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Meine Stadt Neues Geschäftsmodell: Das bietet „Vaund“ in der Innenstadt
Hannover Meine Stadt Neues Geschäftsmodell: Das bietet „Vaund“ in der Innenstadt
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11:38 28.11.2019
Auf neuen Wegen: VR-Fitness und mehr High-End-Technologie gibt es ab Samstag bei Vaund zum Ausprobieren. Mit dem neuen Geschäftsmodell wollen die Gründer ganz Deutschland erobern. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Unverputzte Säulen, ungestrichene Wände und davor technische Produkte von ausgesuchter Güte – am Samstag eröffnet der neuartige „Vaund“-Store in Hannovers Georgstraße seine Ladentüren. Die NP warf vorab einen Blick in den Showroom des Geschäfts, das von Hannover aus ganz Deutschland erobern soll.

Irgendwo zwischen Galerie und Rohbau ist das Design des Stores mit seinen hellen, betont nüchtern aus Beton und Edelstahl gestalteten Räumen angesiedelt. Die Stars sind eindeutig die Produkte: E-Skateboards, hochwertige Plattenspieler oder Kühlschränke – sie erhalten großzügigen Raum, stehen ohne Konkurrenzprodukte der gleichen Branche im Rampenlicht des Showrooms.

Sogar einen Porsche kann man kaufen

Und die Palette ist breit gefächert: Zwischen dem hochwertigen Kühlschrank im knallbunten Dolce & Gabana-Design und einer Art Ski-Dreirad der Marke „Snow-G0“, steht ein neu aufbereiteter Porsche 911, Baujahr 1984 – Kostenpunkt 76.000 Euro. Alles trendig in Szene gesetzt. „Wir sind kein einfacher Elektro-Laden, das sieht man schon beim ersten Blick in unser Geschäft“, sagt Geschäftsführer Michael Volland.

Rund 350 Produkte sind auf den 750 Quadratmetern Ladenfläche aufgebaut. Darunter Lern-Spielroboter, die per Handy gesteuert werden und Plastikkügelchen schießen können, eine Art elektronische Kräuterspirale mit automatischer Wasser- und Lichtzufuhr, ein hochwertiges E-Skateboard, High-End-Kaffeemaschinen oder auch „Icaros“: eine Mischung aus Fitnessgerät und VR-Flugsimulator, mit der der Nutzer durch virtuelle Welten fliegen kann und auch noch etwas für sein Sixpack tut. Der Preis in der Grundausstattung: 1900 Euro.

Die NP blickte vor der Öffnung des neuartigen Geschäftes in den Showroom von Vaund: Die Produkte sind durchaus ausgefallen.
Vaund-Mitarbeiterin Hila Nawabi vor einer elektronischen Kräuterspirale. Quelle: Christian Behrens

Günstig sind die Produkte nicht – dafür aber hochwertig. „Und sie bekommen hier den Platz und die beraterische Würdigung, die sie verdienen“, sagt Mitgründer Christian Ladner. „Anders als im Einzelhandel, wo Karton neben Karton steht, werden hier einzelne Artikel hervorgehoben.“

Was es nicht alles gibt: Ein Ski-Dreirad von „Snow-Go“. Quelle: Christian Behrens

Verkauf der Waren steht gar nicht im Vordergrund

Denn genau das ist das Geschäftsmodell der Neugründung „Vaund“ in den Räumen der ehemaligen Esprit-Filiale: Eine Art Showroom für technische Premiummarken großer Hersteller und kleiner Start-ups, sogar zahlreiche lokale Händler stellen hier aus. Sie alle sollen Ausstellungsfläche im Laden mieten. Zwar können die Produkte bei „Vaund“ auch direkt gekauft werden, sein Geld verdiene das Unternehmen aber in erster Linie mit der Miete, die der Händler für die Präsentation einzelner Produkte bezahle. „Wir kommen damit einem immer stärker werdenden Kaufverhalten nach: Man lässt sich im Fachhandel das Produkt erklären und kauft es dann im Internet“, erklärt Geschäftsführer Volland. „Diesen Trend kann keiner mehr umdrehen. Deshalb ist es wichtig, dass man ihn nutzt.“

Das Geschäftsmodell hat der Göttinger Volland in den USA kennengelernt und mit seinen Partnern Christian Ladner und Christoph Michael Luy aus Hannover hier umgesetzt. Nicht wenigen modernen Herstellern und Start-ups komme das Konzept sogar gelegen. „Ein eigener Laden rentiert sich für sie nicht, sie verkaufen lediglich online – und sind froh, wenn ihre Kunden ihr Produkt hier ausprobieren können.“

Die Erfinder von Vaund (v.l.): Michael Volland, Christian Ladner und Christoph Michael Luy. Quelle: Christian Behrens

Sortiment wechselt fortlaufend

Das Sortiment bei Vaund wechselt fortlaufend, in der Regel etwa alle drei Monate „damit Kunden immer etwas neues entdecken können“, so Volland. Daher auch der Name „Vaund“ – er spricht sich lautmalerisch wie das englische „found“, zu deutsch: gefunden.

Verkaufsdruck gibt es für das Vaund-Personal also nicht, allerdings will das Unternehmen irgendwann auch seine Wirtschaftlichkeit nachweisen können. Deshalb wird es in naher Zukunft auch Gutscheine für bestimmte Verkaufsportale und Händler geben – um den Weg des Kunden zum Kauf nachvollziehen zu können. Auch moderate Kundenbefragungen sind zu diesem Zweck geplant.

Volland und seine Partner sind überzeugt, dass sich dieses neue Geschäftsmodell die Zukunft ist. Ein weiterer Store in Hamburg ist bereits in der konkreten Planung, weitere Läden in ganz Deutschland sollen folgen – wenn es in Hannover gut läuft. Eröffnung ist am Samstag, 30. November, Georgstraße 14.

Von Simon Polreich

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