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Leben in Hannover Das sind die Trends bei Adventskalendern 2019
Menschen Leben in Hannover Das sind die Trends bei Adventskalendern 2019
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08:33 09.11.2019
Spannend: Anton (links) und Paul freuen sich auf die Experimente im „Woozle Goozle“-Kalender. Quelle: Wilde
Hannover

Es müssen nicht immer Süßigkeiten sein – das ist der große Trend bei Adventskalendern in dieser Saison. Der Markt bietet Überraschungen für Bienenfreunde, feierliche Sänger, für Tierfreunde und Vorleser. Die NP hat zehn Tipps für Sie!

Wir warten aufs Christkind: Seit dem 19. Jahrhundert gehören Adventskalender zum christlichen Brauchtum. Sie sollen die Vorfreude auf das kirchliche Fest steigern. Die ersten „Zählhilfen“ sind aus dem Jahr 1851 belegt, sie stammen aus protestantischen Familien. Häufig wurden nacheinander 24 Bilder an die Wand gehängt oder nach und nach Kreidestriche von einer Tür gewischt. 1902 veröffentlichte ein Buchhändler in Hamburg eine „Weihnachtsuhr“ für Kinder, ein Jahr später folgte ein Münchner Verleger mit 24 Bildern zum Ausschneiden und Einkleben. In den 20er Jahren kamen Kalender mit eher weltlichen Motiven auf, die sich hinter Türen versteckten. Der 1. Dezember als Starttag war eher willkürlich gewählt. Der erste Adventssonntag kann je nach Kalenderjahr zwischen 27. November und 3. Dezember liegen.

Für Tüftler

Der „Woozle Goozle“-Kalender. Quelle: Hersteller

Wissen mit Wumms! Unter diesem Motto sendet Super RTL seit inzwischen sechs Jahren die Wissenssendung „Woozle Goozle“. Namensgeber ist ein sympathisches, aber leicht trotteliges Beuteltier mit blauem Fell, das nach Herzenslust Maschinen baut (die gerne mal explodieren). An Woozles Seite steht Moderator Simón Albers.

In diesem Jahr muss Woozle Weihnachten retten. Denn in der Wunschzettelzentrale hat sich ein Fehler ins System geschlichen – viele Adressen von Kindern sind nur ein Wust von Buchstaben. Woozle, Simón und Rentier Rudi arbeiten sich in 24 Schritten vor, das Rätsel zu lösen – hinter den Türchen warten spannende Experimente und Aufgaben mit Karten, Codierscheiben, Quizfragen. In einem Büchlein kann man jeden Tag ein Kapitel der spannenden Weihnachtsgeschichte nachlesen.

19,99 Euro kostet der Kalender aus dem Ravensburger-Verlag bei Galerie Karstadt Kaufhof. Geeignet ist er für Kinder ab sechs Jahren.

Für kleine Rätselfreunde

Das Petronella-Apfelmus-Adventskalenderbuch. Quelle: Hersteller

So wird aus der Vorweihnachtszeit eine runde Sache: Kinderbuchheldin Petronella Apfelmus lädt in diesem abwechslungsreichen Adventskalenderbuch für Kinder ab acht Jahren zum Rätseln, Lesen, Backen und Kuscheln ein.

Sabine Städing und Sabine Büchner begleiten mit Texten und Bildern die kleine Hexe und ihren Freund, den Hirschkäfer Lucius, bei den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Neben fünf neuen Geschichten (für die man die Seiten aufschlitzen muss!), Rezepten und Infos über Weihnachtsbräuche gibt es aber auch Herausforderungen: Suchbilder, Labyrinthe, Runenalphabete und Nonogramme müssen gemeistert werden. Das Buch kostet zehn Euro bei Hugendubel.

Für Bienenretter

Der Bieneretter-Kalender. Quelle: Hersteller

Dieser Adventskalender ist nachhaltig: Thomas Stoltes Passion ist es, alte Saaten zu erhalten. In seinem biozertifizierten Handel „Saat & Gut“ in Gehrden bietet er für 33 Euro hinter den Türchen Saatgut für Blumen, Gemüse und Kräuter.

Auch die Bienen liegen ihm am Herzen: Im „Bienenretter“-Kalender (Foto, 37 Euro) verstecken sich unter anderem Honigbonbons, Bienenwachs-Teelichter, kleine Honigtöpfchen – und natürlich Saatgut, das im nächsten Frühjahr und Sommer den fleißigen Sammlerinnen Freunde macht.

Für Lokalpatrioten

Der Hannover-Kalender. Quelle: Hersteller

Wo schwingt Massenmörder Fritz Haarmann dieses Jahr sein Hackebeil? Der Hannover-Kalender ist stets ein Wimmelbild: Fußballhelden wie Carsten Linke und Gerald Asamoah sind 2019 dabei, die Tiger-Drillinge aus dem Zoo, Max und Moritz, die Universalgenie Leibniz einen gefährlichen Streich spielen.

Optimistisch: Der Maschsee wird als zugefrorenen Eisfläche gezeigt. Den Schoko-Kalender für 4,20 Euro (20 Cent gehen an ein Obdachlosen-Projekt der Diakonie) gibt es im Buchhandel, Rewe-Märkten und in der Tourist-Information am Ernst-August-Platz.

