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21:54 25.10.2018
Barcelona-Chair
Barcelona-Chair, der Designklassiker von Ludwig Mies van der Rohe und Lilli Reich Quelle: iStockphoto.com/Sjo
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Bauhaus-Leuchte - Eine Legende strahlt

Die Bauhaus-Leuchte, auch Wagenfeld-Lampe genannt, wurde Anfang der 20er-Jahre entworfen. Quelle: www.wikipedia.org/vorderdeck

Sie galt als zu teuer und nicht funktional: Die Bauhaus- Leuchte, die auch unter dem Namen Wagenfeld-Lampe bekannt ist, war zunächst ein Misserfolg. Heute ist sie eine Ikone der Moderne. Die Tischlampe wurde Anfang der 20er-Jahre von den Produktdesignern Wilhelm Wagenfeld und Carl Jakob Jucker im Weimarer Bauhaus entworfen. Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius gegründet und war damals von der Konzeption her etwas völlig Neues: eine noch nicht da gewesene Bildungsstätte für Kunst, Architektur und Handwerk, wobei Gropius als Ziel die Herstellung von Massenprodukten ausgegeben hatte. „Form folgt Funktion“ war seinerzeit der Leitsatz der beiden Planer Wagenfeld und Jucker. Ihre Leuchte wurde in der Metallwerkstatt des Bauhauses entworfen. Jucker zeigte 1923 bei einer Ausstellung im Musterhaus Am Horn die noch unfertige Lampe mit Glasfuß. Wagenfeld stellte ein Jahr später eine Metallversion daneben. Bereits 1924 wurde versucht, die Leuchte kommerziell zu vermarkten, was daran scheiterte, dass die meisten ihrer Teile handgefertigt werden mussten. Als sie erstmals 1928 aus industrieller Fertigung angeboten wurde, war sie für weite Kreise unerschwinglich. Seit 1980 wird die Lampe in größerer Stückzahl produziert. Als herausragendes Exemplar des Produktdesigns wurde sie in die Sammlung des Museum of Modern Art aufgenommen.

Der Austin Mini - Genial konzipiert, aber keineswegs perfekt

Mit seinem quer eingebauten Vierzylindermotor war der Austin Mini ein Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte des Automobils. Quelle: iStockphoto.com/Sisoje

1959 zeichnete der britische Ingenieur Alec Issigonis die erste Skizze auf eine Serviette − und nun wird sein Austin Mini im kommenden Jahr 60 Jahre alt. Nicht nur mit der kompakten Karosserie erlangte das Fahrzeug Kultstatus. Auch sein Frontantrieb und der quer eingebaute Vierzylindermotor machten ihn zu einem Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte des Automobils. Ein perfektes Gefährt war der Mini dennoch nicht: Es konnte passieren, dass er bei einer Fahrt durch ein Schlagloch zusammenbrach.

Nachdem das erste Modell 1959 in Birmingham vom Band rollte, ereilte den Mini der ersten Generation ein ähnliches Schicksal wie den VW-Käfer oder die Ente: Die Produktion wurde 2000 eingestellt, obgleich das Auto bis dahin das meistverkaufte Großbritanniens war. Angefangen von den Beatles bis zu Schauspielern wie Rowan Atkinson: Die Ikonen der Popkultur kurvten in großen Filmproduktionen in eben diesem Gefährt durch die Gegend. Nicht nur aus diesem Grund ließ der Autokonzern BMW den Mini-Mythos 2001 wieder aufleben. Den Anstoß für die Entwicklung des sparsamen Wagens gab 1956 übrigens die Suezkrise, die erste Energiekrise mit deutlich spürbaren Auswirkungen für den Westen.

Das Kleine Schwarze - Zeitlose Mode von Coco Chanel

Das Kleine Schwarze gilt als Inbegriff von Stil und Eleganz. Quelle: iStockphoto.com/melanjurga

Das Kleine Schwarze? Hollywood-Legende Audrey Hepburn trug es in ihrer Rolle als New Yorker Partygirl in dem kultigen Film „Frühstück bei Tiffany“. Mit ihrem Auftritt Anfang der 60er-Jahre avancierte sie im schwarzen Cocktailkleid zum Inbegriff von Stil und Eleganz. Entworfen hat die fesche Robe Gabrielle ‚Coco’ Chanel. Das Etuikleid der französischen Modedesignerin wurde 1926 populär, als die amerikanische Zeitschrift „Vogue“ den Entwurf mit einem Zitat von Chanel veröffentlichte: „Dieses schlichte Kleid wird eine Art von Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden.“ Ihre prophetischen Worte sind bis heute für Frauen in der ganzen Welt Gesetz. Auch hat das Kleine Schwarze – „La petite robe noire“ – Modedesigner wie Yves Saint Laurent und Karl Lagerfeld zu neuen Variationen inspiriert. Bis in die frühen 60er-Jahre haftete dem Modestück der Ruf des Verruchten an. Generell waren schwarze Kleider noch im 19. Jahrhundert trauernden Witwen vorbehalten. Als Sinnbild für Verführung und Individualität wurde eine Frau im schwarzen Kleid erstmals Ende des Jahrhunderts von Leo Tolstoi in dem Roman „Anna Karenina“ beschrieben.

Barcelona Chair - Designklassiker von Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich

Der Barcelona Chair wurde anlässlich der Weltausstellung 1929 in Barcelona entworfen. Quelle: iStockphoto.com/Sjo

Der Barcelona Chair ist der unangefochtene Klassiker unter den Möbeln. Der Architekt Ludwig Mies van der Rohe und die Designerin Lilly Reich haben den 75 mal 75 mal 75 Zentimeter großen Sessel anlässlich der Weltausstellung 1929 in Barcelona entworfen. In einem lichtdurchfluteten Pavillon ausgestellt, wurde das Objekt weltweit zum Sinnbild eines unterkühlten Wohnstils, der auch „Internationaler Stil“ genannt wird. Der Deutschamerikaner van der Rohe und die Deutsche Reich ließen sich für ihren Entwurf von antiken Vorbildern inspirieren: Griechische Klappstühle als Thron für Herrscher dienten als Anregung. Wider die Ziele vieler Künstler der Moderne ist der Barcelona Chair ein Luxusmöbel und diente seinerzeit während der Eröffnung der Weltausstellung als königliches Gestühl. Die teils einzeln abnehmbaren Polster fallen von selbst in die gewünschte Position. Seinen optischen Reiz gewinnt der Sessel vor allem aus dem Gegensatz zwischen dem geschwungenen Gestell und den eher statisch wirkenden Lederquadern.