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Bauen & Wohnen Im Trend: Individualität auf der Etage
Mehr Bauen & Wohnen Im Trend: Individualität auf der Etage
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11:59 06.08.2009
Auch Wohnen auf der Etage kann interessant und durchaus individuell sein. Quelle: ddp

Drei weitere Ideale sehen nämlich den eigenen Garten, den unverbaubaren Blick und die zentrale Lage vor. Das lässt sich nur schwer alles gleichzeitig in einem Objekt umsetzen. Wer flexibel genug ist, beim Garten auch einen Gemeinschaftsgarten gelten zu lassen, hat beste Chancen, die übrigen Ziele mit einer Eigentumswohnung zu verwirklichen.

Etwa jeder Vierte entscheidet sich beim Kauf für Wohneigentum auf der Etage. Die Wohnung hat dabei eine enorme Karriere gemacht. Vor dem Krieg galt sie noch als Arme-Leute-Lösung bei der Eigentumsbildung; Mehrfamilienhäuser wurden als Händelshäuser apostrophiert, weil die Bewohner oft in Händel (Streit) miteinander verwickelt waren. Inzwischen bauen Eigentumswohnungen ihren Marktanteil seit einem Vierteljahrhundert langsam, aber sehr beständig aus.

Erweiterte Spielräume

Mehrere Neufassungen des Wohn- eigentumsgesetzes haben die Möglichkeiten sowohl der Eigentümer als auch der Eigentumsgemeinschaften verbessert, ihren Bereich frei zu gestalten. So können Wohneigentümer inzwischen auch tragende Wände verändern, ohne dafür eine Zustimmung der übrigen Eigentümer zu benötigen, wenn ein Statiker die Sicherheit des Umbaus gewährleistet. Früher war diese Frage eine beliebte Möglichkeit, Käufe und Verkäufe zu verhindern. Heute wohnt es sich dank der Gestaltungsfreiheit in der Etagenwohnung ebenso individuell wie im eigenen Haus.

Jede Lage im Haus hat ihre ganz besonderen Vorzüge: Im Erdgeschoss gibt es oft einen direkten Zugang zum Garten - perfekt für Eltern von kleinen Kindern, die ihre Sprösslinge unbesorgt selbstständig in den Sandkasten ziehen lassen können. Unter den Dächern von Altbauten entstanden und entstehen neue Wohnungen nach neuestem Standard in alten, gewachsenen und voll erschlossenen Vierteln, oft mit Dachterrasse oder Dachgarten. Und auch die nicht immer ganz so charmanten Blockbauten der siebziger Jahre bieten mit aufgestockten Penthäusern freien, unverbaubaren Ausblick aus lichtdurchfluteten Wohnungen.

Nur wer Anforderungen weit außerhalb des Üblichen hat, muss länger suchen: Die großzügige 200-Quadratmeter-Altbauwohnung in den ruhigen Ecken großstädtischer Zentren gibt es auch, aber die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Trotzdem gewinnt die Wohnung hier den Vergleich mit dem eigenen Haus, denn Einfamilienhäuser in vergleichbarer Lage gibt es so gut wie gar nicht.
Abstriche machen müssen die Bewohner von Eigentumswohnungen dagegen bei der finanziellen Selbstständigkeit. Zwar wohnen auch sie nach dem Kauf mietfrei, aber nicht kostenfrei. Die Eigentümergemeinschaft beschließt eine monatliche Instandhaltungsrücklage für das Haus, die auch dann weiterbezahlt werden muss, wenn der Kredit längst getilgt ist. Für die Instandhaltung der Wohnung müssen die Eigentümer selbst vorsorgen. In den Teilungserklärungen der Häuser wird zumeist festgelegt, dass die Außenwände einschließlich der Fenster Gemeinschaftseigentum sind. Das heißt, dass der einzelne Eigentümer die Reparaturen nicht selbst bezahlen muss, andererseits aber auch über die Montage von Antennen oder Mauerdurchbrüche für Lüftungsanlagen nicht allein entscheiden kann.
Und wer mit seinen Zahlungen in die Gemeinschaftskasse allzusehr in Rückstand gerät, kann den Eigentümerstatus wieder aberkannt bekommen. Die Gemeinschaft lässt die Wohnung des säumigen Zahlers zwangsversteigern, um die Finanzlücke wieder zu schließen. Diese Fälle sind aber extrem selten, schließlich lassen sich Eigentumswohnungen dank ihrer steigenden Beliebtheit bei Bedarf auch gut wieder verkaufen.

von Ralf C. Kohlrausch

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