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Boulevard ARD-Korrespondent Armbruster spricht über Attentat
Menschen Boulevard ARD-Korrespondent Armbruster spricht über Attentat
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14:17 28.04.2013
Quelle: SWR
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"Wir kamen an einen Kreisverkehr, das war der Moment, in dem mein Instinkt mir sagte, hier stimmt etwas nicht", erzählt Armbruster. "Es war eine Frage von Sekunden, aber es war zu spät. Als wir herausfuhren, peitschte von hinten der erste Schuss durch die Scheibe, der niemanden traf. Dann sofort der zweite, der mich erwischte, meine Hand zerstörte und in den Bauch vordrang. Dann war ich weg."

Der Reporter geht davon aus, dass die Schüsse von regimetreuen Scharfschützen kamen, sicher weiß er es aber nicht. In einem Krankenhaus in Aleppo wurde Armbruster notoperiert. "In jener Nach kamen außer mir noch sieben weitere Schwerverletzte herein. Ich habe nachts mitgekriegt, wie direkt neben mir ein Mann gestorben ist."

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Trotz des verheerenden Anschlags habe er die Reise ins Krisengebiet nie bereut. "Die Reise selbst war so erkenntnisreich, und das gesammelte Material ist so stark, darauf möchte ich nicht verzichten", sagt er, räumt jedoch ein: "Aber ich glaube nicht, dass ich noch einmal nach Aleppo gehe." In anderen Krisengebieten wird er aber weiterhin recherchieren. Auch seine Frau stünde trotz der permanenten Gefahr hinter ihm. "Sie will, dass ich dieses Projekt weitermache und zu Ende bringe. Sie weiß, dass sie mich hier nicht anbinden kann. Dann wäre ich nicht froh - und sie auch nicht."

(mih/spot)