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Bauen & Wohnen Grün macht glücklich
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13:50 18.04.2011
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Zimmerpflanzen sind nicht nur schöne Accessoires für die Raumgestaltung, sie wirken auch gesundheitsfördernd und verbessern das Raumklima. Wer beim Kauf schon an die Bedürfnisse der Pflanze denkt, hat lange Freude an seinen grünen Mitbewohnern. Jede Zimmerpflanze hat ihre Standortvorlieben und Pflegebedürfnisse. Viele von ihnen sind unkompliziert, benötigen nur wenig Wasser und verzeihen Pflegefehler. Zur Grundausstattung eines Pflanzenfreundes gehören neben der Gießkanne Dünger, Sprüher, Pflanzenschere und Spezialerden. Natürlich gibt es auch anspruchsvollere Zimmerpflanzen, die eine besondere Pflege erfordern. Ob Trendgewächs oder Evergreen – wer die folgenden Tipps bei Pflanzenkauf und -pflege beachtet, wird lange Freude an den Pflanzen haben.

Standort: Er ist extrem wichtig für das Wachstum der Pflanze. Klassiker wie Alpenveilchen, Azalee, Gerbera oder Begonie mögen es gern hell, kühl und feucht. Exoten wie Orchideen brauchen dagegen einen warmen Platz bei hoher Luftfeuchtigkeit. Bis auf Kakteen sollten Blüh- und Grünpflanzen nicht in der direkten Mittagssonne stehen.

Blumenerde: Zimmerpflanzen brauchen eine hochwertige Erde. Grünpflanzen-Erde versorgt die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen. Die lockere Erde unterstützt das richtige Wachstum: Wasser wird gut gespeichert und Luft gelangt leichter an die Wurzeln. Orchideen und Kakteen haben besondere Ansprüche, für sie gibt es spezielle Orchideen-Erde.

Umtopfen: Sind bereits Wurzeln durch die Dränagelöcher gewachsen, ist es höchste Zeit, die Pflanze umzutopfen. So hat sie wieder Platz, sich zu entwickeln.

Luftfeuchtigkeit: Ideal für die Pflanzen sind Werte von 40 Prozent bei einer Temperatur von 18 Grad beziehungsweise 50 Prozent bei einer Raumtemperatur von 21 Grad. Bedingt durch Heizperioden in der kalten Jahreszeit liegen die Werte in einigen Räumen oft unterhalb von 40 Prozent. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit helfen Wasserschalen und Zimmerbrunnen. Auch das Besprühen mit Wasser bewahrt Pflanzen vor dem Austrocknen. Am besten eignet sich weiches Wasser, da zu hartes Kalkablagerungen auf den Blättern hinterlässt. Weiches, kalkarmes Wasser entsteht in Kondenswäschetrocknern. Aber nicht jede Pflanze möchte besprüht werden, fragen Sie beim Kauf nach.

Gießen: Der Wasserbedarf der Pflanzen richtet sich nach der Jahreszeit, der Pflanzenart, der Pflanzen- und Topfgröße. Vorsicht: Dauernässe kann zu Schimmelbildung und faulenden Wurzeln führen. Tontöpfe ziehen Feuchtigkeit aus der Blumenerde, weshalb die Pflanzen häufiger gegossen werden müssen als Pflanzen in Plastiktöpfen. Das Gießwasser sollte Raumtemperatur haben und möglichst kalkarm sein. Einige Zimmerpflanzen mögen das Gießwasser statt auf den Blättern ausschließlich auf der Erde oder im Übertopf, beispielsweise Usambara-Veilchen. Wassertropfen hinterlassen andernfalls Flecken auf den Blättern.

Düngen: Um die Pflanzen dauerhaft mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen, empfiehlt sich der Einsatz von Pflanzendünger. Es gibt ihn als Stäbchen oder flüssigen Blumendünger, der zum Gießwasser gegeben wird. Die grünen Mitbewohner bedanken sich mit Blütenpracht und saftig grünen Blättern. bw

Umzug: Wenn Wurzeln durch die Dränagelöcher gewachsen sind, muss umgetopft werden. Der neue Topf sollte im Durchmesser maximal vier Zentimeter größer sein. Ist er zu groß, wird leicht zu viel gegossen. Orchideen (rechts) brauchen dafür eine spezielle Erde.Max Bahr

bw

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