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Leben in Hannover „Höhle der Löwen“: Hannoveraner stellt Angelköder „iCapio“ vor
Menschen Leben in Hannover „Höhle der Löwen“: Hannoveraner stellt Angelköder „iCapio“ vor
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16:16 15.09.2019
Fischt nach Investoren: Christopher Rupp aus Hannover präsentiert bei „Die Höhle der Löwen“ seine duftenden Angel-Köder „iCapio“. Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Hannover

Die Idee kam ihm im Angel-Urlaub an der Ostsee. Christopher Rupp (40) stand am Ufer – und hatte kein Glück. Kein Fisch wollte anbeißen. „Also habe ich darüber nachgegrübelt, woran das liegen könnte.“ Sein Blick fiel aufs Wasser. „Es war sehr trüb, ich konnte meinen eigenen Köder knapp unter der Oberfläche selber nicht mehr sehen.“ Fast alle Raubfischköder zum Angeln seien darauf ausgelegt gut auszusehen. Aber: „Fische können besser riechen als gucken“, hatte Rupp recherchiert.

Fische sind kurzsichtig, sie können maximal ein oder zwei Meter entfernt einen Köder scharf sehen – bei klarem Wasser!“ Der Geruchs- und Geschmackssinn der meisten Fische hingegen ist ausgeprägt – bei der Forelle ist er eine Million mal feiner als beim Menschen.

Rupp nutzt Fachwissen für Angelköder „iCapio

Ihn machte sich der promovierte Pharmazeut für seine Erfindung zunutze. Und sein Fachwissen: „Bei Tabletten in der Medizin geht es ja auch darum, dass Wirkstoffe gezielt und in einem bestimmten Zeitablauf an den Körper abgegeben werden – an diesen Mechanismen arbeite und forsche ich seit Jahren.“

Der Clou seiner Erfindung: Eine kleine Kapsel wird knapp über Haken und Köder festgezurrt, sie sondert über ein langsam wasserlösliches Gel natürliche Duftstoffe und Bestandteile echter Fische ab. Und zwar – je nach Angeltechnik und Strömungsgeschwindigkeit – bis zu zwei Stunden lang. iCapio“ hat der Gehrdener sein Produkt genannt. Ein Versprechen an alle Angler: Das lateinische Wort „capere“ bedeutet fangen – capio, also „Ich fange“, ist das Motto, mit dem Rupp auch in der „Höhle der Löwen“ die Investoren an die Angel bekommen will.

Dieses Video von „iCapio“ zeigt „Barsche im Fressrausch“:

Die Sendung guckt Rupp schon jahrelang privat („Ich interessiere mich für innovative Produkte“), Freunde motivierten ihn dazu, sich zu bewerben. Denn Rupp, der seine Kapseln („Die Zahlen sind gut“) bisher vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz vertreibt, hofft auf Verstärkung in Sachen Marketing und Vertrieb, sucht einen Mentor, der 95.000 Euro für 20 Prozent der Firma bietet. „Ich investiere dann in neue Produkte. Würde es aber auch gerne mal auf dem US-Markt probieren. Da angeln 60 Millionen Menschen – die Amerikaner sind ein angelverrücktes Volk.“

Sein Opa erzählt von „Angel-Abenteuern“

Ähnlich leidenschaftlich ist Rupp. Schon als Knirps war er neidisch auf einen älteren Cousin, der den Opa zum Angeln begleiten durfte. „Die haben immer von ihren Abenteuern erzählt, Opa hat auch selber Köder gebaut“, erinnert er sich. Mit Autowaschen besserte er als Achtjähriger sein Taschengeld auf, um Angelzeug und Köder kaufen zu können. Fischart und Größe waren ihm damals egal: „Hauptsache es zappelt – und schwimmt danach wieder.“

Erfolgreich: Im Sommer 2019 hat Christopher Rupp in schwedischen Seen geangelt. Quelle: privat

Zwischendurch legte er das Hobby ad acta („In der Pubertät war Angeln nicht cool“). Heute ist es durch „iCapio“ fast ein Nebenberuf geworden, steht aber für den 40-Jährigen immer noch für die Mischung aus „Spieltrieb und Naturerlebnis“.

Der Wissenschaftler, der bei einem großen Pharmazieunternehmen in Hannover arbeitet, schätzt die Stunden am Wasser – seien es die Ricklinger Dreiecksteiche, die Leine oder die Kanäle. „Ich vergesse alles um mich herum, konzentriere mich auf die Ruhe.“

Rupps Ehrgeiz: „Natürlich will ich etwas fangen!“

Ehrgeiz ist natürlich auch mit dabei, wenn er die Angelrute auswirft. „Natürlich will ich etwas fangen! Mein dreijähriger Sohn isst nur noch Fisch, den ich nach Hause bringe.“ Außerdem sei es auch immer eine Art Duell, seiner Lieblingsbeute, dem Barsch, nachzustellen: „Wer hat die beste Strategie, um den Fisch zu überlisten?“

Beißt er an? Investor Ralf Dümmel nimmt die duftenden Angelköder von Christopher Rupp unter die Lupe. Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Mit welcher Strategie geht er am 17. September ab 20.15 Uhr in die Sendung? „Ich habe nicht nur die bisherigen Investitionen, sondern auch die Hobbys aller Investoren überprüft“, erzählt Rupp freimütig. Leider wurde er bei  Start-up-Legende Frank Thelen (43), Beauty-Expertin Judith Williams (47), Hannovers Wirtschaftsgröße Carsten Maschmeyer (60), Medienunternehmer Georg Kofler (62), Handelsmogul Ralf Dümmel (52), Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl (65) und  Neu-„Löwe“ Nils Glagau (43) nicht fündig. „Keiner von denen angelt.“ Wir drücken die Daumen, dass trotzdem einer zubeißt!

Auch „Stickerstars“ sind in der Show am 17. September

Noch ein Projekt stellt sich in der „Höhle der Löwen“-Show am 17. September ab 20.15 Uhr vor. Mit einer Geschäftsidee, die funktioniert – nicht nur in Pattensen. Fabian Bönsch (28) aus Ingeln-Oesselse hat mit zwei Freunden in Berlin „Stickerstars“ gegründet. Sammelalben sind während Fußball-Welt- und Europameisterschaften der Hit – aber in Deutschland gibt es 90.000 Sportvereine. Handball, Fußball oder Eishockey. Spieler, Trainer, Betreuer oder Vorstandsmitglieder. „Bei uns wird jeder zum Star“, erklärt Bönsch.

„Stickerstars“ lässt die lokalen Protagonisten fotografieren, knüpft Kontakt zu einem lokalen Supermarktbetreiber, der die Kosten übernimmt – und dafür exklusiv die Aufklebertütchen und Sammelalben verkauft. Seit 2012 hat das Trio bereits 500 solche projekte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz realisiert.

Um weiter wachsen zu können hoffen Bönsch und seine Freunde auf 800.000 Euro von den Investoren, bieten im Gegenzug zehn Prozent Firmenanteile. In Pattensen ging im April die Rechnung mit 483 verschiedenen Bildern auf: „Die Schlange der Käufer reichte bis in den Laden“, berichtete Rewe-Filialchef Lutz Ahlers damals.

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