

Vielleicht hat ja die „Hannover-Connection“ geholfen: Carsten Maschmeyer (60) fackelte nicht lange – und biss an. „Ich fahre auf echte Erfindungen ab. Und auf tolle Gründertypen“, sagte der millionenschwere Investor, der 95.000 Euro zahlt und dafür 20 Prozent Firmenanteile übernimmt.

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Rupp: „Darauf hat die Angelwelt gewartet“

Rupp hatte seinen innovativen Köder auch gut verkauft: „Darauf hat die Angelwelt gewartet“, sagte er selbstbewusst über iCapio und verwies auf den US-Markt, den er gerne erobern würde. „Da gibt es 60 Millionen Angler.“

Das überzeugte auch Ralf Dümmel (52), der Rupp Unterstützung mit seinem Handelsnetz versprach – „bevor die Konkurrenten kommen“. Auch Medienunternehmer Georg Kofler (62) hatte Interesse – „für die USA ist ihr Produkt ein tolles Thema“, bestätigte er. Nur Dagmar Wöhrl (65) und Neu-Löwe Nils Glagau (43, „Ich hab noch nie geangelt und werde auch nie angeln“) konnten mit dem Thema nichts anfangen.

Maschmeyer freute sich über den Zuschlag, den Rupp ihm nach einem Telefonat mit seiner Frau, erteilte. „Auf die Fische, fertig, los“, rief er. Und versprach dem 40-Jährigen, dass man sich öfter in Hannover sehen werde.

„Happige“ Forderung: „Stickerstars“ gehen leer aus

Ein anderes Projekt mit Wurzeln in Hannover ging leider leer aus: Fabian Bönsch (28) aus Ingeln-Oesselse stellte mit zwei Kollegen „Stickerstars“ vor. Bereits für 500 Sportvereine hat die Firma Sammelalben undKlebebilder hergestellt, die in lokalen Supermärkten verkauft werden – zum Beispiel in Pattensen! 5,9 Millionen Umsatz erwirtschaftete die Firma damit in fünf Jahren.

Gehen leer aus: Mirko Lauterbach, Michael Janek und Fabian Bönsch präsentieren „Stickerstars“. Quelle: VOX

Das Thema machte die Investoren an, „ihr seid Top-Kandidaten“, fand Ralf Dümmel. Das Trio bekam viel Lob für das Konzept. Aber auch jede Menge Kritik, weil sie 800.000 Euro für gerade mal zehn Prozent Firmenanteil kassieren wollten.

Die Summe sei „obere Kante“ des Investitionsvolumens der Sendung, meckerte Kofler. Er bezweifelte, dass die Firma acht Millionen wert sei – „da fühle ich mich über den Tisch gezogen“. Auch Glagau fand die Forderung „happig“. Bei den „Stickerstars“ blieb keiner der Investoren kleben. „Wir glauben an diese hohe Bewertung unserer Firma“, sagte Bönsch im Anschluss fast trotzig.

Von Andrea Tratner