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Menschen Er möchte Hannover zur City of Eurovision machen
Menschen Er möchte Hannover zur City of Eurovision machen
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06:00 06.05.2019
Er lädt ein zur Unescon, Hannovers neuem Eurovisionsfestival: Irving Wolther. In den Georgen Terrassen gibt’s am 28. Juni eine Welcome Lounge, gefolgt von einer Gala am 29. Juni im Pavillon. Zum Abschluss am 30. Juni laufen die Teilnehmer, die möchten, mit beim Schützenausmarsch und feiern dann beim Abschlusskonzert in der Volkshochschule. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Sie planen die Unescon. Ist das nicht ein bisschen dick aufgetragen? Der Name erinnert an die Uno, dabei geht’s doch um den Eurovision Song Contest.

Das klingt groß, das stimmt. Aber ich finde dennoch, dass der Begriff wunderbar passt. Hannover ist doch eine Unesco City of Music. Nur können leider wenige etwas mit dem Begriff anfangen. Darum kam ich auf den Namen Unescon: Das soll mit „Unesco“ auf die Unesco City of Musik hinweisen, mit „esc“ auf den Eurovision Song Contest und mit „con“ auf die Convention, also die Zusammenkunft.

Und wie soll die ablaufen?

Das Ganze ist ein dreitägiges Festival am Wochenende des Schützenausmarsches, an dem wir gemeinsam mit dem Exposeum teilnehmen. Aber am 28. Juni starten wir erst einmal mit einer Welcome-Lounge in den Georgenterrassen.

Das ist die neue Gastronomie auf dem Gelände des Hockey Clubs Hannover in der Nähe des Wilhelm-Busch-Museums, oder?

Genau, wunderschön gelegen. Dort werden wir unter anderem Eurovisionsbingo anbieten. Ein Pianist spielt Eurovisionstitel, und wer sie am schnellsten errät, gewinnt etwas.

Klingt, als müsste ich Fan sein, um das zu mögen.

Das ist für jeden etwas, der den Eurovision Song Contest mag, aber auch für alle, die sich für Musik interessieren und Hannover kennenlernen möchten. Hannover Tourismus bietet zur Unescon Übernachtungspakete an. Da lässt sich die Veranstaltung inklusive Hotelzimmer und Stadtrundfahrt buchen. Höhepunkt ist unsere große Gala am Sonnabend im Pavillon mit vielen Eurovisionsstars, die live gemeinsam mit dem Treppenhaus-Orchester auftreten werden.

Wer denn?

Zum Beispiel Chiara Siracusa, die 2005 für Malta den zweiten sowie 1998 den dritten Platz belegte, Claes-Göran Hederström, der 1968 den fünften Platz für Schweden holte oder Elina Nechayeva, die vergangenes Jahr für Estland den achten Platz schaffte. Sie wird sogar ein Lied singen, das seit 60 Jahren nicht mehr aufgeführt worden ist.

Nanu?

Darauf freue ich mich sehr. Die Österreicherin Eleonore Schwarz war 1962 mit „Nur in der Wiener Luft“ beim damaligen Grand Prix Eurovision de la Chanson angetreten. Sie war – wie Nechayeva – ebenfalls Koloratursopranistin und erhoffte sich von ihrer Teilnahme eine große Karriere. Beim Grand Prix wurde sie dann aber mit null Punkten Letzte. Später hat sich ihre Spur verloren, darum werden wir die Aktion starten: „Findet Eleonore!“

Sie sind wirklich Eurovisionsliebhaber, oder?

Schon immer (lacht)! Das hat in meiner Kindheit angefangen, dann habe ich 2006 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien über den Eurovision Song Contest promoviert. Und ich kommentiere den Wettbewerb als „Dr. Eurovision“ unter anderem für den NDR.

Verwirklichen Sie sich mit der Unescon denn nun einen Traum?

Nein, den Traum habe ich mir vor drei Jahren verwirklicht, als „Die ganze Welt des Song Contests“ erschien, mein Buch zum Wettbewerb. Mit der Unescon möchte ich meiner Heimatstadt etwas zurückgeben. Ich möchte auf die City of Music aufmerksam machen und das über die City of Eurovision: Denn Hannover hat unzählige Verknüpfungspunkte mit dem Song Contest.

Welche?

Da ist natürlich Lena Meyer-Landrut, die 2010 den Contest in Oslo gewonnen und 2011 in Düsseldorf mit einem achtbaren zehnten Platz verteidigt hat. Dann ist da Wyn Hoop, der zwar heute in Hamburg lebt, aber aus Vahrenwald stammt und 1960 den vierten Platz in London belegte. Da ist Jamie Lee Kriewitz, die 2016 in Stockholm leider Letzte wurde, und dieses Jahr tritt Carlotta Truman in Tel Aviv für Deutschland an.

Wie schätzen Sie deren Chancen ein?

Ich war neulich bei „Eurovision in Concert“ in Amsterdam. Auf der Veranstaltung sind 28 der aktuellen Künstler aufgetreten. Auch Carlotta mit ihrer Duett-Partnerin Laura Kästel. Mir fehlte in ihrem Auftritt noch ein wenig die Vertrautheit, die ein gutes Duo ausmacht, bisher sind sie mir noch zu sehr zwei Einzelkünstler. Was aber kein Wunder ist, die beiden singen ja erst seit knapp drei Monaten miteinander. Wenn die zwei sich aber noch finden, haben sie durchaus die eine Chance, sich in den Top Ten zu platzieren. Das fanden auch einige internationale Fans in Amsterdam.

Tritt Carlotta auch bei der Unescon auf?

Das hoffe ich sehr! Die Verhandlungen darüber laufen noch.

Weitere Infos:

unescon.de

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