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Meine Stadt Zwangsabschiebung: Neue Hoffnung für Comfort Z. aus Ghana
Hannover Meine Stadt Zwangsabschiebung: Neue Hoffnung für Comfort Z. aus Ghana
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17:25 13.09.2019
Lässt Comfort hoffen: Die Grenzübertrittsbescheinigung wurde um vier Wochen verlängert. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Comfort Z. kann aufatmen – zumindest vorerst. Mit ihrer ehemaligen Trainerin Claudia Bohnsack war die 18-Jährige am Freitag bei der Ausländerbehörde in Hannover. „Die Frist der Grenzübertrittsbescheinigung wurde nun auf den 11. Oktober gesetzt“, teilte Bohnsack auf NP-Anfrage mit.

Eigentlich hätte die gebürtige Ghanaerin bereits am 13. September die Bundesrepublik verlassen müssen, da ihre Heimat als sicheres Herkunftsland gilt (Lesen Sie hier mehr: „Das ist doch ein Fehler im System“ – Warum soll dieses Mädchen das Land verlassen? ). Und das, obwohl sie seit knapp drei Jahren bei ihrer Schwester in Hannover lebt. In Ghana hat Comfort dagegen keine Verwandten – ihre Mutter verstarb bereits in Comforts Kindheit, der Vater erlag einer schweren Krankheit, als sie 15 war.

Härtefallantrag ist eingereicht

Nun also gibt es eine Fristverlängerung um vier Wochen. In dieser Zeit werde abgewartet, ob der eingereichte Härtefallantrag zur Bearbeitung angenommen werde, so Bohnsack. Dazu erklärt Gerlinde Becker vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat: „Zunächst entscheidet ein Vorprüfungsgremium, ob der Antrag von der Härtefallkomission zur Beratung angenommen wird. Fällt diese eine positive Entscheidung, würde das Anliegen anschließend dem Minister vorgelegt werden.“ Dieses Verfahren nehme in der Regel mehrere Monate in Anspruch.

Im Verein wird sich derweil Mut zugesprochen: „Die Mädels und Trainer werden nun umso mehr versuchen, Comfort dabei zu unterstützen, etwas zur Ruhe zu kommen“. Comfort selber sei nach diesem Gespräch zwar "erleichtert, dennoch habe sie natürlich weiterhin Respekt vor der Situation“, so Bohnsack. Die Stadt Hannover wollten sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht weiter zu dem Fall äußern.

Unterstützung von außerhalb nimmt kein Ende

Unterdessen bekommt der engagierte 1. Frauenfußball-Club Hannover von 2004 – in dem Comfort in der zweiten Damenmannschaft spielt – weiterhin zahlreiche Zuschriften „Der Support aus der Gesellschaft lässt kaum nach. Er wird lediglich durch Anfragen, wie genau noch unterstützt werden kann, spezifischer“, sagt Bohnsack. Darunter auch aufmunternde Worte und eine weitere Zusage für einen Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin im kommenden Jahr. Auch mit Jasmin Arbabian-Vogel habe der Verein inzwischen Kontakt aufgenommen. Die Geschäftsführerin des Interkulturellen Sozialdienstes hatte Comfort nach der ersten Berichterstattung eine Stelle angeboten.

Mehr dazu:
Hilfe für Comfort: Sozialdienst bietet Ausbildungsplatz an.

Von Cecelia Spohn

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