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Restauranttests „Il Piccolo Nero“: Das kleine Schwarze geht immer
Mehr Essen & Trinken Restauranttests „Il Piccolo Nero“: Das kleine Schwarze geht immer
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14:42 14.05.2019
DIE CHEFIN: Cati Privitera erfüllt sich mit dem „Il Piccolo Nero“ den Traum vom eigenen Restaurant, das von außen unspektakulär wirkt. Innen erwartet Gäste dann eine Restaurant-Wohnzimmerathmosphäre. Ihre Eltern Jacqueline und Francesco betreiben seit 1988 das „Bei Jacqueline“ an der Limmerstraße. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

„Il Piccolo Nero“ ist mehr als nur elegant – das Restaurant mit seinen petrolfarbenen Wänden und Vorhängen sowie den mit blauem Samt bezogenen Sesseln ist auch sehr gemütlich. Die Bilder sind mit Goldrahmen auf die Wandfarben abgestimmt. Hängelampen spenden warmes Licht und werden von Deckenstrahler bei der Beleuchtung unterstützt. Eingerahmt von einem Wein- und Sektregal lodert ein Kaminfeuer – auf einem Flachbildschirm. Betreiberin Cati Privitera will eine Mischung aus „Bar und Restaurant mit Wohnzimmeratmosphäre“ erschaffen. Das gelingt mit den etwa 24 Plätzen des Restaurants. Wer an diesem Dienstagabend ebenfalls gekommen ist, hat Zeit mitgebracht, um Ambiente und Essen zu genießen.

Quelle: Nancy Heusel

Service

Hier bedient die Chefin selbst. Cati Privitera begrüßt, berät, serviert und plaudert auf charmante und schlagfertige Art und Weise. Da die Weinkarte noch in der Entwicklung ist, empfiehlt sie uns zwei Weißweine, die wir beide probieren dürfen, bevor wir bestellen – vorbildlich. Wir nehmen übrigens einen Grillo aus Sizilien (0,2 Liter für 5,30 Euro), der sehr gut zu unserem Essen passt.

Essen & Trinken

Wer die Karte studiert, merkt schnell, dass im „Il Piccolo Nero“ Wert auf originelle Rezepte gelegt wird. Die eher salzigen, grünen Oliven, die als Gruß aus der Küche kommen, erhalten durch einen Sud mit Orangenschalen einen zusätzlichen bitter-süßen Geschmack. Auch die Bruscetta (4,50 Euro) als Vorspeise haben das gewisse Etwas: Die großen Brotscheiben sind knusprig und gut mit Aubergine und Zucchini belegt. Sie sind mit einer Mischung aus Mozzarella und Parmesan überbacken – raffiniert, da der Käse so einen stärkeren Eigengeschmack hat.

Quelle: Nancy Heusel

Gegenwärtig ist die Karte, die Cati Privitera mit ihrem argentinischen Koch Fernando entwickelt hat, noch sehr Pasta-lastig – doch wenn der neue Ofen da ist, werden auch Pizza-Freunde ihr großes Vergnügen haben, verspricht Cati Privitera. Aber auch für die Nudeln lohnt sich das Kommen – die mit Krustentieren gefüllten Teigtaschen der Sepia-Rettangoloni (14,90 Euro) in fruchtiger Weißwein-Tomatensauce mit Muscheln und Shrimps schmecken herrlich nach Meer. Hier macht sich bemerkbar, dass die Nudeln frisch aus einer Pastamanufaktur kommen.

Fleisch kann die Küche aber auch: Die vier (!) Medaillons des Sollomillo (15 Euro) sind zart, die süße Rotweinsauce passt gut zum Schweinefleisch. Als knuspriger Kontrast dienen die gebratenen Kartoffelstücke. Und wieder hat die Küche mitgedacht: Der Saison angepasst werden dazu zwei Stangen Spargel serviert, blanchiert und durch die Pfanne gezogen.

Zum Nachtisch testen wir das Tiramisu (5,90 Euro), das einen starken Kaffeegeschmack hat und gut durchgezogen ist. Der Mascarpone-Anteil der Creme ist erfreulich hoch. Ein Schuss Kaffeelikör oder Amaretto könnte die Nachspeise noch veredeln.

Quelle: Nancy Heusel

Fazit

Betreiberin Cati Privitera sieht Parallelen zwischen ihrem Restaurant und dem gleichnamigen Kleid. „Wenn Frauen ausgehen, geht das kleine Schwarze immer. So soll es sich auch mit dem ,Il Piccolo Nero’ verhalten. Es ist ein Restaurant, in das man immer gehen kann, egal ob man viel oder nur eine Kleinigkeit essen will.“ Das trifft es.

Für Kinder geeignet Hunde willkommen Veganes Gericht Kein Raucherzimmer Nicht barrierefrei Barzahlung, EC, Kreditkarte (außer Amex)

Il Piccolo Nero Viktoriastraße

30451 Hannover

0511/45 01 87 80

www.ilpiccolonero.de

Öffnungzeiten: Montag bis Donnerstag 17 bis 23 Uhr, Freitag und Sonnabend 17 Uhr bis Open End. Sonntag Ruhetag.

Von Sönke Lill

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