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Meine Stadt Wasserstadt: Papenburg will im Frühjahr loslegen
Hannover Meine Stadt Wasserstadt: Papenburg will im Frühjahr loslegen
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18:30 08.09.2013
Von Christian Bohnenkamp
VERSEUCHT: Die denkmalgeschützten Gebäude der Wasserstadt. Quelle: Dröse
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Hannover

Bauunternehmer Günter Papenburg will bereits im kommenden Frühjahr mit dem ersten Bauabschnitt im östlichen Teil des ehemaligen Conti-Geländes starten - vorausgesetzt, die Ratsgremien treffen rechtzeitig die dazu notwendigen Beschlüsse.

Und nicht nur das: Geht es nach Papenburg, sollen auch die Bauabschnitte zwei und drei deutlich schneller bebaut werden, als es ursprünglich geplant war. „Es gibt sehr viele Interessenten“, sagte Papenburg der NP - und das auch „über die Grenzen Hannovers hinaus“.

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Papenburg kann dabei offenbar mittlerweile auch auf die Unterstützung der Stadtverwaltung zählen. „Die Stadt unterstützt mich bei der Planung voll und ganz. Das war nicht immer so“, sagte der Bauunternehmer, der zuvor regelmäßig beklagt hatte, dass ihm die Verwaltung bei der Umsetzung des Projektes zu viele Steine in den Weg legen würde.

Das ist nun Geschichte. Papenburg lobte ausdrücklich Stadtbaurat Uwe Bodemann, der ihm „sehr behilflich sei“ und auch ein Planungsbüro empfohlen habe, das mittlerweile in die Entwicklung der Industriebrache in Limmer eingestiegen ist.

Weiter unklar ist, was mit den bisher noch nicht abgerissenen denkmalgeschützten Gebäuden auf dem Gelände passieren wird. Diese sind mit krebserregenden Nitrosaminen verseucht, Rückstände der Reifenproduktion in den früheren Fabrikhallen. Geht es nach Papenburg, sollen diese „unbedingt erhalten bleiben“ - vorausgesetzt, die Schadstoffbelastung ist nicht zu groß. Derzeit seien Experten damit beschäftigt, genau das herauszufinden. „Es gibt auch für diese Gebäude schon Interessenten“, sagt Papenburg.

Wie wichtig das Projekt Wasserstadt für die Schaffung von Wohnraum ist, zeigt ein Blick in das aktuelle Wohnkonzept der Stadt. Die Verwaltung geht darin davon aus, dass in fünf Bauabschnitten insgesamt 658 Wohnungen und Häuser entstehen könnten. Allein dieses eine Bauvorhaben würde damit bereits mehr als acht Prozent der knapp 8000 Wohneinheiten ausmachen, die laut dem städtischen Plan in Hannover bis zum Jahr 2025 entstehen müssen, um der zuletzt stetig wachsenden Bevölkerung Rechnung zu tragen und so einen zu starken Anstieg der Mietpreise zu verhindern.