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Leben in Hannover Christoph Gabriel führt seit Januar das „LaSall“
Menschen Leben in Hannover Christoph Gabriel führt seit Januar das „LaSall“
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16:41 09.04.2019
Christopher Gabriel im „LaSall“. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Der Übergang war fließend: Nur drei Tage blieb das „LaSall“ im Januar geschlossen, dann war der Wandel vollzogen. Christoph Gabriel (27) wusste, dass man die Südstädter nicht verschrecken darf. Das war auch nicht in seinem Sinn. „Ich will Werte erhalten. Das Lokal ist seit 30 Jahren unter diesem Namen eine Institution.“ Und er verspricht: „Ich bin gekommen, um zu bleiben.“

Denn das Traditionslokal hat in den vergangenen Jahren einige Male Besitzer und Ausrichtung gewechselt. Lange führte Gosch-Chef Peter Schöftner (55) Regie, 2014 übernahm ein Geschwisterpaar aus der Markthalle, vor drei Jahren wurde es das „Schönwalds LaSall“.

Lokale Akzente gesetzt

Der Tresen aus dunklem Holz ist geblieben, größere Eingriffe hat der neue Chef nur bei der Karte mit lokalen Akzenten und den Öffnungszeiten gesetzt. Betrieb ist wieder bis 22 Uhr, am Wochenende auch länger. Statt Krombacher wird Gilde ausgeschenkt („Dieses Bier steht für die Südstadt!“), statt Tchibo kommt Machwitz-Kaffee in die Tassen, Wurst liefert die Schlachterei Gramann, auf der Frühstückskarte tauchen Namen wie „Marie“ und „Schorse“ auf. Die neue Karte ist übersichtlich. „Aber so können wir Frische garantieren“, betont Gabriel.

Und er weiß, wovon er spricht, seine Ausbildung zum Koch hat er im Fünf-Sterne-Hotel Luisenhof absolviert. „Es ist wichtig, durch eine harte Schule zu gehen, wenn man etwas auf die Beine stellen will“, sagt er und lacht. „Das Wort Küchenbrigade kommt ja nicht von ungefähr.“

Das „LaSall“ hat jetzt auch wieder abends geöffnet. Quelle: Moers

Im „LaSall“ will er aber ohne Kommando-Ton auskommen – das hat er bei anderen Berufsstationen gelernt. Der 27-Jährige, der nach der Lehre per Fernstudium einen Abschluss im Hotelmanagement geschafft hat, war ein Jahr lang in einem Robinson-Club in Marokko angestellt. „Die Menschen dort haben eine herzliche Art, der raue Küchenton funktioniert da überhaupt nicht. Man braucht Geduld. Und muss lernen, Kritik durch die Blume zu vermitteln. Das hilft mir heute weiter.“ Im „LaSall“ will er keine klassische Hierarchie wie im Hotel, sondern „90 Prozent auf Augenhöhe“ mit den Kollegen arbeiten.

„Es hat gleich gefunkt“

Wie kam es dazu, dass sich der Jungspund und das Traditionslokal fanden? „Nach dem Studium hab’ ich in Mainz in einer Firma für Hotelberatung gearbeitet. Da habe ich die Seite der Finanzen und Investoren kennengelernt.“ Zahlen und Excel-Tabellen schrecken den Gastronom nicht, der in Hemmingen aufwuchs. „Ich tüftele gerne rum. Auf einen reinen Bürojob hatte ich aber auch keine Lust. Wenn einem Gastro gefällt, dann kommt man nicht mehr davon los.“ Logische Konsequenz: „Ein eigener Laden.“ Den hat er sechs Monate gesucht. Und stieß mit dem „LaSall“ auf eine alte Bekannte. „Nach dem Abi habe ich bei Gosch gejobbt.“ Zu SchöftnersLaSall“-Zeiten sei er einige Male mit Lieferungen in die Südstadt geschickt worden. „Es hat gleich gefunkt“, sagt er über den Besichtigungstermin für das Lokal, das einen neuen Betreiber suchte.

Der steht selber auch noch viel in der Küche im Untergeschoss. Und zwar aus Überzeugung: „Die Küche ist die Basis, das Herz eines Unternehmens“, findet er. Und serviert Stullen mit Roastbeef oder Avocado-Tatar, Currywurst mit hausgemachter fruchtiger Tunke, Ofenkartoffel, Schnitzel und wechselnden Mittagstisch von Pasta bis Thai-Curry. „Neulich habe ich eine Quiche gebacken und auf den Tresen gestellt – nach 30 Minuten war sie weg“, freut sich Gabriel. Das klingt fast, als hätte er das Herz der Südstädter schon erobert.

Was machen die Schönwalds?

Klingt nach einem Luxusproblem: „Wir hatten glücklicherweise einfach zu viel Arbeit“, erklärt Stefanie Schönwald (39) den Rückzug aus dem „LaSall“, das sie zusammen mit Nicole Schack (43) drei Jahre lang betrieben hatte. „Wir machen viele Caterings“, das koste Zeit und Kraft.

Schon 2017 hatten sie das Café Schönwalds in der Oststadt aufgegeben, Ende 2018 dann die Entscheidung, sich „auf ein Lokal zu konzentrieren. Es geht auch darum, unseren hohen Qualitätsanspruch durchzusetzen.“ Das tut Stefanie Schönwald weiterhin im Landesmuseum. Und hat dort zum Beispiel das Frühstücksangebot ausgebaut – mit Smoothies, Pancakes und Porridge.

Von Andrea Tratner

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