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Meine Stadt Wieder lebensgefährlicher Badeunfall im Silbersee
Hannover Meine Stadt Wieder lebensgefährlicher Badeunfall im Silbersee
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11:11 25.07.2018
Schon wieder ein Unfall: Zum zweiten Mal binnen weniger Tage ist es am Silbersee in Langenhagen zu einem gefährlichen Badeunglück gekommen. Ein 15-Jähriger ging unter und musste reanimiert werden. Quelle: Clemens Heidrich
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Langenhagen

Wenige Tage nachdem am Ostufer das Langenhagener Silbersees fast ein siebenjähriger Junge ertrunken war, ist es am Dienstagnachmittag in dem Gewässer erneut zu einem lebensgefährlichen Badeunfall gekommen. Ein 15-Jähriger war an einer tieferen Stelle des Sees untergegangen und musste reanimiert werden. Er war 15 Minuten unter Wasser gewesen, bis ihn eine aus Einsatzkräften und Badegästen gebildete Menschenkette fand.

Der Junge war mit Freunden am See gewesen. Einer von diesen beobachtete, wie der 15-Jährige unterging. Sofort wurden die Einsatzkräfte alarmiert, und Badegäste begannen selbstständig mit der Suche.

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Zunächst allerdings ohne Erfolg. Erst mit Hilfe der von den Einsatzkräften organisierten Rettungsketten gelang es, den Jungen aufzuspüren. Dabei wurden diese von Badegästen unterstützt. „Der Junge war im tieferen Wasser, so dass wir nach ihm tauchen mussten“, berichtete Christian Hasse, Sprecher der Feuerwehr Langenhagen.

Die Reanimation des 15-Jährigen im Rettungswagen war erfolgreich. Er wurde mit einem stabilen Kreislauf in die MHH gebracht. „Das ist nach so einer langen Zeit unter Wasser schon ein positives Zeichen. Wir können aber nicht ausschließen, dass er Folgeschäden davontragen wird“, sagte Feuerwehrsprecher Hasse.

Warum der Junge untergegangen war, darüber wollte die Feuerwehr nicht spekulieren. „Dass dort in einer Woche zwei Unfälle passiert sind, sollten wir allerdings nicht ignorieren. Wir müssen darüber diskutieren, ob es am Silbersee nicht eine dauerhafte Rettungseinrichtung geben sollte“, so Hasse.

Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG, Polizei sowie Sanitäter waren an der Rettungsaktion beteiligt.

Von Christian Bohnenkamp und Clemens Heidrich