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2019: Alle Artikel Verschmutzung der Meere
Mehr NP macht Schule Grundschule Bissendorf 2019: Alle Artikel Verschmutzung der Meere
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14:07 27.03.2019
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Jede Minute landet ein Müllwagen Plastik im Meer. 86 Millionen Tonnen sind schon in den Ozeanen verteilt. Im nächsten Jahr 2020 wird das größte Gebäude der Welt fertig, der Name ist Kingdom Tower. Er wiegt 1 Millionen Tonnen, es ist also schon 86 mal das Gewicht dieses Turmes an Plastik in den Meeren.

Das Problem!! Von den Tieren wird das Plastik dann gegessen und blockiert dadurch den Verdauungstrakt und auch ihre Atemwege. Die betroffen Tiere sind meisten Wale, Möwen und Fische. Der Plastikmüll gelangt über die Nahrungskette auch in unseren Körper. Wenn der Fisch die Mikroteilchen gegessen hat, kann es auch sein, dass ein größerer Fisch den Fisch dann isst. Dann hat er das ganze Mikroplastik in seinem Körper und der Fisch kann dann auch auf unserem Teller landen, dann essen wir die Mikroteilchen. Und so gibt es schon wieder einen Weg, wie das Plastik in unseren Körper gelangen kann.

Wer sind die Übeltäter die das Problem mit dem Dreck im Meer verursachen? Z.B.:

Die Industrie:

Vor allem die Nahrungsmittelindustrie verbraucht tonnenweise Plastik. Für jede klitzekleine Kleinigkeit benutzt die Industrie Plastik: Für Jogurt-Becher - Batterien - Flaschen und für 100 Millionen Sachen noch.

Neben Plastik verschmutz das Öl von Tankern und anderen Schiffen oder Ölplattformen das Meer und verstopft dann die Kiemen der Fische, so dass sie ersticken. Bei den Vögeln verklebt das Öl die Federn, so dass sie nicht mehr fliegen können und das bedeutet für diese Tiere einen qualvollen Tod.

Auch Düngemittel und Chemikalien vergiften unsere Meere. Woher kommen diese Abfälle? Diese gelangen von den Feldern über die Flüsse in die Meere.

Die Düngemittel werden zusammen mit der Gülle oft auf den Feldern zu viel versprüht, sodass die Pflanzen nicht alles aufnehmen und verarbeiten können. Der Rest geht ins Grundwasser als Gift. Man kann das reinigen, aber um als Trinkwasser zu taugen, müsste dann das ganze Grundwasser gereinigt werden. Das ist sehr kompliziert, schwierig und zu teuer. Also passiert das nicht!

Stattdessen nehmen Algen dann den Dünger auf und vermehren sich dadurch sehr schnell. Vielleicht habt ihr das schon beobachtet, dass es im Nadelsheidesee oder in anderen Seen so viele Algen gibt. Wenn die Algen sich so schnell vermehren, kommt es zu einer Abnahme des Sauerstoffes.

Aber auch Mikroplastik gelangt aus dem Abwasser in die Meere.

Mikroplastik sind die kleinste Plastikteilchen die man kaum sieht. Sie entstehen z.B auch von dem Abrieb von Autoreifen. Wenn ein Auto über die Straße fährt, reibt es auf der Straße die kleinen Mikroteilchen ab und diese finden dann auch wieder einen Weg, um ins Meer zu gelangen.

Diese Mikroteilchen kommen auch in Duschgel vor, wenn man sich die Haare wäscht und das Duschgel herauswäscht fließt es über das Abwasser in die Flüsse und dann ins Meer. Auch Hautcreme und anderen Cremearten enthalten Mikroteilchen.

Mikroteilchen entstehen z.B. auch beim Waschen von Fleecejacken. Auch Fischer verlieren Netze aus Plastik und in den Netzen verfangen sich Meeresbewohner wie Wale, Delfine, Schildkröten und Fische und ertrinken. Allein in der Ostsee kommen jährlich 10.000 Netze ins Meer.

Noch vor 40 Jahren wurde Müll absichtlich im Meer entsorgt, wie ein großer  Mülleimer, darunter auch Waffen und Gifte.

Auch vor Kurzem sind einige Container von einem Frachtschiff ins Meer gelangt. Wenig später wurden Sportschuhe und Fernseher an die Strände der Nordsee gespült.

Jede Art von Plastik ob klein oder groß braucht eine bestimmte Zeit um zu Mikroplastik zu werden. Z.B. Eine Windel braucht 450 Jahre um sich in Mikroplastik zu zersetzen, eine Zigarre dagegen braucht nur 1-5 Jahre, Aluminium Becher brauchen 200,und Styropor Becher braucht 50 Jahre.

Selbst wenn das Plastik zersetzt ist, bleiben ja aber noch die kleinen Mikroteilchen im Meer.

Anfang des Jahre ist ein 6 m langer Wal an der norwegischen Küste bei Sotra gestrandet. Der Wal war offensichtlich Krank und hatte Schmerzen vermutete der Zoologe Terje Lislevand. Bei der Obduktion machten die Forscher eine Entdeckung. Im Magen des Wals lagen mehr als 30 Plastik Tüten und noch mehr Kunstoff und Plastik.

Umweltverschmutzung gehört zu den größten Problemen der Welt. Aber zum Glück bleibt das nicht ganz unbeachtet. Z.B. der Erfinder Boyan Slat will mit Hilfe einigen Unterstützer und seinen riesigen Fangarmen die Welt von Plastik befreien. Natürlich hat er keine riesigen Fangarme als Arme, sondern das gehört zu seiner Erfindung. Das sind riesengroße Geräte die aussehen wie Fangarme. Sie sammeln das Plastik ein und bringen es an Land wo es dann vernichtet wird. Boyan Slat ist dazu gekommen, weil er vor acht Jahren, (also 2011) mit ungefähr 16 Jahren, in Griechenland war und beim Schnorcheln mehr Plastiktüten, Kanister und andere schlechte Sachen gesehen hat, als die Anzahl von Fischen.

Nun wird sich zeigen, ob er mit seinem Projekt am Ende als der Retter der Ozeane dastehen wird oder nicht. Ich hoffe ihr verbraucht nicht mehr so viele Plastiksachen. Ich glaube die Fische wären euch auch dafür dankbar.

 

 

Ein Artikel von Louise aus der Klasse 4a der GS Bissendorf