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Restaurants in Hannover In diesen Restaurants in Hannover hat es 2021 am besten geschmeckt
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In diesen Restaurants in Hannover hat es 2021 am besten geschmeckt

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08:22 30.12.2021
Ob im Kouro, dem Esskult oder der Bar Anejo – diese Restaurants in Hannover sind einen Besuch wert
Ob im Kouro, dem Esskult oder der Bar Anejo – diese Restaurants in Hannover sind einen Besuch wert Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Jeden Mittwoch finden Sie in der Neuen Presse einen Restauranttest – hier sehen Sie, wo es uns in diesem Jahr am besten gefallen hat! Unser großer Gastro Jahresrückblick 2021.

Andrea Tratner: Sushi mit Stil: Im „Kouro“ (Theaterstraße 14) geht es nicht nur um makellose Fischhäppchen und interessante Geschmackskombinationen, sondern auch um Design und Ästhetik. Die Sojasauce wird im eigens kreierten Flakon gereicht, die nachtschwarzen To-go-Schachteln werden gerne bei Instagram gepostet, das Lokal heißt uns in einer heimeligen Höhle willkommen – durch die blickdichten Fenster fällt kein Blick von draußen herein. Tollen Service und ausgezeichnetes Essen gibt es außerdem. www.kouro.de

Wenn schon Frühstück, dann richtig! Das „Café Bohoo“ (Arndtstraße 1) ist der ideale Treffpunkt für Studenten, Spätaufsteher, Plauderrunden, Menschen mit Laptops. Frühstück wird hier bis zum späten Nachmittag serviert, von süß bis orientalisch, von deftig bis international. Die hausgemachten Limonaden sind lecker, Pancakes, Bowls und Eierspeisen werden in üppigen Portionen serviert. Draußen sitzt man zwar im Auge des Verkehrs-Orkans, doch drinnen öffnet sich auf zwei Etagen eine durchgestylte Welt, auf der das Auge eines großen Frida-Kahlo-Porträts an der Wand ruht. Viel Augenfutter! cafebohoo.de

Wer weiß, wann wir das nächste Mal verreisen? Wer in Hannover authentisches Südamerika-Feeling schnuppern möchte, schenkt dem oder der Liebsten einen Abend in der „Bar Añejo“ (Elisenstraße 22, Linden-Nord). Bei Arepas und Tostados bekommt man dort von Gastgeber Johnny Chance Rodriguez auch ausgezeichnete Rum-Spezialitäten serviert. Mehr Venezuela geht in Hannover nicht! So ein Abend versüßt den Pandemie-Winter. www.bar-anejo.de

Kleiner Hof, ausgezeichnete Bar-Kultur und ein toller Max

Christoph Dannowski: Cortile ist das italienische Wort für Hof. Das „Little Cortile“, also der kleine Hof, findet sich in Hannover zentral an der Goethestraße 22. Das Restaurant, das gerade einen Generationswechsel von Mama zu Tochter hinter sich hat, lohnt den Besuch. Das Ambiente ist modern, aber liebevoll, der Service ist flott und persönlich, die kleine Karte verspricht Frische und Finesse. Das meiste ist selbst gemacht und einfach lecker. www.little-cortile.de

Im Februar feiert die „Lieblingsbar“ (Herrenhäuser Markt 5) Fünfjähriges. Die Getränkekarte dieser Bar umfasst 49 Seiten, aber es lässt sich auch lecker essen in der Nähe der Barockgärten. Das Fleisch kommt vom Metzger um die Ecke, viele Saucen und Dips sind selbst gemacht, viele Ideen pfiffig. Wie das „Duett für Unentschlossene“, zwei halbe Landbrotscheiben, einmal mit Erbsen-Cashew-Pesto, Schaf- und Ziegenkäse und einmal mit Tomaten und Basilikum. Für ihr Corona-Konzept ist das Lokal von einer Fachzeitschrift sogar zur „Bar des Jahres“ gewählt worden. www.lieblingsbar.de

