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Meine Stadt Kulturhauptstadt: Witzige Ideen und noch ganz viel Arbeit
Hannover Meine Stadt Kulturhauptstadt: Witzige Ideen und noch ganz viel Arbeit
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14:48 13.09.2019
Gewitzter Auftritt aber noch viel Arbeit, meint NP-Kulturchef Henning Queren in seinem Kommentar zur Bewerbung Hannovers auf den Titel der Kulturhauptstadt. Quelle: Heidrich
Hannover

Die schönsten Romane schreibt das Leben. Und wir wollen hoffen, dass dieser hier ein Happy End bekommt. Das war gestern schon ein schön starker Auftritt – mit rotem Vorhang, einer Dichterlesung und einer teils recht durchgeknallten Plakataktion.

Aber nur so kann es gehen. Man muss sich unterscheiden, in jeder Hinsicht ungewöhnlich sein. Und das ist Hannover. Wenn man das vermeintlich dröge und pedantisch eingeengte Bidbook dann so präsentiert – als Roman, in dem ein Dadaist und ein Universalgelehrter der Jury erklären, was Hannover alles hat. Eben auch witzige Ideen.

Da werden die Mitbewerber mal wieder ein wenig neidisch sein. Vielleicht auch über die eigene Bewerbung nachdenken. Und selbst wenn sie jetzt auch auf den Kunst-Zug mit Rap und Roman aufspringen, wird es heißen: Alles nur geklaut.

Aber man darf sich von solchen Auftritten nicht täuschen lassen. Es liegt noch ganz viel Arbeit vor Erreichen des Titels. Denn die Jury lässt sich durch gewitzte Auftritte nur in Maßen beeindrucken. Die freut sich natürlich über den ganzen Flitter, wischt ihn weg und fragt „Where is the Beef?“ Und auch da kann Hannover tatsächlich punkten, die Vorschläge im Bidbook machen neugierig. Neugierig vor allem auf eine mögliche Realisierung.

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Von Henning Queren