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Aktuelles Wird die Jackfruit zum neuen Trend?
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10:59 28.03.2019
Verena Bahlsen (l) mit einer Jackfrucht im Restaurant «Hermann's». Quelle: Monika Skolimowska
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Berlin

Bei der Avocado ist der Hype schon passiert. Beim Grünkohl auch, der klingt auf Englisch hipper: Da heißt er "kale" und landet im Smoothie. Jetzt könnte es noch einen Trendkandidaten aus der Obst- und Gemüseabteilung geben: die Jackfruit.

Sie ist im Fernsehen bereits in der Gründershow "Die Höhle der Löwen" zu sehen. Die stachelige Riesenfrucht mit gelbem Fleisch schmeckt ein bisschen wie eine herbe Ananas und taugt zum Fleischersatz.

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Diese Idee nutzt auch die Unternehmerin

Verena Bahlsen (26), die Urenkelin des Gründers der Keks-Fabrik Bahlsen und Tochter von Werner Bahlsen. Sie hat mit einer Kollegin in Berlin ein Restaurant gegründet und nach ihrem Urgroßvater benannt, das

"Hermann's" in der Torstraße. Es ist eine Art Zukunftslabor für Essen. Dort werden Jackfruit-Burger serviert.

Verena Bahlsen hält es für eine Aufgabe ihrer Generation, "wie wir uns als Bevölkerung in Zukunft besser ernähren können". Sie wisse bestimmt nicht, was die Lösung sei. Aber es lohne sich, es zusammen auszuprobieren. Von der Faserlänge ähnele die Jackfruit rotem Fleisch, erklärt sie. Und die Ökobilanz der eingeflogenen Frucht? Bahlsen verweist auf Berechnungen aus ihrem Team: Der CO-Ausstoß sei besser als beim Steak.

Ist das alles nicht ein Widerspruch dazu, wenn man aus einer für Kekse bekannten Familie kommt? "Überhaupt nicht", findet Bahlsen. Ihr Urgroßvater sei einer der Gründungsväter der industriellen Herstellung von Essen gewesen. Jetzt gehe es darum, die Massenindustrie effizienter, nachhaltiger und gesünder zu machen. "Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, noch mal alles in Frage zu stellen." Jackfruit-Kekse hält sie allerdings für eher unwahrscheinlich.

Ob die Frucht massentauglich werden könnte, wird sich noch zeigen. Zwei Gründe sprechen dagegen: Sie ist innen klebrig und etwa so groß wie eine Melone. Und sie ist richtig schwer - nichts für den Singlehaushalt, wie es beim Deutschen Fruchthandelsverband heißt.

dpa