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Meine Stadt So war der letzte Shopping-Samstag vor Weihnachten
Hannover Meine Stadt So war der letzte Shopping-Samstag vor Weihnachten
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16:32 22.12.2018
Shoppen in der City
Shoppen in der City Quelle: Wilde
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Hannover

War es der Dauerregen oder der graue Himmel, der bleischwer die Einkaufslaune trübte? Am letzten Shopping-Samstag vor dem Weihnachtsfest hatte der Handel eine proppenvolle City erwartet. Doch es lief eher relaxed.

Nur minutenlang mussten die Autofahrer vor den Parkhäusern warten. Lange Schlangen waren eher vor den Kassen in den Spielzeugabteilungen und den Buchhandlungen zu sehen. Auch die Hannoveraner folgen dem Trend und schenken sich meist Geld oder Gutscheine. „Das kommt gut an“, findet Gudrun Koch. „Ich kombiniere das bei meinen Kindern noch mit einem individuellen, aber kleinem Präsent.“

Da fiel es schon aus dem Rahmen, dass ein Kunde auf den letzten Drücker beim Klavierhaus Döll noch ein Einsteigermodell orderte. „Wir müssen es allerdings nicht mehr vor dem Fest liefern“, berichtete Bernd Voorhamme. Die Hausmarke komme gut an – sogar bei den Nachbarn. „Das garantiert eine Stummschaltung.“

Gefragt sind Last-Minute-Präsente

Die City Gemeinschaft, der Zusammenschluss der Händler in der Innenstadt, hatte mit einem Ansturm von einer viertel Million gerechnet. „Die Erwartung ist aufgegangen“, versicherte Martin Prenzler. Die Frequenzen in den City seien toll gewesen. „Unterwegs waren viele Heimkehrer, die aus der Ferne zu ihren Familien anreisen, noch die letzten Geschenke einkaufen und dann über den Weihnachtsmarkt gehen.“ Gefragt waren bei den meisten die Last-Minute-Präsente: Bücher, Kosmetik, Elektronik oder auch reduzierte Winterkleidung.

Was treibt die Hannoveraner heute in die City?

Von Hektik und Stress keine Spur – viele, die am Sonnabend in der City unterwegs waren, kamen von auswärts und freuten sich auf einen Bummel über den Weihnachtsmarkt.

„Ein Tag zum Aufatmen nach all dem Stress“, meldete ein Verkäufer bei Fairkauf, dem Sozialkaufhaus. Das schlechte Wetter sei nur ein Grund. „Die meisten haben schon Geschenke gekauft und decken sich jetzt mit Lebensmitteln ein“, sagte er. So wie Horst Bosch, der auf die Schnelle noch die Bockwürstchen für den Kartoffelsalat an Heiligabend erstand.

Auf den Ansturm der Kunden auch in den letzten Stunden vor der Bescherung ist der Handel gut vorbereitet: Teilweise öffnen Supermärkte am Montagmorgen schon um 6.30 Uhr. Prenzler weiß aus Erfahrung: „Der Heiligabend wird für viele Kunden mit einem Glas Prosecco in der Markthalle beginnen.“ Und dann stürzt auch er sich auf den letzten Metern ins Einkaufsgewühl: „Ich brauche noch Präsente für alle.“

Von Vera König