An Langenhagens Hauptstraße liegt das familiengeführte Hotel Wegner, aber wer dessen Restaurant „Max’es“ für den Speisesaal des Hotels hält, wird überrascht. Von der fantasievollen Karte, auf der sich Burata mit gerösteten Erdnüssen, die blanchierten Sojabohnen Edamame, sous-vide-gegarte Spare Rips und Barbarie-Entenbrust finden. Von der Wohlfühl-Atmosphäre und vom herzlichen Service. Die Frühstücksmanufaktur des Hotels hat längst eine Fangemeinde, aber auch abends ist das Max’es zu empfehlen. Ab Januar gibt es eine „Fine Dining“-Karte. www.restaurant-maxes.de

Veggie-Kunst, Spiel mit Aromen, beste Bouillabaisse

Julia Braun: Nicht Fisch, nicht Fleisch: Lennart Röbbel serviert in seinem „Rüpel“ am Kötnerholzweg 30 ausschließlich vegane oder vegetarische Küche. Das Ambiente ist minimalistisch, der Genuss groß: Bei Sauerteigknödel mit Kapuzinerkresse und Petersiliencreme oder Hummus mit Chili-Petersilien-Öl und schwarzem Sesam vermisst kein Mensch den Speck oder das Steak. Versprochen! www.ruepel.bar

Im Leineschloss residiert neben dem Edellokal „Votum“ auch das „Schorse“. Hier peppen die Köche Oliver Welte und Benjamin Gallein ihre Gerichte mit viel Liebe und tollen Ideen auf. Beispiel: Kürbissüppchen mit confiertem Lachs und Wildkräutern klingt nicht übertrieben raffiniert – aber genau so schmeckt es. Auch die Komposition von gebratener Jakobsmuschel mit marinierten Blumenkohlröschen, Trauben, Pinienkernen und Pistazien hat uns schlicht begeistert. Die Aromen auf diesen Tellern ergänzen sich vortrefflich. Und im Sommer wird die große Terrasse an der Leine wieder ein Hit. schorse-im-leineschloss.de

Lokale mit kleinen Karten wechseln häufig ihr Angebot. Wir wünschen uns an dieser Stelle, dass die „Vince Weinbar“ niemals ihre Bouillabaisse streicht – der megaköstliche Fischeintopf hat eine wahnsinnige Wucht. Auch die ideenreichen Gerichte, die in französischen Creusets serviert werden, sind sehr empfehlenswert. Ansonsten ist die golden leuchtende Bar an der Theaterstraße 1 ein heißer Tipp für die Champagner- und Austern-Szene der Stadt: Ein Hauch von Sehen-und-Gesehen-Werden-Atmo schadet Hannover ja auch nicht. vince-hannover.de

Ein Spagat, traumhafte Aussichten und ein Blumenstrauß

Sönke Lill: Der Anspruch des „Lokal 4“ (Goseriede 4) war hoch: Denn das Konzept, mit dem Betreiber Ferdi Simsek im Juli der „Francesca-&-Fratelli“-Filiale folgte, sollte den ganzen Tag funktionieren – von Frühstück bis Dinner. Die Küche lieferte, bei unserem Besuch waren wir vom Thunfisch mit Wakame-Salat begeistert. Das Servicepersonal hat uns das Gefühl gegeben, dass wir die einzigen Gäste wären. Die Macher des „Lokal 4“ haben einen Spagat hinbekommen, wie ihn nur wenige Gastronomen meistern. Zurzeit beugt sich Ferdi Simsek der Corona-Situation: Sonntag bis Dienstag sind Ruhetage, an den anderen Tagen ist ab 17 Uhr geöffnet. www.lindenblatt-hannover.de

Einen Besuch dieses Ortes sollte man sich in der warmen Jahreszeit definitiv nicht entgehen lassen: Bei gutem Wetter ist der „Insel Beach Club“ (Rudolf-von-Bennigsen Ufer 83) am Aspria am Südufer des Maschsees ein Traum: Es wartet eine tolle Aussicht und eine Küche, die weniger an Biergärten als an die gute „Insel-Tradition“ erinnert, zum Beispiel mit einer spannenden Auswahl an Antipasti, Bowls oder kreativen Pasta-Gerichten. www.inselbeachclub.de

