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Boulevard Matthias Reim: Mit dem Alter kommt die Gelassenheit
Menschen Boulevard Matthias Reim: Mit dem Alter kommt die Gelassenheit
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11:49 29.08.2018
Matthias Reim Quelle: dpa
Dresden

Für Matthias Reim ist die Rockerrente noch lange nicht in Sicht. „Ich liebe diesen Job und möchte ihn noch 20 Jahre machen“, sagte der 60-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Dabei wolle er sich jedes Jahr musikalisch ein bisschen neu erfinden, aber zu 75-Prozent der Alte bleiben. Man müsse daran denken, was die Leute hören wollten und zugleich jedes Mal etwas Neues ins Programm bringen. „Das ist die Herausforderung. Das hält mich jung und lebendig und lässt meinen Kopf weiterarbeiten.“

Reim („Verdammt, ich lieb' dich“) sieht einen Vorteil, dass nicht alle seine Tourneen von vornherein ausverkauft sind. „Ich muss dafür etwas tun, die Leute im Konzert so überzeugen, dass sie im Jahr darauf wiederkommen wollen.“ Druck verspürt der Sänger nach eigenem Bekunden dabei aber nicht: „Mit dem Alter kommt die Gelassenheit, weil der Druck nicht mehr da ist. Auch Leute wie Udo Jürgens oder Leonard Cohen mussten keinem Trend mehr hinterherlaufen und keinen Hit mehr landen. Sie mussten nur noch gute Musik machen.“

„Im Alter kommt die Musik mehr aus dem Herzen. Da geht es nicht mehr um Chartplatzierungen oder Geld“, sagte Reim. Er habe gelernt, auch aus einem Scheitern Kraft zu ziehen: „Ich kenne keinen der ganz großen Künstler, die zwischendrin nicht auch mal gescheitert sind, mit einzelnen Projekten oder was auch immer. Das Leben hat es in sich. Man kann auch noch mit 50 etwas musikalisch gegen die Wand fahren oder in einer Sackgasse landen. Dann muss man das Auto wenden und an der nächsten Kreuzung neu entscheiden.“

Reim beschreibt die Musik als Lebenselixier. Ohne den Spaß würde er das alles nicht machen: „Man kommt irgendwann an den Punkt wo man sich fragt, ich habe doch mein Auskommen, muss ich das alles noch machen. Mir geht es finanziell wieder so gut, dass ich wählen könnte. Aber ich will das. Das ist mein Lebensinhalt.“ Ohne das Singen würde er vermutlich krank werden: „Wenn Antrieb, Freude und Kreativität schlafen gehen, beginnt man zu verkalken. Stillstand ist der Tod.“ Deshalb rate er allen Älteren, sich zeitig ein Hobby zu suchen.

Andere musikalische Spielarten schweben Reim nicht vor. „Ich träume nur von richtig geilen Songs.“ Trotz der Hitze habe er in diesem Sommer viel in seinem Studio gearbeitet. „Es gibt Phasen, wo man tierisch kreativ ist und dann wieder welche, wo man eineinhalb Jahre seine Kreativität sucht und fragt: Wo hast du dich versteckt.“ Dabei habe er auch mit 60 musikalisch noch nicht alles gesagt.

Matthias Reim räumt ein, dass ihm die Songs mit wachsenden Alter nicht leichter kommen. „Man erkennt aber eher, ob der Song Mist ist oder ob etwas ganz Besonderes gelungen ist. Ich schreibe heute genauso impulsiv wie früher. Aber wenn ich das dann produziere, bin ich sehr viel eher bereit, etwas wieder in die Tonne zu schmeißen.“ Er habe lange nicht mehr so viel Gitarre gespielt und an den Instrumenten gesessen wie zuletzt. „Ich bin ich völlig mit dem zufrieden, was ich mache.“

Von dpa

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