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14:44 24.05.2012
PKW Honda Civic
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Hannover

Zuletzt wurden Lenkungs- und Fahrwerksabstimmung des koreanischen Herstellers kritisiert. Beim neuen i30 folgen nun postwendend Verbesserungen. Obwohl es sich eigentlich - bei gleichem Radstand - eher um ein großes Facelift handelt, legt der Fünftürer vor allem bei Handling und Komfort zu.

Hyundai tritt mit dem in Tschechien produzierten i30 im C-Segment an. Die sogenannte Golf-Klasse verbucht in Europa die meisten Zulassungen. Allerdings gibt es reichlich Anbieter, sodass sich ein neuer Konkurrent besonders ins Zeug legen muss. Die koreanische Marke versteht ihr Handwerk. Sie hat nicht nur das Design des i30 ansprechend gestaltet, sondern auch technisch Fortschritte gemacht. Beispiele finden sich bei Funktionalität und Qualität, Aerodynamik und Gewicht sowie im Innenraum.

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Den größten Sprung nach vorn macht Hyundai bei den Verbrauchswerten der serienmäßig mit Sechsganggetriebe ausgestatteten Motorisierungen. Angeboten werden fünf Motoren, zwei Benziner und drei Diesel sowie eine „Blue“-Variante mit Start-Stopp ausschließlich im 1.6 CRDi. Der 1,4-Liter-Einstiegsbenziner leistet 73 kW/99 PS. Er verbraucht im genormten Mix 6,0 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer. In der untersten von drei Ausstattungslinien (Classic, Trend, Style) kostet er 15.850 Euro.

Mehr Fahrspaß vermittelt der stärkere 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 99 kW/135 PS, dessen Normverbrauch bei 5,7 Liter pro 100 Kilometer liegt. Er beschleunigt tatkräftig, zieht spürbar besser durch und ist auch in der Spitze schneller als der Basisbenziner. Sein Preis in Stufe „Trend“: ab 19.370 Euro. Verglichen mit Konkurrenten wie dem Opel Astra liegen die Preise günstiger. Beispiel: Der fünftürige Astra 1.4 mit Fünfgangschaltung kostet 16.770 Euro; für den Golf 1.4 verlangt VW sogar noch etwas mehr.

Bei den Selbstzündern beginnt die Palette mit dem 1.4 CRDi ab 17.800 Euro. Er leistet 66 kW/90 PS. Mehr Kraft und Drehfreude entwickelt der 1.6 CRDi (81 kW/110 PS). Neu ist der 1.6 CRDi mit 93 kW/126 PS und kräftigen 260 Newtonmeter Drehmoment. In der „Blue“-Version verbraucht er nur 3,7 Liter, entsprechend 97 g/km CO2-Ausstoß, sonst immer noch niedrige 4,1 l/100 km (108 g/km CO2). Die 1,6-Liter-Diesel gibt es ab 20510 Euro, den i30 Blue ausschließlich in Stufe „Trend“ für 21.530 Euro. Für die Motoren mit 1,6 Liter Hubraum bietet Hyundai eine selbst entwickelte Sechsstufenautomatik für 1400 Euro an, die allerdings einen deutlichen Mehrverbrauch aufweist.

Der 4,30 Meter lange Kompakte zeigt im ersten Fahreindruck keine nennenswerten Schwächen. Er lässt sich einfach bedienen, fährt sich bis in den Grenzbereich sicher und ist straff, aber durchaus komfortabel abgestimmt. Auf die variable Lenkhilfe, die serienmäßig per Knopfdruck drei Modi (Normal, Comfort, Sport) zulässt, kann man eigentlich verzichten. Besonders leichtgängig ist sie freilich beim Rangieren in „Comfort“. Ins Gepäckabteil passen 378 Liter bis maximal 1316 Liter.

Schon in der Ausstattungsstufe „Classic“ liefert Hyundai viele Details, darunter eine manuelle Klimaanlage, Zentralverriegelung (mit Funkfernbedienung) und elektrische Fensterheber vorn. Weitere Sicherheits- und Komfortdetails weist die Stufe „Trend“ auf, fast schon luxuriös geht es bei „Style“ zu (zum Beispiel Zweizonen-Klimaautomatik). Darüber hinaus kann der Kunde diverse Pakete oder für 1120 Euro Navigation mit Touchscreen, für 1200 Euro Glasschiebedach, Lederbezüge (Preis je nach Ausstattungslinie) und vieles mehr ordern.

Seit 2007 auf dem Markt, hat das Vorgängermodell des i30 fast alle Käufer überzeugt - nicht zuletzt wegen der umfangreichen Fünf-Jahres-Fahrzeuggarantie. Jetzt kommt zunächst der Fünftürer, im Sommer der Kombi und im nächsten Frühjahr der Dreitürer. In der zweiten Auflage taugt das Auto, das im Hyundai-Technologiezentrum in Rüsselsheim eigens für den europäischen Markt entwickelt wurde, erst recht zum Verführer.