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Auto & Verkehr C-Max jetzt auch in der Langversion
Mehr Auto & Verkehr C-Max jetzt auch in der Langversion
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15:05 23.11.2010
Ford C-Max und Grand C-Max
Zu zweit: Die klassische Kurzversion C-Max und der große Bruder Grand C-Max.
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Der C-Max kommt an: Seit seiner Markteinführung vor sieben Jahren konnte Ford den Hochdachkombi auf Focus-Basis europaweit 820 000-mal verkaufen. Allein in Deutschland entschieden sich 150 000 Käuferinnen und Käufer für den kompakten Mittelklassevan. Für die Zukunft kann die MAV-Klientel (MAV steht laut Ford für Multi Activity Vehicle und meint wohl Vielzweckkombi) unter zwei C-Mäxen wählen. Gleich zur Händlerpremiere am 4. Dezember gibt es das Nachfolgemodell als klassisch kurzen C-Max mit vier Türen und fünf Sitzplätzen sowie als wahlweise siebensitzige Langversion Grand C-Max mit Schiebetüren zum Fond.

Die Doppelstrategie könnte klappen, sie ist schließlich längst bewährt. Renault fährt beim direkten C-Max-Wettbewerber Scenic exakt denselben Kurs und hat das Prinzip zudem eine Klasse darunter auf den Modus adaptiert. Da wie dort trägt die Langversion den Namenszusatz Grand. Ford selbst hat den Doppelschlag aber längst ausgeführt: Bei den großen Vans bieten die Kölner schon länger zwei Versionen an, den dynamisch gezeichneten S-Max und den riesigen Galaxy. Die technische Basis teilen sich die Großkombis brüderlich; beide stehen auf der Plattform des Ford Mondeo. Ähnlich ist es bei den C-Mäxen, die basieren beide auf dem nächsten Focus.

Auf Markterfolg programmiert

An die Markterfolge des ersten, jetzt zur Ablösung noch einmal mit Sondermodellen aufgepeppten C-Max-1, soll das Nachfolge-Double nahtlos anknüpfen. Bereits vor der Handelseinführung meldet Ford 8000 Blindbestellungen. Die Kölner rechnen damit, im kommenden Jahr mehr als 23 000 C-Max und Grand C-Max in Deutschland verkaufen zu können und kalkulieren mit einer Nachfrageverteilung von 50 zu 50. Während der vergleichsweise geräumige Grand C-Max speziell für junge Familien die ideale Wahl sein soll, spreche der einen Hauch in Richtung Sportlichkeit ausgelegte normale C-Max alle Autokäufer mit einem Hang zum Hochdachkombi an.

Komplett neu und unabhängig von der Karosserielänge stets gleich ist die Innenraumgestaltung. Verarbeitungsqualität und Materialauswahl wirken besser als bisher, aber die Qualitätsanmutung erreicht nach wie vor nicht das angestrebte Premium-Niveau. Während der obere Teil des Instrumententrägers weich geschäumt ist, gibt’s unten herum jede Menge Hartplastik. Klar gestaltet sind die Instrumente und die Klima-Bedieneinheit, das Multifunktionslenkrad hingegen wirkt überladen. Die Navigations-Infotainment-Einheit von Sony ist mit ihren unzähligen winzigen Tasten und dem zu kleinen Bildschirm ein Musterstück an Unübersichtlichkeit.

Hinten wird differenziert

Sind die beiden C-Max-Varianten bis zur B-Säule innen wie außen baugleich, enden die Gemeinsamkeiten hier. Während der Kurze ein klassischer Viertürer mit Klapp-Portalen hinten rechts und links ist, machen beim langen C-Max Schiebetüren den Weg zum Fond frei. Packt man keine Zusatzsitzplätze in den Kofferraum des Grand-Modells, steht hier ein erfreulich deutliches Mehr an Ladekapazität zur Verfügung. An den Laderaum des VW Touran kommt aber auch der große C-Max nicht ganz heran.

Beim Normalmodell ist das Platzangebot im Fond gut, Bein- und Kopffreiheit passen auch für große Passagiere. Serienmäßig ist eine herkömmliche 3er-Sitzbank verbaut, die sich einfach umlegen lässt. Das Kofferraumvolumen wächst dann von 471 Litern auf bis zu 1723 Liter. Optional ist eine Komfortsitzbank im Angebot. Hier lassen sich die äußeren Sitze schräg nach hinten/innen verschieben, was den Passagieren mehr Bein- und Schulterfreiheit bringt.

Im Grand C-Max verschwinden die beiden optionalen Notsitze sauber im flachen Fahrzeugboden wie die drei Einzelsitze der zweiten Reihe. Die sind zudem längs verstellbar. Für einen besseren Durchstieg in die dritte Reihe lässt sich der Mittelplatz einzeln zusammenklappen und unter dem Polster des rechten äußeren Sitzes verstecken. Den so entstandenen Mittelgang können nur Kinder vernünftig nutzen – und das ist auch gut so, denn die hintersten Plätze reichen für Erwachsene ohnehin nicht.

Breite Motorenpalette

Die beiden neuen Modelle locken nicht nur mit Flexibilität im Innenraum. Gegen Mehrpreis sind zahlreiche Fahrer-Assistenzsysteme wie ein Toter-Winkel-Überwacher oder ein Einparkhelfer lieferbar. Das Motorenangebot reicht bei den Dieseln für beide Varianten von 70 kW/95 PS bis zu 120 kW/163 PS und bei den Benzinern von 77 kW/105 PS bis zu 134 kW/182 PS. Stichwort Benziner: In beiden C-Max-Versionen wird ein neu entwickelter 1,6-Liter-„Eco-Boost“-Motor mit Benzin-Direkteinspritzung eingesetzt, der in Kombination mit einem Sechsgangsschaltgetriebe in zwei Leistungsstufen verfügbar ist: mit 110 kW/150 PS und mit 134 kW/182 PS. Die Kraftübertragung zu den Vorderrädern obliegt Fünf- oder Sechsganghandschaltgetrieben. Automatikfahrer bekommen ein Doppelkupplungsgetriebe, allerdings vorläufig nur in Verbindung mit einem der stärkeren Dieselaggregate.

Christiane Wildhage