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11:00 26.12.2019

Eine Ikonenmalerin aus Rethen

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Jesus-Ikonen werden stets griechisch beschriftet. Oben steht Jesus Christus, darunter „Der Retter und Lebensspender“. Die Zeichen im Nimbus bedeuten „Der sein wird“.

Quelle: Daniel Junker

Derzeit arbeitet Monika Glaß an einer Auferstehungsikone, wobei sie sich an einer Postkarte aus dem Ikonenmuseum Recklinghausen orientiert. Dort ist Christus in der Mitte des Bildes zu sehen. Er wird von einer Madorla eingefasst – das ist eine Aura, die die komplette Figur umschließt. „Anders, als man vermuten könnte, steht Christus nicht auf einem Kreuz, sondern auf der Pforte zur Hölle, die er zerschlagen hat.“ Schlösser und Nägel am Fuße des Bildes weisen auf die zerborstene Tür hin. Links und rechts von Christus knien Adam und Eva, die er aus der Unterwelt gerettet hat. „Sie werden aus symbolisch angedeuteten Särgen geholt“, sagt Glaß. Auf der linken Bildseite ​sind König David, sein Sohn Salomon sowie Johannes der Täufer zu sehen, dahinter schaut der Prophet Daniel hervor. Auf der rechten Bildseite sind Moses mit einer Gesetzestafel und zwei unbekannte Heilige abgebildet. Über Jesus Christus sind zwei Engel mit den Passionswerkzeugen zu sehen, dem Kreuz und dem Kelch. „Die Berge auf der linken und rechten oberen Seite stehen für die Berge oder für die Wüste, manchmal aber auch für die beiden Naturen Christi – die göttliche und die menschliche Natur.“ Auf Grundlage der Postkartenvorlage ​erstellt Glaß zunächst eine Skizze, die sie entsprechend der gewünschten späteren Bildgröße anlegt. Die Konturen der Skizze überträgt sie per Pauspapier auf das zugeschnittene Holz. Meist nutzt die Rethenerin furnierte Tischlerplatte. „Echtholz ist unwahrscheinlich schwer. Außerdem reißt es, wenn es nicht immer derselben Temperatur ausgesetzt ist.“

Quelle: Daniel Junker

So entsteht eine Ikone: Auf Grundlage einer Postkarten aus dem Ikonen-Museum Recklinghausen (rechts unten), die eine Auferstehungsszene zeigt, hat die Malerin Monika Glaß eine Skizze (links) erstellt. Diese wird mit Pauspapier (rechts) auf das Holz (Mitte) übertragen. Der Hintergrund wird zunächst mit Kaseinfarbe versehen. Auf diese Bereiche wird später Transfergold aufgetragen. Bei den Farben nutzt die Rethenerin Eitempera und Plakafarbe, manchmal auch mit Pigmenten. Die Ikonenmalerin fängt beim dunkelsten Farbton und der stufenweisen Aufhellungen an und arbeitet sich vom Hintergrund ins Zentrum vor. „Mit den Gesichtern und den Augen steht und fällt die Ikone“, sagt Glaß. Danach wird die Schrift auf das Bild aufgetragen und abschließend ein Firnis als Schutzschicht, um die Ikone vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Quelle: Daniel Junker
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