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Restauranttests Gosch an der Markthalle
Mehr Essen & Trinken Restauranttests Gosch an der Markthalle
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12:22 23.02.2011
Von Julia Braun
Neu an der Markthalle: Magdalena Bigus und Lutz Naubereit von „Gosch” Quelle: Ralph Decker

Ambiente
Von der rustikalen Wirtschaftsatmosphäre des Vorgängers ist nichts übrig geblieben. „Gosch” an der Markthalle setzt auf dezenten Schick: Die matten Holztische erinnern an Schiffsbohlen, als Tisch-Deko dienen Reagenzgläser, in denen Blumen und Gräser stecken, farblich dominieren Grau und Weiß. Schlicht und schön.

Publikum
Auf diesen Treffpunkt scheint Hannover gewartet zu haben. Auch an einem Freitagmittag ist das „Gosch” brechend voll, jeder Tisch wird umgehend wiederbesetzt. Und zwar vorwiegend von Menschen, die man ebenso gut auf Sylt erwartet hätte. Das Gros der Gäste ist auch im Oktober frisch gebräunt, Kaschmirpullis, Perlenketten, blasslila karierte Oberhemden und samtige Halstücher sind die In-Accessoires. Unter den Tischen stehen große Tüten aus Altstadt-Boutiquen, die Weißweinquote ist extrem hoch. Allein, hier zu sitzen und Menschen zu beobachten, ist den Besuch wert.

Service
Links die mit vielen Meeresfrüchten appetitlich dekorierte Essensausgabe, rechts die Bar – bei „Gosch” ist Selbstbedienung angesagt. Hat man bezahlt, bekommt man eine Art digitale Diskusscheibe, die blinkt und vibriert, wenn das Essen fertig ist. Bei uns schaltet das Ding allerdings nicht, was zu einigem Hin und Her führt. Weil die Scheibe schweigt, läuft die Kellnerin mit zweien unserer drei Gerichte suchend durch den Raum, beschließt aber, dass es nicht unsere Bestellung ist, weil ein Gericht fehlt. Als der Diskus schließlich doch brummt, bekommen wir nur eine Speise, erst nach einiger Diskussion werden die anderen Bestellungen nachgereicht – und wir sind mehrmals zwischen Tisch und Theke unterwegs. Da bekommt der Slogan „Technik, die bewegt“ eine völlig neue Bedeutung.

Essen & Trinken
Man kann bei „Gosch” viel Geld (Rumpsteak für 19,90 Euro, sechs Austern Sylter Royal für 16 Euro) und wenig Geld (Curry Pommes für 5,50 Euro) ausgeben oder sich wie wir im Mittelfeld bewegen. Wir ordern Pizza mit Lachs (9,50 Euro), Matjes mit Bratkartoffeln (8,50 Euro) und den „Liebesteller“ (Nordseekrabben auf Schwarzbrot mit Spiegelei, 11,50 Euro).

Die riesige Pizza wird auf einem rustikalen Holzbrett serviert und ist reichlich mit fruchtigen Tomaten, Käse und zartem Lachs belegt – das schmeckt und reicht locker für zwei. Auch der Matjes ist butterzart und köstlich. Die Bratkartoffeln sind gut geraten und die Sahnesauce mit knackigen Gurken, Zwiebeln und Äpfeln einfach klasse. Die Portion Krabben auf dem „Liebesteller“ ist großzügig, die Meeresfrüchtchen sind saftig und haben den richtigen Biss. Zu Matjes und Krabben gibt es zudem eine knackige Salatbeilage.

Fazit
Netter Schick, lecker Essen und jede Menge Augenfutter – „Gosch” bereichert Hannovers Gastro-Szene.

Besonderheiten

  • Für Kinder geeignet
  • Behindertengerecht
  • Raucherzimmer
  • Zahlung in bar, per EC und mit allen Kreditkarten möglich

Das Restaurant „Gosch” in Hannover-Mitte im Branchenführer