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Meine Stadt Zu viel Arbeit: Im Bauamt knirscht’s
Hannover Meine Stadt Zu viel Arbeit: Im Bauamt knirscht’s
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16:48 29.11.2018
Bauamt am Rudolf-Hillebrecht-Platz. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

In der städtischen Bauverwaltung knirscht es. Das hat Stadtbaurat Uwe Bodemann auf Anfrage der CDU-Fraktion eingeräumt. 51 Mitarbeiter haben in diesem Jahr Überlastungsanzeigen aufgegeben. Im Vorjahr fühlten sich sogar 65 Männer und Frauen mit der Arbeit überfordert.

Die Hinweise auf zu viel Arbeit und Stress gab es überwiegend im Team, das für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig ist, außerdem bei Bauaufsicht und Rechtssachbearbeitung. Nur zum Teil hätten Probleme entschärft werden können, so Bodemann. Eine in Auftrag gegebene Organisationsuntersuchung könne bei der „Beruhigung der Arbeitssituation“ helfen.

Auf die Anforderung als wachsende Stadt muss die Bauverwaltung mit zusätzlichen Jobs reagieren. Acht Stellen sind ausgeschrieben, drei zusätzliche Mitarbeiter für die Akteneinsicht bereits eingestellt. Besserung soll außerdem die Einführung der elektronischen Bauakte bringen, die OB Stefan Schostok bereits angekündigt hatte. Auch der Bestand an Bauakten werde digitalisiert, sagt Bodemann.

Als eines der größten Probleme nennt der Fachmann „den zunehmend komplexeren Arbeitsbereich“. Der mache auch die Einarbeitung aufwendig: „Wir haben in 16 Bundesländern 16 unterschiedliche Bauordnungen.“ Über das „Outsourcen“, also die Fremdvergabe von Prüfaufträgen, müsse man nachdenken.

Während sehr viele Bauherren über die schleppende Bearbeitung von Anträgen klagen (zum Teil standen Geschäfte Monate leer, das Okay für die Errichtung einer Garage ließ ein halbes Jahr auf sich warten), zeichnet der Stadtbaurat ein anderes Bild. 80 Prozent der Bauanträge würden innerhalb von 90 Tagen entschieden.

„Natürlich stelle ich mich vor meine Mitarbeiter“, versicherte der Stadtbaurat. Allerdings reiche ein Blick auf die Statistik: 16 Prozent der Bauanträge seien in weniger als 30 Tagen genehmigt, weitere 40 Prozent in maximal 60 Tagen, plus 24 Prozent in 90 Tagen. Die längste Bearbeitungsdauer habe bei 197 Tagen gelegen.

Zur Erklärung verweist der Stadtbaurat auf die Komplexität der Arbeit. Planänderungen hätten Auswirkungen auf Brandschutz und Statik, gesetzliche Grundlagen änderten sich oder würden verschärft.

Die ersten Schritte zur Personalgewinnung führten „zu höherem Maß an Zufriedenheit“, meint der Dezernent. Nach wie vor fehlten allerdings sieben Stellen, „um den anfallenden Arbeitsumfang in angemessener Zeit Bewältigen zu können“.

Von Vera König

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