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Berufsunfähigkeit rechtzeitig absichern

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14:22 10.07.2020
Berufsunfähigkeit kann jeden treffen, auch in jungen Jahren. Deshalb sollte man frühzeitig vorsorgen. Quelle: iStockphoto.com/ojogabonitoo

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, wird auf 10 bis 15 Prozent geschätzt, berichtet das „Deutsche Ärzteblatt“. Im Jahr 2016 erkrankten etwa 492.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Das zeigen die Zahlen der deutschen Krebsregister. Für das Jahr 2020 sagen Fachleute einen Anstieg auf über 500.000 Krebsneuerkrankungen voraus. Wenn Burn-out, Depressionen, Krebs oder andere Krankheiten erwerbstätige Menschen vor Beginn ihrer Rente treffen und diese sie so sehr einschränken, dass an einen bisher gewohnten Joballtag nicht mehr zu denken ist, bringt das viele in existenzielle Not: Denn die gesetzliche Rentenversicherung kennt nur eine Erwerbsminderungsrente, keine Berufsunfähigkeit. Wer also noch irgendeiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann, fällt meist durchs Raster. Hinzu kommt: Für Berufsanfänger sind die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung geringer. Arbeitnehmer müssen mindestens 60 Monate lang Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten, damit sie überhaupt Ansprüche daraus haben.

Jeder Dritte unter 30 Jahren mindestens einmal betroffen

Um für solche Fälle finanziell abgesichert zu sein und den gewohnten Lebensstandard zu erhalten, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. „Bei Menschen, die heute noch unter 30 Jahren alt sind, geht man davon aus, dass etwa jeder Dritte mindestens einmal in seinem Leben von Berufsunfähigkeit betroffen sein wird“, sagt Frau Kirsten Harder, Filialdirektorin Hildesheimer Börde Ost bei der Hannoverschen Volksbank. „Der gesetzliche Anspruch reicht bei Weitem nicht aus, um ein finanziell unbeschwertes Leben zu führen. Die Versorgungslücke ist enorm hoch.“

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Kirsten Harder, Filialdirektorin Hildesheimer Börde Ost bei der Hannoverschen Volksbank Quelle: EUROMEDIAHOUSE FOTOCENTRUM Thomas Braeunig

Deshalb lohne es sich, frühzeitig in eine Berufsunfähigkeitsversicherung einzusteigen, weil dann die Tarife noch günstig sind. Die Expertin der Hannoverschen Volksbank rät sogar dazu, bereits als Schüler eine solche Versicherung abzuschließen: „Für einen Abiturienten ist es am günstigsten, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, weil sich der Tarif, also die Risikobewertung, nach der Berufsgruppe richtet. Natürlich ist für so junge Menschen eine Berufsunfähigkeit naturgemäß sehr weit weg, weil sie noch gar nicht im Erwerbsleben angekommen sind. Dennoch ist es bei diesem Thema ganz besonders wichtig, an später zu denken. Wir wünschen uns, dass Eltern ihre Kinder rechtzeitig sensibilisieren.“

Versorgungslücke rechtzeitig schließen

Die Hannoversche Volksbank arbeitet im Bereich Berufsunfähigkeitsversicherungen mit dem Partner R+V Lebensversicherung AG zusammen. Diese Versicherungen haben den Vorteil, dass sie überall auf der Welt greifen. Im Leistungsfall muss niemand auf eine niedriger qualifizierte Tätigkeit ausweichen. Versicherte erhalten eine monatliche Rentenzahlung, selbst dann, wenn sie eine mit ihrem Beruf vergleichbare Tätigkeit ausüben könnten.

Zudem ist es möglich, eine Option für den Fall einer Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit einzuschließen. Dann erhalten Versicherte Leistungen wegen vollständiger Arbeitsunfähigkeit für einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Berechnungsgrundlage ist immer das aktuelle Brutto- oder Nettoeinkommen. Bei Studenten oder Auszubildenden richtet sich der Beitrag nach dem zu erwartenden Einkommen nach Ende von Studium oder Ausbildung.

