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Leben in Hannover LKA-Kommissar lässt im Pelikanviertel morden
Menschen Leben in Hannover LKA-Kommissar lässt im Pelikanviertel morden
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15:53 11.09.2019
Sein zweites Werk: Carsten Schütte liest aus „Der Pelikan“. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Manchmal stolpert er selbst noch darüber, dass er ja eigentlich Kriminalhauptkommissar ist und das Leben als Autor „ja eine ganz andere Situation ist als im Büro oder am Tatort.“ Mittlerweile hat sich Carsten Schütte (58) in sein Leben als Krimiautor ganz gut reingefuchst, das ist bei der zweiten Premierenlesung im historischen Tintenturm im Pelikanviertel zu spüren, der Mann ist selbstsicher.

Der Ort ist übrigens kein Zufall:„Der Pelikan“ (CW Niemeyer, 384 Seiten, 13 Euro) spielt unter anderem in dem Viertel, mit einer Brautentführung in „Harry’s New York Bar“ fängt alles an.

Carsten Schütte: „Der Pelikan“, CW Niemeyer, 13 Euro. Quelle: Verlag

180 Zuhörer zog Schütte bei seiner Lesung in den Bann, Vieles ist autobiografisch, so einige Protagonisten in dem doch deutlich blutigeren Krimi als im Erstlingswerk „Im Fokus“ fanden sich im Publikum wieder. Da saßen aber nicht nur Schüttes Kollegen aus dem Landeskriminalamt, er erntete querbeet von der Architektin bis zum Marktforscher Applaus, auch der ehemalige Zootrainer Detlef Busse (63) war mit von der Partie.

Kurzweilig sprang Schütte durch die Kapitel, fesselte die Gäste, wenn der Täter – der Pelikan – sich mal wieder eine junge Frau schnappte und auf brutale Weise tötete. Die Morde geschehen nicht nur in Hannover, es geht unter anderem auch nach Spikeroog und Kühlungsborn. Und nach der Lesung mit der Familie und Fans auf einen Drink in „Harry’s New York Bar“.

Von Mirjana Cvjetkovic