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Tipps rund um die Mundhygiene

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Die Basis: Ohne tägliches Zähneputzen geht es nicht – das allein reicht aber noch nicht, damit Zähne und Co. sicher gesund bleiben. Quelle: Christin Klose/dpa-mag

Jeder hat es schon erlebt: Nach dem Essen hängen Speisereste zwischen den Zähnen. Nicht immer ist die Gelegenheit da, sich die Zähne zu putzen. „Das ist auch nicht unbedingt nötig“, sagt der Zahnarzt Joachim Hüttmann.
Zweimal am Tag ist der Griff zur Bürste aber unverzichtbar: morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen, wobei am Abend mehr Zeit einzuplanen ist.

Bei harten Bürsten ist ­Vorsicht geboten
Fürs tägliche Schrubben gibt es weiche, mittelharte und harte Zahnbürsten. Welche die richtige ist, ist von Person zu Person verschieden. Bei harten Bürsten sollte man eher vorsichtig sein, sagt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative ProDente in Köln. Sie können bei Personen mit empfindlichen Zähnen und Zahnfleisch auch zu Schäden führen.
„Patienten sollten ihren Zahnarzt fragen, welche Bürste für sie ideal ist“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer in Berlin. Von Vorteil kann auch eine elektrische Zahnbürste sein, da sie eine effektive Reinigung erleichtert.
Besonders wichtig ist es laut Oesterreich, die Räume zwischen den Zähnen gründlich zu reinigen. Dafür kann eine Interdentalbürste nützlich sein.  „Diese reinigt bei offenen Zahnzwischenräumen gründlicher als Zahnseide“, so Oesterreich. Interdentalbürsten gibt es in verschiedenen Größen. Hierzu und bei der Frage nach der richtigen Technik sollten Patienten ihren Zahnarzt um Rat bitten. Generell gilt: „Die eine Technik, die für jeden optimal ist, gibt es nicht“, sagt Kropp. Wichtig ist, dass man sich für jeden einzelnen Zahn Zeit nimmt und alle Flächen reinigt.

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Von Rot zu Weiß und mit ­System putzen
Hüttmann favorisiert die sogenannte Rütteltechnik. Dabei setzen Zähneputzer die Bürste im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand auf und rütteln sie leicht. „Dadurch lockern sich auch die Zahnbeläge am Zahnfleischsaum“, erklärt Hüttmann, Mitglied im Landesvorstand Schleswig-Holstein des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte (FVDZ). Die Bürste wandert nun bei sanftem Druck vom Zahnfleisch in Richtung Zähne, also von Rot zu Weiß.
Wichtig ist ein systematisches Vorgehen, unabhängig von der Technik. „Am besten wie bei den Hausaufgaben: Erst die schwierigen Stellen, das sind im Unterkiefer die Innenseiten und im Oberkiefer die Außenseiten. Zum Schluss die Kauflächen“, so Hüttmann.

Kein nachweisbarer Nutzen von Mundwässern
Und was ist mit Mundspülungen? Mundwässer locken ­auf der Verpackung mit Hilfe  bei Zahnfleischerkrankungen oder Kariesverhütung. „Wissenschaftlich erwiesen sind diese Effekte aber nicht“, sagt Oesterreich. Anders die medizinischen Mundspüllösungen. Hierbei handelt es sich meist um apothekenpflichtige Arzneimittel. „Sie enthalten einen bakterienreduzierenden Wirkstoff“, erklärt Oesterreich. Eingesetzt werden sie etwa im Rahmen einer Parodontitisbehandlung oder nach einer Operation. „Für eine Daueranwendung sind medizinische Mundspüllösungen aber nicht geeignet.“
Zweimal am Tag die Zähne putzen, fluoridhaltige Zahnpasta nutzen, die Zwischenräume reinigen und Bakterien am Zungengrund entfernen – wer so vorgeht, tut viel, damit die Zähne gesund bleiben. Die Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt erspart man sich so aber nicht. 

dpa/tmn