Regelmäßig Versicherungsschutz prüfen

Da sich Lebensumstände, aber auch das Einkommen ändern, ist es wichtig, von Zeit zu Zeit abzugleichen, ob die versicherte Summe im Vertrag noch aktuell ist. „Anpassungen sollte man immer dann vornehmen, wenn es Gehaltsänderungen gibt oder sich neue Lebenssituationen durch Heirat oder die Geburt von Kindern ergeben“, rät Harder. Eine erneute Gesundheitsprüfung wie beim Erstantrag erfolgt nicht.

Sicherheiten in den Vertrag integrieren

Wer auf Nummer sicher gehen will, baut einen Inflationsschutz in seine Police ein. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: entweder eine dynamische Beitragsanpassung oder eine garantierte Rentensteigerung. Auch eine Kombination aus beiden Optionen ist möglich. Mit der Dynamik gleichen Versicherungsnehmer durch eine regelmäßige Beitragssteigerung die Inflation aus. Gleichzeitig erhöht sich dadurch auch die Berufsunfähigkeitsrente. Die Anpassung endet im Fall einer Berufsunfähigkeit. Mit einer garantierten Rentensteigerung erhöht sich jährlich auch die Berufsunfähigkeitsrente im Leistungsfall.

Wann ist man berufsunfähig?

Das Versicherungsvertragsgesetz regelt, ab wann man berufsunfähig ist. Die Versicherung zahlt immer dann eine Rente, wenn eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent von einem Arzt oder Gutachter diagnostiziert worden ist. Grundlage ist immer der als Letztes ausgeübte Hauptberuf. Eine Berufsunfähigkeit liegt bereits dann vor, wenn die versicherte Person ihren „zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann“. Eine Voraussetzung ist zudem, dass der
Versicherungsnehmer mindestens für sechs Monate nicht in der Lage ist, seiner Arbeit nachzukommen.

Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung

Bis zum Jahr 2001 hatten gesetzlich Rentenversicherte einen Anspruch auf eine staatliche Rente bei Berufsunfähigkeit. Diese Leistungen wurden seitdem durch eine sogenannte Erwerbsminderungsrente ersetzt. Erwerbsgemindert ist jedoch nur, wer in gar keinem Beruf mehr arbeiten kann, unabhängig vom Berufsfeld. Wer zudem noch mindestens sechs Stunden pro Tag arbeiten kann – egal, in welchem Job –, gilt nicht als erwerbsgemindert.

Ursachen für Erwerbsunfähigkeit

167.978 Menschen mussten im Jahr 2018 erstmals ihre Erwerbsarbeit vorzeitig aufgeben oder stark einschränken und erhalten eine Erwerbsminderungsrente nach dem Sechsten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI), wie aus Statistiken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht.

Die meisten Neurenten wurden aufgrund voller Erwerbsminderung bewilligt: 146.878 Ruheständler erhielten eine Rente, weil sie auf nicht absehbare Zeit weniger als drei Stunden täglich arbeiten können. Deutlich geringer war die Zahl derer, die wegen teilweiser Erwerbsminderung eine Rente beziehen. Die Zahl lag im Jahr 2018 bei 20.056 Bewilligungen (rund 12 Prozent). Teilweise erwerbsgemindert sind Personen, wenn sie wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, mindestens sechs Stunden täglich zu arbeiten.

Hauptursache für eine Erwerbsminderung ist bei 29,95 Prozent der Männer und 46,79 Prozent der Frauen eine „psychische Erkrankung ohne Sucht“. Zweithäufigste Ursache sowohl bei Männern als auch Frauen waren „Neubildungen“ und damit bösartige Tumore – 13,18 Prozent aller betroffenen Männer und 13,49 Prozent aller betroffenen Frauen mussten wegen solcher Neubildungen aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
Am dritthäufigsten verursachten „Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems sowie des Bindegewebes“ eine verminderte Erwerbsfähigkeit: 12,65 Prozent der betroffenen Männer und 13.10 Prozent der betroffenen Frauen konnten aufgrund einer solchen Krankheit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten.

Sie haben Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung? Die Experten der Hannoverschen Volksbank beraten Sie gerne.

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