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Meine Stadt Zalando plant Outlet in Hannover
Hannover Meine Stadt Zalando plant Outlet in Hannover
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17:04 12.12.2018
Blick in eine Outlet-Filiale des Online-Versandhändlers Zalando. Quelle: dpa
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Hannover

In der Großen Packhofstraße 4-8 in Hannover, derzeit verkaufen dort Jack & Jones und Vero Moda, plant der Online-Händler Zalando eine Outlet-Filiale ab Herbst 2019 zu eröffnen. In sechs deutschen Städten will Zalando weitere Outlets eröffnen, Münster (im Frühling 2019), Stuttgart (im Sommer 2019) und Hannover (im Herbst 2019). Sowie in Mannheim, Ulm und Konstanz im Jahr 2020. Derzeit bestehen bereits fünf Outlets in Deutschland.

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass eine gute Mischung aus großen Städten, Städten mit viel Potential für den Einzelhandel und die geografische Lage, also zum Beispiel dem Einzugsgebiet, die richtige Strategie für uns ist“, sagt Dorothee Schönfeld, Geschäftsführerin der Outlets.

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Pro Store will das Unternehmen 55-60 Mitarbeiter rekrutieren. In den Outlets soll Ware verkauft werden, die Online nicht mehr angeboten werden kann – vereinzelte Größen und Kleidung aus der Vorsaison oder mit kleinen Mängeln. Anders als in anderen Outlets soll es bei Zalando keine „Wühltisch-Atmosphäre geben“. „Es ist alles nach Kategorien und Subkategorien unterteilt“, so Sprecherin Julia Zweigle. Auch die Zielgruppe sei eine andere als im Online-Handel: „In die Outlets gehen eher die Schnäppchenjäger.“

Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft Hannover, freut sich: „Wenn das Geschäft die Innenstadt belebt, ist das gut so.“ Er kann nachvollziehen, dass der Online-Handel inzwischen in die Städte geht. „Das beweist, was wir seit Jahren sagen. Denn rund 90 Prozent der Umsätze werden im stationären Handel gemacht. Auch die Onliner erkennen das.“ In der Regel liegen die Outlets außerhalb der Stadt. Mit der nun geplanten Innenstadtlage hat Prenzler kein Problem. „Der Name Outlet ist nicht geschützt. Bereits jetzt haben wir vereinzelte Outlet-Shops in der Innenstadt.“ Wie lange das Mietverhältnis geschlossen wurde, konnte Prenzler auf NP-Anfrage nicht sagen. Üblich seien zwischen fünf und zehn Jahre.

Unklar ist auch, ob die beiden betroffenen Geschäfte an anderer Stelle wieder aufmachen. „Da sie bereits einen Standort in der Ernst-August-Galerie haben, gehe ich davon aus, dass die beiden Geschäfte in der Großen Packhofstraße aufgeben werden“, so Prenzler.

Von NP/Cecelia Spohn