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Wohn(t)räume Sogar im kleinen Bad möglich
Mehr Bauen & Wohnen Wohn(t)räume Sogar im kleinen Bad möglich
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23:30 27.08.2019
Badezimmer
Entspannter genuss: Wer die Möglichkeit hat, stellt das Modell ans Fenster – mit Blick nach draußen. Quelle: VDS/Keuco/dpa-mag

Die Badewanne mitten im Raum ist begehrt – frei stehend statt wie lange ins hinterste Ecke des Badezimmers gequetscht. Die Planung und Installation ist aber völlig anders.

Platzangebot: Ab sechs Quadratmetern möglich
Denn eine frei stehende Badewanne braucht mehr Platz als die Eckwanne, damit sie rundum zugänglich ist und als das wirken kann, was diese Wanne auch immer ein wenig ist - ein Dekorationsobjekt. Trotzdem: „Möglich ist, eine frei stehende Wanne schon in kleinen Bädern mit sechs bis acht Quadratmetern zu installieren. Allerdings steht die Wanne dort sehr nah an der Wand“, sagt Thilo Dreyer von Aqua Cultura, einer Vereinigung von Badeinrichtern. Besser geeignet sind Raumgrößen von zehn Quadratmetern – und mehr.
„Zehn Zentimeter Abstand sind das Minimum von der Wannenkante zur Wand, bei steileren Wannen sind es 20 Zentimeter“, erklärt der Experte. In beiden Fällen kann die Armatur an der Wand bleiben.
Soll die Wanne näher zur Raummitte stehen, empfiehlt Stefan Würzner vom Bauherren-Schutzbund einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern zu allen Seiten. „Erst dann wirkt sie wirklich frei stehend“, sagt er. Ein größerer Abstand ist immer möglich, ab einem Meter wird laut Dreyer allerdings eine frei stehende Armatur benötigt.

Bodenaufbau: Häufig ist ein Podest nötig
Eine frei stehende Badewanne braucht Wasserzu- und -abläufe im Boden. Aber: Für die Abzweigungen von Trink- und Abwasserleitungen sollte genügend Höhe im Fußbodenaufbau vorhanden sein, erklärt Würzner. Sonst lassen sich darin die Rohre nicht versenken.
„In neueren Bauten gibt es einen höheren Estrich, wo man die Rohrleitungen besser einbringen kann“, erläutert der Bad-Experte Dreyer. „Sind die Bauten älter, zum Beispiel aus den Sechzigerjahren, ist die Estrichhöhe häufig niedriger. Hier hilft man sich häufig mit einem Podest aus, unter dem die Abflussleitungen dann versteckt werden, bis sie auf das Abflussrohr an der Wand treffen.“
Würzner gibt aber zu bedenken, dass ein solches Podest ziemlich groß sein kann, wenn es weite Teile des Raumes abdeckt. Sein Rat bei niedrigem Estrich: „Den Fußboden insgesamt etwas höher ziehen, so dass eine Stufe von der Diele ins Bad entsteht.“
Auch die Armatur braucht andere Voraussetzungen: „Ihr Anschluss und Durchstoß erfordern eine besondere Abdichtung des Bodens“, erklärt Bau-Experte Würzner. Im Vergleich zu Abwasserrohren seien Trinkwasserleitungen zwar dünner, nur werden sie nicht an der Wand hoch geführt. Sie liegen im Fußbodenaufbau, wo sie an die Standarmatur angeschlossen werden. 

dpa/tmn

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