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08:00 21.03.2012
Optisch modern und äußerst sparsam: Der Zauberwürfel in Braunschweig (Ahad Architekten). Quelle: Christian Burmester
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Hannover

Energie sparen und eine umweltfreundliche Bauweise - das sind heute wichtige Voraussetzungen beim Bau eines Hauses. Denn Ressourcen werden knapp und der CO2-Ausstoß steigt. Es gibt eine Vielzahl von Angeboten, mit denen Kosten für Strom und Heizung verringert werden können und die helfen, die Umwelt zu schützen.

Passivhäuser: Schlau bauen und Kosten sparen

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Eine behagliche, konstante Temperatur im Sommer und im Winter: Das Passivhaus kommt ohne herkömmliche Heizung aus. Das Prinzip: Das Gebäude wird mit Hilfe "passiver" Energiegewinne aus der Sonnenwärme und der Wärme der Abluft geheizt. Voraussetzung für ein Passivhaus ist eine extrem starke Wärmedämmung, eine Ausrichtung des Hauses mit großen Fenstern nach Süden für die Nutzung der Sonnenenergie und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann ein geringer Restheizbedarf bestehen, welcher über Heizsysteme wie Fernwärme, Gas- oder Ölheizung, einen Holzofen oder aber durch solartechnische Heizsysteme erreicht wird. Im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude benötigt ein Passivhaus rund 90 Prozent weniger Heizenergie.

Null-Emissionshaus: Gut für den Klimaschutz

Ein Null-Emissionshaus ist in der Jahresbilanz CO2-neutral. Das bedeutet, dass am Jahresende die Energieerzeugung dem Energieverbrauch entspricht. Bei der Verwendung fossiler Brennstoffe wie Öl oder Erdgas entstehen bei der Wärme- und Stromversorgung eines Hauses CO2-Emissionen. In Zeiten von Rohstoffknappheit und Klimaerwärmung werden bei diesem Haustyp die schädlichen CO2-Gase hingegen reduziert. In einem Null-Emissionshaus können verschiedene regenerative Energietechniken zum Einsatz kommen - zum Beispiel Wärmepumpen in Kombination mit netzgekoppelten Photovoltaikanlagen (Solarstromanlagen). Solaranlagen lassen sich problemlos in Warmwasserbereitungs- und Heizungssysteme integrieren. Zusätzlich werden spezielle Wärmedämmungen sowie individuelle Lüftungskonzepte eingesetzt.

Niedrigenergiehaus: Standards erfüllen

Jedes heute neu gebaute Haus muss den Energiestandard erfüllen und die gesetzlich festgelegten Richtlinien einhalten. Grundlage ist eine optimale Wärmedämmung des Daches, der Außenwände und der Kellerdecke sowie die Isolierung der Türen und Fenster. Sie sorgt dafür, dass nur ein Bruchteil der aufgewendeten Energie das Hausinnere verlassen kann. Bei einem Niedrigenergiehaus sollten im Vergleich zu einem konventionellen Haus rund 30 Prozent des Energieaufwands eingespart werden.

Der Energiestandard eines Gebäudes legt fest, wie hoch der Energiebedarf pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr sein darf. Der Begriff "Effizienzhaus" ist ein Qualitätszeichen. KfW-Effizienzhaus 70 bedeutet, dass dieses Haus aufgrund von wärmedämmenden Maßnahmen 30 Prozent weniger Wärmeenergie als ein Neubau nach dem jeweils aktuellen Standard benötigt.

Der Gesetzgeber unterstützt den Bauherrn bei der Finanzierung eines KfW-Effizienzhauses 70.

Häuslebauer können einen zinsgünstigen Kredit bei der KfW-Bank beantragen. Dabei umfasst die Kreditsumme die vollen Kosten der wärmedämmenden Maßnahmen.

Julia Pennigsdorf

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