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11:23 15.04.2013
Gute Beleuchtung
Es muss keine Deckenleuchte sein: Gerade indirektes Licht wirkt harmonisch. Quelle: virtua73 - Fotolia
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Keine Frage: Es ist praktisch, beim Betreten eines dunklen Zimmers gleich den Lichtschalter neben der Tür ertasten zu können, um die Deckenlampe anzuschalten. Aber was praktisch ist, muss nicht immer auch schön sein oder für die richtige Stimmung sorgen. Das gilt auch für die Beleuchtung.

Wer einen Raum optimal beleuchten will, sollte sich zunächst einmal fragen, welche Tätigkeit dort überwiegend ausgeübt wird. Das Licht in der Küche, in der geschnippelt und gekocht wird, oder in einem Kellerraum, in dem gewerkelt und repariert wird, muss naturgemäß ein anderes sein als das im Wohn- und Essbereich oder im Kinderzimmer, wo Gemütlichkeit und Entspannung im Mittelpunkt stehen. Grundsätzlich gilt: Räume sollten mehr als nur eine zentrale Leuchte haben. Für Haushaltsarbeiten sind Beleuchtungen unverzichtbar, die mit hellen Glüh- oder Energiesparlampen ausgestattet sind, in Wohnräumen dagegen schafft gedämpftes Licht eine gemütliche Atmosphäre.

Inneneinrichtungsexperten empfehlen, Räume immer mit mehreren Lichtquellen auszustatten. Diese sollten nicht zu hoch angebracht werden. Ein Raum, in dem es Licht- und Schattenspiele gibt, wirkt immer behaglich und hat wesentlich mehr Atmosphäre als einer, der nur von einer einzigen Lampe erhellt wird. Unterschiedliche Lichtobjekte sind nicht nur für sich genommen schön. Ihr Lichtschein wird von Möbeln, Wänden und Bildern gespiegelt, sodass eine ganz natürliche Beleuchtung entsteht.

Wer ein Haus baut oder ein altes Gebäude oder eine Wohnung saniert, sollte also von vorneherein möglichst viele Steckdosen einplanen. Empfehlenswert sind außerdem sogenannte Dimmer, mit denen die Lichtstärke nach Bedarf reguliert werden kann.

Vorsicht geboten ist bei starken Lichtkontrasten, etwa dem punktuellen Licht der Schreibtischlampe oder der Nachttischlampe zum restlichen Licht im Raum. Der Unterschied sollte nicht zu groß sein, weil ein zu starker Kontrast anstrengend für die Augen ist und zur Ermüdung beim Lesen und Arbeiten führt. Bewährt haben sich aus demselben Grund gedämpfte Lichtquellen hinter Fernsehgeräten.

Wer Lust auf Licht und Lampen hat und findet, dass sie mehr bewirken sollten als lediglich fehlendes Tageslicht zu ersetzen, kann Lampen auch zur Inszenierung bestimmter Objekte einsetzen. Die passende Lichtquelle kann ein schönes Bild ebenso geschickt in Szene setzen wie ein extravagantes oder besonders liebgewonnenes Möbelstück.

Ein wenig Überlegung ist auch bei der Wahl der Lampe über Küchen- oder Esstisch nötig. Jeder weiß, wie unangenehm es ist, vom Licht geblendet zu werden oder sein Gegenüber nicht sehen zu können, weil die Lampe dazwischen hängt. Hier gilt es, auszuprobieren und auf Leuchten zurückzugreifen, die idealerweise in der Höhe verstellbar sind. Schließlich sind Menschen unterschiedlich groß.

Doch mit der Wahl der richtigen Lampe allein ist es nicht getan. Ein wenig technisches Wissen über die unterschiedlichen Leuchtmittel gehört ebenfalls dazu. Noch findet der Kunde herkömmliche Glühbirnen in den Ladenregalen, dazu kommen Energiesparlampen, LED- sowie Halogenlampen. Während die einen der guten alten Glühbirne nachtrauern und sie im Keller horten, schwören andere auf Energiesparlampen und deren gute Ökobilanz oder auf moderne Lichtakzente mittels Leuchtdioden oder Halogenlampen.

Juliane Zimmer, Lichtexpertin der Zeitschrift "Schöner Wohnen", favoritisiert LED-Lampen. "Sie werden das Rennen machen", sagt sie. "Sie sind klein, werden nicht zu heiß, leben ewig, und sie eröffnen Lichtdesignern großartige Möglichkeiten."

Julia Pennigsdorf

Kleine Warenkunde

Die Alternativen für die gute alte Glühbirne, die seit 2009 vom Markt genommen wird, heißen Energiesparlampen, LED, Halogenlampen.

>>Energiesparlampe: Eine mit der 60-Watt-Glühbirne vergleichbare 15-Watt-Energiesparlampe kostet zwischen zwei und 22 Euro.
Über die Helligkeit gibt nicht wie bei den Glühlampen die Wattzahl (W) Auskunft, sondern die Einheit Lumen (lm). Die Leistung einer 60-Watt-Glühbirne bietet eine Energiesparlampe mit 700 lm. Energiesparlampen verbrauchen 75 Prozent weniger Strom.

>>Leuchtdioden (LEDs): LED-Lampen kosten im Durchschnitt 20 bis 40 Euro. Sie erzeugen aus wenig Strom viel Licht und erzielen dank Halbleiterkristallen eine hohe Lichtausbeute. Bei vermeintlichen Schnäppchen im Fünf-Euro-Bereich ist Vorsicht empfohlen. Diese Varianten spenden wegen ihrer geringen Helligkeitswerte meistens nicht ausreichend Licht. Die Lichtausbeute von LED-Lampen ist ähnlich hoch wie bei Energiesparlampen. LED-Lampen erreichen ihre volle Helligkeit im Gegensatz zu Energiesparleuchten ohne Verzögerung. Nachteil: LED-Lampen sind noch so teuer, dass sich ihr Einsatz nur lohnt, wenn sie sehr oft und lange brennen. Als realistisch gilt eine Brenndauer von 20 000 Stunden.

>>Halogenlampe: Halogenlampen kosten zwischen 40 Cent und sechs Euro. Sie leuchten wie die Glühbirne mithilfe eines Wolframdrahtes, enthalten aber eine Beimischung von Halogenen, die die Schwärzung des Glaskolbens verhindert. Halogenlampen haben eine doppelt so lange Lebensdauer wie Glühbirnen und eine ähnliche Leuchtfarbe. Der Stromverbrauch liegt in der Regel nur gering unter dem einer Glühlampe. Er kann sogar deutlich höher sein.

Weitere Informationen:

www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de