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Restaurants in Hannover Wie man in der „Bar Añejo“ einen Ausflug nach Südamerika machen kann
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Wie man in der „Bar Añejo“ einen Ausflug nach Südamerika machen kann

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07:04 03.11.2021
Lateinamerikanischer Genuss: Korena Nimani serviert in der „Bar Añejo“ unter anderem Arepas – das sind gefüllte Maisteigfladen.
Lateinamerikanischer Genuss: Korena Nimani serviert in der „Bar Añejo“ unter anderem Arepas – das sind gefüllte Maisteigfladen. Quelle: Wilde
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Hannover

Wer zur Tür hereinkommt, sieht als erstes eine Bar, die üppiger kaum bestückt sein könnte. In der „Bar Añejo“ wird Cocktail-Kunst zelebriert – im indirekt beleuchteten Regal stehen mehr als 50 Sorten Rum, dazu Tequilas, Mezcals, diverse Gin-Sorten. Der Name des Lokals spielt auf den Jahrgang an, der als „Añejo“ auf den Flaschen vermerkt ist. Der Wirt Johnny Chance Rodriguez stammt aus Venezuela, ein fantasievolles, buntes Wandgemälde mit entsprechendem Schriftzug weist auf sein Heimatland hin. Auch die gerahmten Fotos und Gemälde verweisen auf die Tier- und Pflanzenwelt Südamerikas.

Die Einrichtung ist in gedeckten Grün- und Brauntönen gehalten, die Tische wirken stilvoll verschrabbelt, man sitzt auf Lederbänken oder grau gepolsterten Stühlen. In einem Nebenraum kann man auf wuchtigen Chesterfield-Sofas lümmeln und seine Drinks genießen. An diesem nieseligen Oktoberabend ist es in der Bar allerdings etwas kühl, ein Heizlüfter arbeitete gegen die Herbsttemperaturen an.

Linden-Schick: Die „Bar Anejo“ mixt Leder und Holzelemente. Quelle: Frank Wilde

Service

Hinter dem Tresen mixt ein junger Mann Cocktails. Die freundliche Kellnerin umsorgt uns emsig, spricht mit uns auch das Timing zwischen Vorspeise und Hauptgang ab, erklärt Besonderheiten der südamerikanischen Küche. In diesem Lokal wird von Personal und Gästen viel Spanisch gesprochen – das steigert das Urlaubsgefühl!

Die Dekoration verweist auf die venezolanische Heimat des Wirts. Quelle: Frank Wilde

Essen und Trinken

Das Fernweh stellt sich beim Studium der Speisekarte ein. Rodriguez klärt in einem Glossar darüber auf, dass Yuca, Maniok und Cassaba unterschiedliche Namen für dasselbe Wurzelgemüse aus seiner Heimat sind. Dass Bananen ein wichtiger Bestandteil der venezolanischen Küche und Arépas runde (und glutenfreie) Maisteigfladen sind. Wir starten mutig mit der „Tabla de Tostones y Rellenos“ (10,90 Euro), doch hinter den sechs „Kochbananen-Platten“ stecken handtellergroße, knusprig frittierte Fladen, die nur eine ganz leicht süßliche Note mitbringen. Aus drei Töpfchen kann man sie mit Pulled Beef (saftig und würzig), Hühnchen in Avocadocreme (frisch und fluffig) oder Thunfisch (leichte Korianderschärfe) beladen. Ein toller Snack für einen Cocktailabend.

Das gilt auch für „Chicharrón de Pollo“ (7,90 Euro). Die zarten Hähnchenteile sind in eine krosse, appetitliche Panade gehüllt, zwei hausgemachte Dips auf Avocado- und Kräuterbasis korrespondieren sehr gut mit der angenehmen Schärfe des Fleisches. Beim „Lomo Saltado“ (14,90 Euro) waren die Rinderfiletstreifen nach unserem Geschmack einen Tick zulange in der Pfanne. In Kombination mit Soja-Marinade, gebratenen Zwiebeln und Tomaten wirkt das Gericht aber gut abgestimmt, die frittierten Maniok-Stifte sind eine tolle Pommes-Alternative.

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„Arepa Pabellon“ (10,90 Euro) mutet an wie ein venezolanischer Döner – im Maisfladen stecken saftiges Pulled Beef, schwarze Bohnen und gebratene Kochbananen. Auch hier ist das Zusammenspiel aus Süße und Würze eine interessant. Der dazu servierte Möhren-Krautsalat ist genial, die Bananenchips wären unser Lieblingssnack für den Fernsehabend. Die Hausweine (5,50 Euro für 0,2 Liter) sind günstig und solide, der Schwerpunkt der Getränkekarte sind aber eindeutig Cocktails.

Fazit

Ein spannender Ausflug in die südamerikanische Küche zu fairen Preisen.

Info Bar Anejo

Für Kinder geeignet

Hunde willkommen

Veganes Gericht

Nicht barrierefrei

Barzahlung, EC, Kreditkarte

Bar Anejo

Elisenstraße 22

30451 Hannover

www.bar-anejo.de

Öffnungszeiten: täglich von Mittwoch bis Sonntag ab 18 Uhr

Von Andrea Tratner