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Krone, Brücke oder Inlay

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Zahnersatz kann teuer werden: Gesetzlich ­Versicherte ­können mit einer Zusatz­versicherung vorsorgen. Quelle: Christin Klose/dpa-mag

Ob Krone, Brücke, Implantat oder Inlay: Zahnersatz ist teuer. Gesetzlich Krankenversicherte müssen oft einen Teil der Kosten aus eigener Tasche aufbringen – je nach Bundesland bis zu 1228 Euro für Zahnersatz, wie eine Statistik der Barmer GEK zeigt.
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt Versicherten einen festen Zuschuss – sie übernimmt aber meist nur die Hälfte der Kosten für die sogenannte Regelversorgung. „Für alle, die mit den Regelleistungen der GKV, etwa einer Metallkrone ohne Verblendung, zufrieden sind, rechnet sich eine Zahnzusatzversicherung oft nicht“, erklärt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wer keine Zusatzversicherung hat und die Kassenleistung wünscht, sollte seinen Zahnarzt darauf hinweisen.
Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich vor allem für Menschen, die Wert auf hochwertigen Zahnersatz legen, erklärt René Neumann vom Verband der Privaten Krankenversicherung. „Mit der Police können Kassenpatienten ihre Eigenbeteiligung senken und bis zu 100 Prozent abdecken“, sagt Neumann.

Diese Voraussetzungen ­ müssen erfüllt sein
Damit der Vertrag überhaupt und zum regulären Beitragssatz zustande kommt, sollte der Zahnarzt jedoch noch keinen Zahn als behandlungsbedürftig eingestuft haben. Deshalb rät Weidenbach: „Mit circa Mitte 30 sollte der Schutz im Idealfall bestehen.“ Sie verweist auf Statistiken, nach denen Zahnersatz häufig erst ab Mitte 30 nötig ist.
Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließen will, muss meist einige Gesundheitsfragen beantworten. „Die Fragen sollten Verbraucher korrekt beantworten, sonst riskieren sie ihren Versicherungsschutz“, erklärt Weidenbach.

Preise und Leistungen genau vergleichen
Die Beitragshöhe richtet sich unter anderem nach dem Eintrittsalter des Versicherten, aber auch nach den Leistungen und dem Zustand des Gebisses. Daher sind Angaben, wie teuer eine solche Police ist, pauschal nicht möglich.
Auch bei der Kostenübernahme gibt es verschiedene Optionen. „Zum Beispiel, der Versicherte bekommt einen pauschalen Prozentsatz, etwa 30 Prozent des gesamten Rechnungsbetrags, erstattet“, erklärt Neumann. Der pauschale Prozentsatz sei meistens auf maximal 80 oder 90 Prozent des Rechnungsbetrags begrenzt. Wobei der Anteil anderer Kostenträger eingerechnet wird, also der GKV-Anteil.
Die Versicherung sollte immer den 2,3-fachen Satz der Regelhöchstsätze der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) erstatten. Zudem sollte der Vertrag die Höhe der jährlichen Erstattung nicht begrenzen, damit der Versicherungsnehmer nicht auf Kosten sitzen bleibt.

dpa/tmn