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Recht & Service So umgehen Sie die klassischen Fehler
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08:00 21.03.2012
Fallen beim Hausbau Quelle: Orlando Florin Rosu – Fotolia
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Hannover

>>Abwasser: Im Bauvertrag sollte geklärt sein, bis wohin die Abwasserrohre führen - oftmals reichen diese nur bis einen Meter vor die Hauswand.

Alles andere ist dann Sache des Bauherrn, der sich auf seine Kosten um den Anschluss ans Kanalnetz kümmern muss.

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>>Aushub: Was geschieht mit der ausgehobenen Erde zu Baubeginn? Wo wird sie gelagert, wer entsorgt sie? Steht dazu nichts im Vertrag, muss der Bauherr sie auf eigene Kosten entsorgen.

>>Baustelleneinrichtung: Der Umfang der Baustelleneinrichtung sollte genau geklärt werden. Wer kümmert sich um was? Was gehört zur Einrichtung? Geräte, Lagermöglichkeiten, Zufahrten, Standplätze, Baustrom und Bauwasser sollten im Vertrag geregelt sein.

>>Bodenplatte: Wenn die Bodenplatte im Preis inbegriffen ist, sollte der Bauherr auf die Voraussetzungen achten. Steht dort "unter idealen Bodenbedingungen", muss er zahlen, wenn dies nicht der Fall ist.

>>Eigenleistung: Eigenleistungen sind bei Bauherren beliebt, um Geld zu sparen. Allerdings ergeben sich hier Fragen nach der Haftung bei Zeitverzögerung und unsachgemäßer Ausführung. Da Eigenleistungen ein kompliziertes Kapitel sind, sollten sie detailliert im Vertrag und unter Abstimmung mit dem Bauträger festgehalten werden.

>>Gleichwertig: Oft sind in Baubeschreibungen Materialien mit dem Zusatz "oder gleichwertig" beschrieben. Ist der Bauherr ein Laie, kann er gar nicht beurteilen, was überhaupt gleichwertig ist. Meist wird dann mindere Qualität eingebaut.

>>Objektbeschreibung: In einem Bauvertrag kommt der Objektbeschreibung große Bedeutung zu. Denn nur, was dort vereinbart wird, wird später auch ausgeführt beziehungsweise geliefert.

>>Planunterlagen: Die Pläne für das Haus sollten in den Kosten enthalten sein. An Unterlagen werden Zeichnungen und Berechnungen gemäß Landesbauordnung, Werkpläne, Installationspläne für die Haustechnik und Baugrund-Gutachten benötigt.

>>Reihenhausklausel: Wer ein Reihenhaus bauen will, sollte überprüfen, ob die anderen Häuser in der Reihe ebenfalls verkauft worden sind. Oft ist in den Verträgen eine Klausel enthalten, die besagt, dass der Baubeginn erst dann erfolgt, wenn alle Häuser verkauft sind. Ist dem nicht so, kann der Bauherr noch lange auf sein Haus warten.

>>Schlechtwetter: Schlechtes Wetter wird gern als Entschuldigung für Bauverzögerungen benutzt. Bauherren können aber meist nicht beurteilen, ob das Wetter wirklich zum Bauen ungeeignet war. Deshalb sollte man vereinbaren, dass dem Bauherren jeder Schlechtwettertag sofort gemeldet wird und aus diesem Grund keine Ausfalltage anfallen.

>>Terminabsprachen: Nicht eingehaltene Termine zählen zu den größten Ärgernissen. Deswegen sollte jeder Vertrag einen detaillierten, chronologischen Ablaufplan enthalten. Das Datum der Fertigstellung darf dabei nicht fehlen.

>>Zahlungsplan: Treten Sie am Anfang nicht in Vorleistung, sondern zahlen Sie immer nach Baufortschritt. Die Unternehmen können zwar Abschlagszahlungen verlangen, allerdings sollten diesen auch Leistungen vorausgegangen sein. Die Zahlungen sollten im Vertrag genau festgelegt sein. Übliche Abschlagszahlungen fallen zum Beispiel nach Dacheindeckung, nach Fenstereinbau, nach Estricharbeiten oder dem fertigen Ausbau an.

Julia Pennigsdorf