Gut, dass das „Esskult“ die kulinarische Vielfalt der Stadt wieder bereichert. Nach Lockdown und einem halben Jahr Renovierung hat Betreiber Juri Duchan im Oktober sein Restaurant wieder eröffnet – und bleibt sich treu: Neben einem festen Angebot gibt es eine alle vier Wochen wechselnde Karte. In der Weihnachtszeit kommt beispielsweise Ente auf den Tisch. Die Küche besticht mit großer Kreativität. Von der Suppe namens „Blumenstrauß“, einer Apfel-Weißburgunder-Suppe mit Thymian und getrockneten Blumenblüten, schwärmen wir heute noch. www.esskulthannover.de

Am Urlaubs-Pier, am Markt und auf der Lister Meile

Maike Jacobs: Es war wie im Urlaub: ein lauer Sommerabend, Palmen und hohe Gräser um uns herum, das Plätschern des Wassers, der blutrote Himmel zum Sonnenuntergang – den Abend im „Pier 51“ (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 51) haben wir sehr genossen. Den ersten Lockdown haben die Betreiber genutzt, um gründlich umzubauen – man sitzt nicht mehr so beengt, der Loungecharakter wird stärker betont, und dank der Akkustikdecke ist es auch wesentlich leiser als früher. Dazu hat die Küche eine Speisekarte kreiert, die das mediterrane Gefühl kulinarisch weiterleben lässt. Das lohnt sich – im Sommer wie im Winter. www.pier51.de

In Hemmingen am Rathausplatz 6a führt meine Namensvetterin Maike Hoffmann mit viel guter Laune ein schönes Restaurant mit traditioneller Küche. „Maike’s“ heißt es, und hier kommen besonders Freunde von Wildgerichten auf ihre Kosten. Denn Maike Hoffmann und ihr Mann haben eine eigene Jagd am Ith, mit der sie das Restaurant versorgen. Aber es gibt auch Burger und Currys – die Karte ist wirklich breit gefächert. Alle Gerichte kann man auch außer Haus beziehen. Und wer gar nichts finden sollte, kann mit der Küche seine Wünsche besprechen. maikes-restaurant.de

Seit unserem Restauranttest war ich schon mehrmals wieder dort – das „Panea“ auf der Lister Meile 56 ist ein hervorragender Treffpunkt zum Frühstücken, zum Kaffee trinken, für einen Plausch zwischendurch. Denn hier stimmt alles: Speisen, Service, Freundlichkeit – und besonders die Gerichte mit dem gegrillten Brot sind Verführung pur! www.panea.de

Unsere Top 7

Und so läuft ein Test ab: Wir besuchen die Restaurants stets anonym und ohne Anmeldung: So ist gewährleistet, dass unsere Tester nicht bevorzugt behandelt werden. Nach dem Besuch wird das Lokal informiert, dass es getestet wurde – die Ergebnisse werden aber noch nicht verraten. Dann werden Fototermine vereinbart und alle Informationen für die Berichterstattung abgefragt. So zum Beispiel, auf welche Weise Gäste in dem Lokal zahlen können oder ob es auch Gerichte für Kinder gibt.

In die Bewertung fließen das Urteil über das Ambiente, den Service sowie Essen und Getränke ein. Es werden Sterne auf einer Skala von 1 bis 8 vergeben, wobei 8 die höchste Wertung ist. In unserem Ranking hier am Jahresende ist die Gesamtsumme der Sterne eines jeden Restaurants entscheidend – denn für unsere Tester spielt nicht nur das Essen eine Rolle, sondern das Gesamterlebnis.

Die bestmögliche Wertung wären also 24 Sterne. Sie wurden nicht erreicht, aber einige Restaurants sind dieser Bestmarke sehr, sehr nahe gekommen.

22 Sterne:

Lokal 4: Ambiente 7, Service 8, Essen & Trinken 7

Pier 51: Ambiente 8, Service 7, Essen & Trinken 7

Vince Weinbar: Ambiente 7, Service 7, Essen & Trinken 8

21 Sterne:

Kouro: Ambiente 7, Service 7, Essen & Trinken 7

Maike’s Restaurant: Ambiente 7, Service 7, Essen & Trinken 7

Panea: Ambiente 7, Service 7, Essen & Trinken 7

Schorse: Ambiente 7, Service 7. Essen & Trinken 7

Von NP