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Meine Stadt Stadtarchiv: Rat macht Druck bei Standortsuche – und verärgert Verwaltung
Hannover Meine Stadt Stadtarchiv: Rat macht Druck bei Standortsuche – und verärgert Verwaltung
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16:27 17.02.2020
ZU KLEIN: Für das Stadtarchiv Am Bokemahle in der Südstadt werden neue Räumlichkeiten gesucht. Das gestaltet sich aber schwierig. Quelle: Villegas
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HANNOVER

Bei der Suche nach einer Lösung für das Stadtarchiv erhöht die Rathauspolitik den Druck. Die Fraktionen – mit Ausnahme von AfD und den „Hannoveranern“ – haben jetzt einen gemeinschaftlichen Antrag im vertraulichen Verwaltungsausschuss beschlossen, mit dem die Stadt prüfen soll, ob ein Neubau oder ein Ankauf von Immobilien wirtschaftlicher sei als die Anmietung von Räumen mit den nötigen Umbauarbeiten.

Diese Forderung rief allerdings die Kritik der Stadt auf den Plan, die monierte, sie sei nicht handlungsfähig, wenn sie neben der Standortsuche noch die Wirtschaftlichkeit verschiedener Optionen prüfen solle. Die Fraktionen wünschen nämlich außerdem noch die Möglichkeiten einer Öffentlichen-Privaten Partnerschaft (ÖPP) zwischen Stadt und einem Investor und darüber hinaus einer Öffentlichen-Öffentlichen-Partnerschaft (ÖÖP) von Stadt und etwa der städtischen Baugesellschaft. Dies alles nehme zu viel Zeit in Anspruch, so die Aussage nach NP-Informationen.

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Stadtweite Suche – und nur 200 Meter von einer Haltestelle

Die Ratsmehrheit formulierte aber noch weitere Bedingungen für die Suche. Den bisher festgelegten Suchradius von bis zu vier Kilometern rund um das hannoversche Stadtzentrum dehnten die Fraktionen auf das gesamte Stadtgebiet aus – „warum nicht auch in Kirchrode suchen?“, hieß es. Das neue Archiv solle trotzdem nicht weiter als rund 200 Meter von der nächsten Bahn- oder Bushaltestelle liegen und gut deshalb gut zu Fuß zu erreichen sein. Ebenfalls Teil des Dringlichkeitsantrags: Sollte keine gemeinsame Lagerhalle für das Stadtarchiv und die Bestände der Museen gefunden werden, solle es eine Aufteilung geben – in ein Archiv- und in ein Magazingebäude an zwei Orten.

Hintergrund für die Überlegungen ist die aktuelle Situation in Stadtarchiv in der Südstadt und die der Magazine von Historischem Museum und Museum August Kästner –sie sind viel zu klein, die Lagerung vor allem im Stadtarchiv unzulänglich. Die Stadt hatte schon eine Ausschreibung gestartet, aber kein ernsthaft annehmbares Angebot bekommen. Ihme-Zentrum und Contihäuser in der Wasserstadt Limmer wurden öffentlich diskutiert, waren aber nicht umsetzbar.

Die Zeit drängt – bis Ende April will die Politik Lösungen

Viel Zeit bleibt der Stadt Hannover für die Suche nicht, denn nach den Osterferien schließt das Historische Museum, weil es dann saniert wird – für drei Jahre. Bis Ende April haben die Ratsgremien der Stadt Zeit gegeben, Vorschläge zu machen – wohl wissend, „dass das wohl nicht klappen wird“, wie es aus dem Verwaltungsausschuss hieß. Man müsse aber endlich mal weiterkommen.

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Von Andreas Voigt

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