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Meine Stadt Kommt doch noch die Stadtbahn zur Wasserstadt?
Hannover Meine Stadt Kommt doch noch die Stadtbahn zur Wasserstadt?
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18:43 31.10.2019
Neue Pläne: Aktuell fährt die Linie 10 noch geradeaus durch die Harenberger Straße. Künftig könnte sie aber rechts durch die Wunstorfer Straße zur Wasserstadt Limmer geführt werden. Quelle: Marcel Schwarzenberger
Hannover

Teuer im Bau, unwirtschaftlich und kompliziert im Betrieb: Die Region hat sich lange gesträubt gegen den Bau einer Stadtbahn zur Wasserstadt Limmer, den die Politik in Hannovers Rat sowie im Bezirksrat Linden-Limmer vehement fordert. Mittlerweile ist allerdings eine Variante in Sicht, die tatsächlich Chancen auf Umsetzung hätte. Die Region will nun offiziell einen Planungsauftrag vergeben, um diese genauer durchkalkulieren zu lassen.

Wie die Wasserstadt, eines von Hannovers größten Baugebieten, doch noch an das Stadtbahnnetz angebunden werden könnte, erklärte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz am Dienstag auf Einladung der Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer im Gemeindehaus an der Sackmannstraße. Laut Franz könnte die bisherige Linie 10 einen Schwenk machen, der an der Wasserstadt vorbeiführt.

Haltestelle Brunnenstraße müsste entfallen

Die Haltestelle Brunnenstraße müsste dafür entfallen. Die Haltestelle Harenberger Straße würde ein Stück verlegt. Künftig könnte die Linie 10 durch die Wunstorfer Straße zur Wasserstadt geführt werden, um ein Stück hinter der Steinfeldstraße per Linksschwenk wieder zurück auf die alte Trasse geführt zu werden.

Franz machte allerdings auch deutlich, dass dieser Plan Schwächen hat. Denn die Wunstorfer Straße ist eine viel befahrene Bundesstraße. Mit „erheblichen Behinderungen für den Autoverkehr“, rechnet der Verkehrsdezernent. Es sei aber „die einzige Variante, die einigermaßen realistisch funktioniert“.

Verkehr auf der B 441 ist ein Problem

Entspannung könnte eine Verlegung der B 441 bringen. Schon länger gibt es Überlegungen, diese durch die Carlo-Schmid-Allee und nicht mehr durch die Wunstorfer Straße zu führen. Für deren Herabstufung hat sich die Stadt Hannover bisher jedoch vergeblich beim Bund eingesetzt.

Franz will nun für „50.000 bis 100.000 Euro“ einen Planungsauftrag an ein Büro vergeben, damit dieses detailliert die Machbarkeit der Verschwenkung der Linie 10 durch die Wunstorfer Straße untersucht. Der Verkehrsdezernent machte aber auch deutlich, dass es sich dabei um ein Langfrist-Projekt handelt. Von Planungsbeginn bis Fertigstellung sei mit rund zehn Jahren zu rechnen. Eine mögliche Verlängerung der Linie 10 bis nach Ahlem-Nord kalkuliert er sogar mit 25 Jahren. Damit sich diese lohnt, müssten aber zusätzliche Baugebiete entlang der Strecke erschlossen werden, so der Dezernent.

Erst einmal aber nur Busse zur Wasserstadt

Zunächst soll die Wasserstadt in jedem Fall mit Bussen erschlossen werden. Franz will dazu Verstärkerbusse auf der Regiobuslinie 700 einsetzen. Diese sei „genau so schnell wie die Stadtbahn“. Zudem hätten die Busse den Vorteil, dass sie auch ein Stück in die Wasserstadt hineinfahren könnten, so dass deren Bewohner nicht so weit bis zur Haltestelle laufen müssen.

Eine Extra-Stadtbahn in die Wasserstadt hinein hält Franz für komplett unrealistisch. „Dafür haben wir die schlechtesten Wirtschaftlichkeitswerte bekommen, die wir jemals hatten“, berichtete er. Das Problem dieser Variante sei, dass durch die Teilung der Linie durch den Abzweig an anderer Stelle mehr Fahrgäste verloren gingen, als in der Wasserstadt dazu gewonnen würden.

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