Für Eiersammler

Der „Hatchimals“-Kalender. Quelle: Hersteller

Es gibt Dinge, die müssen Eltern nicht unbedingt verstehen: „Hatchimals“ sind derzeit der Hit im Kinderzimmer. Aus den großen Überraschungseiern „schlüpfen“ bei liebevoller Pflege (Sensoren registrieren das!) kleine Plüschwesen, die fünf Wachstumsphasen durchlaufen.

Der Adventskalender, der fast besser zum Osterfest passen würde, liefert aber nur Heiligabend ein großes Ei, sonst vor allem die nur vier Zentimeter hohen „CollEGGtibles“-Sammelfigürchen, Nester, Stickerbögen, niedliche Accessoires. Galeria Karstadt Kaufhof verkauft den Kalender für 29,99 Euro.

Für Bonus-Türöffner

Der „Kidz“-Adventskalender. Quelle: Hersteller

Heiligabend ist Schluss? Nicht beim „Happy Kidz“-Kalender, den Michael Rohrdrommel aus Hameln auf den Markt gebracht hat. Das 25. Türchen wird nämlich am Neujahrsmorgen geöffnet! Im Kalender stecken Glückskekse mit Schokogeschmack – und Wissen, Motivationssprüche oder Witze auf den Zetteln im Inneren.

Den „Kidz“-Adventskalender mit Bonus-Türchen gibt es für 19,95 Euro online (happyworld.de) oder bei Edeka in Wennigsen, Gehrden und Ronnenberg, die Erwachsenen-Version auch bei Sam Nok und in Madsack-Geschäftsstellen (zum Beispiel Lange Laube 10). Fünf Euro gehen an die HAZ-Weihnachtshilfe.

Für kleine Tierfreunde

Der „Farm-World“-Adventskalender. Quelle: Hersteller

Pädagogisch wertvoll – diesen Stempel haben die realistischen Kunststoff-Figuren der Firma Schleich auf jeden Fall verdient! Im Adventskalender „Farm World“ versammeln sich Fohlen, Kaninchen, Mini-Schwein, Kälbchen, Esel und eine Katze.

Für 29,99 Euro (bei Galerie Karstadt Kaufhof) hat man am 24. Dezember einen Bauernhof samt liebevoll gestalteter Utensilien beisammen. Es gibt auch Kalender der Traditionsfirma, die einen Reiterhof oder eine Dino-Landschaft gestalten.

Für Sänger

Der musikalische Adventskalender. Quelle: Hersteller

Wer kennt nicht die peinliche Stille, wenn an Heiligabend niemanden in der Familie die zweite Strophe von „O, Tannebaum“ einfällt? Dieses Jahr startet das musikalische Trainingslager am 1. Dezember.

Das Kalenderbuch „Übermorgen kommt der Weihnachtsmann“ (Carlsen, 64 Seiten, 20 Euro) liefert Noten, Texte und sogar eine Karaoke-CD für 24 Festtagsklassiker von „Es ist ein Ros entsprungen“ bis zu „Eine Muh, eine Mäh“. Echtes Augenfutter sind auch die Wimmelbild-Illustrationen von Franziska Biermann, die die Weihnachtsvorbereitungen im Wald begleiten.

Für Zauberer

Der „Magic“-Adventskalender. Quelle: Hersteller

Plätzchen, Christkindlmarkt, Tannenduft und natürlich Vorfreude – die Magie der Vorweihnachtszeit muss man nicht extra beschwören. Kann man aber! „Magic“ vom Kosmos-Verlag ist ein zauberhafter Adventskalender. 24 Tricks stecken in der Kiste.

Wer jeden Tag mit Karten, Würfeln und den anderen Utensilien fleißig übt, kann Heiligabend eine kleine Show auf die Beine stellen und die Familie aus dem traditionellen Koma nach dem Festschmaus aufwecken. Bei Kaufhof kostet „Magic“ 26,99 Euro, der Kalender ist geeignet für Kinder ab acht Jahre.

Für Vorleser

Der Krimi-Adventskalender. Quelle: Hersteller

In vielen Familien ist diese Buchreihe eine Tradition: Jedes Jahr schreibt Kinderbuchautor Jo Pestum einen Adventskrimi in 24 Kapiteln – die perforierten Seiten muss man Tag für Tag mit einem scharfen Gegenstand aufschlitzen, „Spuk in der Weihnachtswerkstatt“ (Arena, 200 Seiten, 9,99 Euro) gibt es zum Beispiel bei Hugendubel.

Die Hobbydetektive Leon und Phil lernen kurz vor Weihnachten Sophie und ihren Hund Irina kennen. Sophie wohnt in einem alten, umgebauten Schulhaus – doch irgendetwas geht dort nicht mit rechten Dingen zu. Spukt es dort etwa? Das Trio geht auf Gespensterjagd.

Das Buch ist zum Selberlesen ab zehn Jahren geeignet. Wird die Geschichte von den Eltern vorgelesen, können auch jüngere Kinder Spaß daran haben.

Von Andrea Tratner

Er ist ein Tüftler und Motivator: Uwe Groth (62) vom Verband deutscher Ingenieure hat eine Mission. Er will Kinder und Jugendliche für Technik begeistern, sein Projekt „Jet“ ist auf Höhenflug.

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