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014901 Fliegende Boote am Stadtgraben
Mehr Bilder Hannover: Public Viewing beim Halbfinale 014901 Fliegende Boote am Stadtgraben
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21:34 17.04.2015
Ein zehn Meter hoher Kran transportiert die „Windhund“, ein über elf Meter langes Motorboot, zum Stadtgraben.
Ein zehn Meter hoher Kran transportiert die „Windhund“, ein über elf Meter langes Motorboot, zum Stadtgraben. Quelle: Fotos: Kollmeier, Maxwitat
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„Endlich wieder Wasser unter dem Kiel“, sagt Robert Gieth. Der 78-Jährige steht an Deck seiner „Windhund“, einem über elf Meter langen und fast 13 Tonnen schweren Motorboot. Kurz zuvor hat ein gelber Kran das Schiff in den Stadtgraben gehievt, jetzt liegt die „Windhund“ an ihrem Anlegeplatz am Horst-Brockmann-Ufer auf dem Gelände des Lübecker Motorboot-Clubs.

„Ich muss jetzt noch auf Deck aufräumen, aber meine Familie und ich freuen uns schon auf die neue Bootssaison“, sagt Gieth, während er die Schiffsseile festmacht.

„Abslippen“ — so heißt das alljährliche Prozedere, bei dem im Frühjahr die Bootsvereine ihre Schiffe zu Wasser lassen. Gestern war es im Lübecker Motorboot-Club soweit, insgesamt werden dort um die 70 Wasserfahrzeuge von ihrem Winterquartier an Land abgeslippt, bis Mitte Oktober ankern die Boote dann an ihren Liegeplätzen am Horst-Brockmann-Ufer, auf dem Lachswehrgelände und am Stadtgraben. Und schippern zwischendurch auch Richtung Ostsee: „Am 9. Mai veranstalten wir unser ,Anfahren‘“, sagt Stefan Brockmann (46), Vizepräsident des Clubs. „Da fahren wir dann nach Travemünde, das ist Tradition.“ Im Herbst kommen die Boote dann wieder an Land, „die werden dann lackiert und repariert“, so Brockmann.

kad