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Wohn(t)räume Das kann teuer werden
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23:30 27.08.2019
Ein Hausbau muss sehr gut geplant werden: Bei so vielen Details und Planungsschritten können Laien den Überblick verlieren.
Ein Hausbau muss sehr gut geplant werden: Bei so vielen Details und Planungsschritten können Laien den Überblick verlieren. Quelle: Florian Schuh/dpa-mag

Mancher Traum vom Eigenheim endet im finanziellen Ruin. Zum Teil sind Bauherren daran nicht ganz unschuldig, weil sie zu blauäugig an den Hauskauf herangehen. Dies sind die häufigsten Fehler:

Blind vertrauen und vorschnell kaufen
Bunte Prospekte, attraktive Musterhäuser –  davon sollten sich Bauherren nicht blenden lassen. „Beim Kauf eines Geschirrspülers oder eines Kühlschranks gucken die Kunden automatisch nach Details wie Leistung und Stromverbrauch. Bei einem Haus aber, für das sie sich über Jahre verschulden, vertrauen viele blind dem Anbieter“, kritisiert Hans Schröder, Leiter des Regionalbüros Augsburg des Verbands Privater Bauherren. „Immobilien werden quasi per Handschlag gekauft, gerade jetzt, da die Nachfrage sehr hoch ist.“
Auch wenn Grundstücke rar sind, sollten Bauherren Grund und Boden nicht auf gut Glück kaufen. Denn nicht jedes Grundstück eignet sich für jeden Zweck, erklärt Klaus-Jürgen Edelhäuser von der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau. Auf Grundstücken in Hanglage zum Beispiel ist das Bauen meist schwieriger und teurer als auf ebenerdigen Flächen.

Verträge überfliegen und an der Beratung sparen
Schlüsselfertige Häuser sind praktisch. Ihre Komponenten lassen sich flexibel zusammenstellen. Doch Käufer sollten nicht nur auf den Preis schauen, rät Edelhäuser. Ein günstiger Endpreis kann auch zustande kommen, „weil Produkte und Materialien eingebaut werden, die nicht die höchste Qualität haben.“
Manche studieren die Verträge erst, wenn es schon fast zu spät ist – bei Unstimmigkeiten. „Dabei kann man bei genauem Lesen feststellen, dass oftmals wichtige Leistungen gar nicht enthalten sind“, sagt Schröder. Fehlt etwa der Punkt „Anschluss des Gebäudes an die Kanalisation“, muss der Bauherr für diese Arbeiten extra zahlen. Bausachverständige können den Bau begleiten und überwachen.
Wer selbst Hand anlegt, etwa mit Malerarbeiten, dem Verlegen der Bodenbeläge oder dem Gestalten der Außenanlagen, kann sparen. Doch: „Viele Bauherren muten sich zu viel zu“, warnt Schröder. Nicht jede Tätigkeit eignet sich zudem für Laien – das kann den Zeitplan durcheinanderbringen.

Rechnungen zu früh begleichen
„Bauherren sollten nur bezahlen, was vereinbart wurde“, rät Schröder. Die Schlussrechnung also erst nach Bauabnahme begleichen. Werde das Geld vorher ohne Vorbehalt überwiesen, könne der Bau als mängelfrei abgenommen gelten – auch ohne Bauabnahme.  dpa/tmn

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